Teslacrypt .xxx, .ttt, .micro und .mp3 entschlüsseln

Als vor Monaten eine große Welle an Infektionen mit dem Lösegeldtrojaner namens „TeslaCrypt“ über das Land schwappte, sind auch in meinem Bekanntenkreis einige der notorischen Backup-Prokrastinierer und Sicherungsverweigerer nicht glimpflich davongekommen. Da die Verschlüsselung im Hintergrund geschieht, wurde ihnen wenigstens dieser Anblick erspart.😉

Spätestens die unübersehbare Nachricht beim Hochfahren ihrer Rechner und der Aufforderung ominöse „Bitcoins“ zu bezahlen, um die wertvollen Daten auszulösen, löste dann aber mittelschwere Lebenskrisen aus.

Da die Polizei rät, nicht zu bezahlen, und eine Entschlüsselung nicht möglich war, schienen die Daten zunächst verloren. Ich sage „zunächst“, weil es inzwischen gute Nachrichten gibt.

Obwohl dies an mehreren Stellen prominent nachzulesen war, haben sich die neuen Erkenntnisse erfolgreich der Aufmerksamkeit vieler Betroffener entzogen. Deswegen dieser kurze Beitrag.:)

Faust mit Schlüssel

Aus unbekannten Gründen haben die bösen Jungs hinter TeslaCrypt anscheinend die Reißleine gezogen und mit einem wortkargen „we are sorry“ den Masterkey (Hauptschlüssel) veröffentlicht, mit dem sich nun auch alle Dateien wieder entschlüsseln lassen, die den Versionen 3.0 und 4.0 ihres Trojaners zum Opfer gefallen sind.

Solltet ihr also schlau genug gewesen sein, eine Sicherung eurer verschlüsselten Daten gemacht zu haben, so können jetzt auch solche mit den Dateiendungen .xxx, .ttt, .micro und .mp3 entschlüsselt werden.

Die von einem Sicherheitsexperten mit dem Pseudonym „Blood Dolly“ erstellte Software namens TeslaDecoder und eine Anleitung dazu findet ihr auf bleepingcomputer.com.

Bleibt für die Zukunft nur noch zu sagen, macht eure Backups. TeslaCrypt ist nämlich nicht der einzige Lösegeldtrojaner da draußen.

Wohin verschwinden die Pfunde?

Seien es nun die hippen, neuen Veganerprodukte im Supermarkt, die vielen Blogbeiträge über das Laufen und Joggen, denen man offenbar nicht mehr entkommen kann,  ausgeklügelte Fitnessarmbänder die jeden meiner Schritte mitzählen und meinen Schlaf überwachen sollen, die Dauerwerbesendungen über die Fitness- und „In-Shape“-Programme diverser C-Promis und Ex-Sportler, man könnte den Eindruck gewinnen, als wären Ernährung und Sport irgendwie zum neuen Zeitgeist geworden.

Das einzige, was ich momentan aus dieser modernen Form des „Savoir-vivre“ mitnehme, ist das schlechte Gewissen, mich nicht gesund genug zu ernähren und keinen Sport zu treiben. Dabei würden mir laut Badezimmerwaage durchaus ein paar Kilo weniger gut tun.

Waage und blaues Maßband

Der feste Vorsatz, einige davon loszuwerden, hat mich deshalb zu der Frage geführt, wohin beim Abnehmen eigentlich das „Gewicht“ verschwindet?

Bei meiner Recherche dazu bin ich auf den TED-Talk von Ruben Meerman gestoßen, den ich hier verkürzt mit meinen eigenen Worten wiedergeben möchte. Es stellt sich nämlich heraus, dass die meisten Leute entweder überhaupt nicht wissen was da im Körper passiert oder völlig abwegige Vorstellungen haben.

Was passiert also mit den Kilos, die ich beim Abnehmen verliere? Wie verlassen diese meinen Körper? Kommt da des Nachts die gute „Weight-Watchers“-Fee („Salagadoola mechicka boola“) und streut ein bisschen Zauberpulver auf meinen Wanst?😉

Die von Ruben Meerman befragten Leute gaben unterschiedliche und falsche Antworten. Weder die Ausscheidung von Schweiß, Kot oder Urin noch die mysteriöse Umwandlung in Energie oder Hitze sorgt für den Gewichtsverlust.

Was im Körper chemisch passiert, drückt die folgende Formel aus:

\mathrm C_{55}\mathrm H_{104}\mathrm O_{6} + 78\mathrm O_{2}\longrightarrow 55\mathrm C\mathrm O_{2} + 52\mathrm H_{2}\mathrm O + Energie

Die einzelnen Bestandteile sind menschliches Fett (C₅₅H₁₀₄O₆), Sauerstoff (O₂), Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O). Die Formel besagt also, in unserem Körper wird Fett mittels Sauerstoff in einem biochemischen Prozess in Kohlendioxid, Wasser und Energie umgewandelt. Sauerstoff atmen wir ein, das Kohlendioxid wieder aus.

Bei der Energie in der Formel reden wir von Wärme, Bewegung, Denkprozessen oder Wachstum. Energie wird aber in Kilojoule (Kalorien) gemessen. Das „Gewicht“, also die Kilos, stecken somit in den chemischen Elementen. Aus dem Grund ist die Aussage, wir würden das Gewicht als Wärme verlieren, falsch.

Die interessante Anschlussfrage zur obigen Formel ist, in welchem Verhältnis verlassen Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) unseren Körper? Ruben Meerman verdeutlicht das mit einer Modellrechnung an 10kg menschlichem Fett.

Das erstaunliche Ergebnis ist, 84% des Fetts (also 8,4 von 10kg) verlassen den Körper als Kohlendioxid (CO₂), die restlichen 16% (Urin, Kot, Schweiß) als Wasser (H₂O). Die simple Antwort auf die eingangs gestellte Frage, was mit den überflüssigen Pfunden passiert lautet also:

Wir atmen sie aus! 👏

Bedeutet das, einfach mehr zu atmen würde schon ausreichen, um abzunehmen? Hach, wenn es doch nur so einfach wäre. Mehr Atmen als nötig heißt „Hyperventilation“ und ist äußerst ungesund. So geht es also nicht.

Auch hier macht uns wieder die Biochemie einen Strich durch die Rechnung. Das in den Zellen gespeicherte Fett (C₅₅H₁₀₄O₆) muss durch Hormone erst in Fettsäuren umgewandelt werden, um vom Körper verarbeitet werden zu können. Dies geschieht erst, wenn im Blutkreislauf nicht mehr genug Energie vorhanden ist. Erst dann verlässt das Fett sozusagen sein Versteck.

Und wie schaffen wir es nun, dass der Körper an seine Energiereserven geht und das gespeicherte Fett verbrennt? Die Antwort erfordert kein teueren Diätratgeber. Sie lautet:

Weniger Essen und mehr Bewegung! 🍎🏊💢

Zum Abschluss füge ich hier unten noch das YouTube-Video zum TED-Talk ein. Wer des Englischen mächtig ist, kann sich das ganze somit nochmal ausführlich erklären lassen.

Schlechte Türen

Diese Woche habe ich nur ein interessantes Video zum Thema Benutzerfreundlichkeit, gutem Produktdesign und schlechten Türen anzubieten. Es handelt von Donald Norman und sollte euch eigentlich ein gutes Gefühl geben, wenn ihr das nächste Mal mit Anlauf gegen eine geschlossene Tür rennt, die sich nur ziehend öffnet.

Die gute Nachricht ist, es ist nicht eure Schuld, sondern die der Tür beziehungsweise des Türherstellers oder Monteurs. Wie befriedigend und beruhigend, wenn man einfach mal guten Gewissens und fundiert einem Anderen die Schuld geben kann.:)

Das Video ist leider wie so oft in Englisch, aber es gibt zumindest deutsche Untertitel.

Welcher Gegenstand ist nach Konsum des Videos wohl direkt auf meinen imaginären Wunschzettel gewandert? Wer auf den von oben ablesbaren OXO Good Grips Meßbecher bei 3:26 getippt hat, hätte die Wette gewonnen.😉

Wie genial ist das denn? Schon in dem Moment als ich das Ding gesehen habe, musste ich an all die nervenden Küchenmomente denken, in denen ich vor der Spüle knieend Wasser in meinen „Old School“-Messbecher fülle oder bei Überfüllung wieder entleere, um seitlich die Skala abzulesen.

Ich habe den Becher bereits auf Amazon gefunden, konnte aber bisher nicht verifizieren, ob der dann auch eine von oben ablesbare Milliliterskala hat. Auf allen Bildern, die ich gesehen habe, war diese nur seitlich angebracht.

Nutzt vielleicht jemand unter euch schon diesen Becher und kann das für die „EU-Version“ bestätigen?

Die Amazon-Seite ist übrigens absichtlicht nicht verlinkt, um nicht in den Verdacht zu geraten, dies wäre eventuell ein gesponserter Beitrag. Den Eindruck habe ich nämlich fast selbst gewonnen, als ich mir meine Zeilen nochmal durchgelesen hatte. 👄 😇

Tally Hawk Drohne

Als jemand, der in seiner Kindheit viele der 80er-Jahre Cartoonkultserien wie Saber Rider, Brave Starr oder Galaxy Rangers gesehen und sehr viel später fasziniert auf DMAX verschiedene Folgen „Die Modellbauer“ konsumiert hat, habe ich letztens mal eins und eins zusammengezählt und mich gefragt, ob sich schon mal jemand an einem flugfähigen Modell des „Tally Hawks“ ausprobiert hat?

Bevor sich jetzt der eine oder andere unter euch fragt, wer oder was dieser ominöse „Tally Hawk“ ist, dem sei gesagt, dass es sich dabei um das metallene Roboterfedervieh in Form eines Falken aus der Cartoonserie „Silver Hawks“ handelt. „Er“ oder „es“ ist im Intro der Serie sowohl zu Beginn als auch nochmal kurz am Ende in Szene gesetzt.

Ich muss gestehen, dass ich selbst weder all zu viel über diesen Metallvogel weiß, noch wie oft er in der Serie einen Auftritt hatte. Auch per Google-Suche findet man nicht sehr viele aussagekräftige Bilder. Interessant wäre zum Beispiel zu erfahren, wie sich die Flügel von der Ruheposition in den Flugmodus ausklappen.

Anhand der ersten Frames des Intros würde ich vermuten, dass in ein flugfähiges Modell unbedingt ein Düsentriebwerk eingebaut werden müsste. Nachdem im Modellbau sogar Vektordüsensteuerung kein Fremdwort mehr ist (siehe z.B. JetPower Messe 2014), sollte der Vogel aber gut starten und landen können, oder nicht?

Bei der Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass ich selbst kein Modellbauer bin. Mir fehlen einfach Geduld und Muße. Ich schreibe den Beitrag wirklich nur, weil ich sehen will, wie jemand so ein Ding zusammenbastelt und fliegen lässt bzw. ob es technisch möglich wäre, dass so ein Robotervogel seine Flügel auffaltet und von selbst abhebt.

In dem Zusammenhang fällt mir sozusagen als i-Tüpfelchen noch dieses YouTube-Video zu einer wissenschaftlichen Arbeit über die Animation digitaler Kreaturen ein, über das ich vor einiger Zeit aus mir inzwischen unbekannten Gründen gestolpert bin.

Da haben ein paar Leute ein Animationssystem erstellt, das Knochen und Muskeln simuliert und in dem die digitalen Kreaturen mit lernenden Algorithmen über mehrere „Generationen“ die sparsamsten und glaubhaftesten Bewegungsabläufe ermitteln.

Könnte man das nicht für so einen Roboterfalken adaptieren? Also damit ein Steuerungsprogramm entwickeln, dass aus den verschiedenen Parametern wie Schub, Düsen-, Flügel- und Fußstellung, … möglichst realistischen Vogelflug, Start und Landung simuliert?

Das sind zugegebenermaßen wohl alles naive Fragen und Vorstellungen, aber nichts desto trotz genau das, was mir kürzlich im Kopf herumspukte und in meiner Vorstellung in Ermangelung eines besseren Themas einen interessanten Blogbeitrag abgeben würde.😉

Fugue Musikwunsch

Ich habe „Abenteuer Forschung“ noch mit Joachim Bublath gesehen. Wer kann so etwas schon von sich behaupten ohne gleich mit der Werther’s Echte-Tüte zu rascheln?😉

Ja, nun bin ich der Großvater, und was sonst wohl würde ich …

Selbst dieser Satz ist verräterisch, weil die Bonbons heutzutage inzwischen offenbar „Werther’s Original“ heißen. Ich fühle mich gerade so alt.

Die Jüngeren unter euch kennen Herrn Bublath vielleicht nur noch als denjenigen, der bei Sandra Maischberger wegen Nina Hagen zu Recht das Studio verlassen hat. 👍

Aber darum soll es gar nicht gehen. Wer kann sich noch an den Vorspann der Sendung erinnern?

Abenteuer Forschung Altes Intro

Im Speziellen an den coolen Introsong von Rolf Wehmeyer namens „Fugue

Könnte sich dem Song vielleicht mal jemand annehmen und eine modernere Version mit mehr Umpf produzieren? Ich frage das mal ganz naiv in den Äther des Internets.

Es muss ja nicht gleich so etwas wie Exoskelephone von Stereotronique sein, aber ein schöner Remix mit mehr Beat und höherer Geschwindigkeit wäre schön.

Würde mir jedenfalls gefallen und würde ich mir anhören.😀

Ist Geschmack Geschmackssache?

Ich gehe mal davon aus, dass inzwischen jeder schon einen Werbespot von Lieferdienstportalen wie Lieferando.de, Lieferheld.de, … und wie sie sonst noch so heißen mögen, gesehen hat. Wisst ihr was mein Problem mit diesen Diensten ist?

Es ist jedenfalls nicht mein schamlos zur Schau gestellter Narzissmus, der fest davon ausgeht, dass euch diese Probleme brennend interessieren. Ich sage das nur, falls es jemand gedacht hat.😉

Mal abgesehen davon, dass sich die Portalbetreiber als „Mittelsmann“ ein dicke Scheibe Umsatz abschneiden, ohne für meine Begriffe selbst viel dafür zu tun, ist es vor allem der Grundgedanke, dass die Schwarmintelligenz allein es schon richten wird.

Jedes dieser Portale wirbt mit der Tatsache, dass die Unmenge an positiven Bewertungen durch die eigene Community dafür sorgt, dass sich die gute Qualität und das beste Essen automatisch durchsetzen wird.

Pizza

Aber was ist eine Benutzerbewertung heute eigentlich noch wert? Soweit es mich angeht, keinen Pfifferling. Ständig liest man vom Bewertungsbetrug auf Amazon.de, im App-Store von Apple und auch überall sonst, wo die Höhe und Anzahl der Bewertungen ausschlaggebend über den Verkaufserfolg sind. Es ist mittlerweile schon wie bei dem altbekannten Sprichwort mit den selbst gefälschten Statistiken.

Ein Bewertungssystem ist heutzutage doch nur noch ein Aufruf für die Hersteller, Lieferanten und Produzenten, die eigenen Produkte in einem möglichst guten Licht dastehen zu lassen, während der Rest mit schlechten Bewertungen diskreditiert wird. SEO für Fortgeschrittene.

In irgend einem TV-Beitrag habe ich, es war glaube ich Tim Mälzer, mal sagen hören, dass Leute, die von Kindesbeinen an im Hinblick auf die Qualität und den Geschmack des Essens nur „Abfall“ gegessen haben, auch später genau diesem den besten Geschmack attestieren würden.

Nicht nur, dass Bewertungen mit hoher Wahrscheinlichkeit gefälscht werden, kann man also nicht mal solchen trauen, die von „ehrlichen“ Leuten abgegeben werden. Ich schätze mal, das ist ein ähnliches Phänomen wie bei Zeugenaussagen und dem unsichtbaren Gorilla. In der Hinsicht ist selbst auf Menschen mit den besten Absichten einfach kein Verlass.

Von den hygienischen Zuständen der einzelnen Restaurants habe ich noch gar nicht gesprochen. Ich habe mir mal den Spaß gegönnt, einige der gelisteten Restaurants in meiner Stadt im Vorbeifahren von außen zu inspizieren.

Bei manchen dieser „Klitschen“ könnte ich schon durch reinen Blickkontakt einen Durchfall entwickeln. Ich könnte mir vorstellen, wenn die notorischen 5-Sterne-Bewerter einige dieser „Hinterhof-Pizzaofen-Kombinate“ gesehen hätten, würden diese beim Klingeln an der Haustür schnell alle Lichter löschen und sich tot stellen, nur um den Fraß nicht annehmen und aufessen zu müssen.

Chinesisches Essen

Aus dem Grund möchte ich hier meinen Aufruf für ein besseres Lieferdienstportal formulieren, welches selbst ich nutzen würde.

Gourmets statt „gemeines Volk“
Schluss mit diesen Community-Bewertungen. Auch wenn ich weiter oben schreibe, dass Geschmack wohl Geschmackssache ist, muss es doch objektive Bewertungsmaßstäbe geben.

Stellt lieber ein paar Experten ein, die den Geschmack und die Qualität des Essens wirklich objektiv bewerten können. Der Guide Michelin schafft es auch.

Pflicht zu Außen- und Innenaufnahmen von Lokal & Küche
Nur Betriebe, die regelmäßig Fotos von Lokal und Küche einstellen, sollen im Portal gelistet werden. Ich möchte sehen, wo mein Essen zubereitet wird, bevor ich etwas bestelle. Wer traut sich, eine Live-Cam in der Küche zu installieren?

Unangemeldete Hygienekontrollen
Mir ist bewußt, dass hier in Deutschland die Ordnungsämter Gaststätten bereits kontrollieren. Leider bekommt man als Normalbürger aber bis auf eine Schließung des Lokals nichts von den Ergebnissen mit. In Dänemark läuft das viel besser.

Für eine Auflistung in meinem Traumportal müsste sich der „Lieferant“ verpflichten einem Portalmitarbeiter unangemeldet z.B. einmal im Jahr Küche und Kühlräume kontrollieren zu lassen. Wer dabei durchfällt, wird bei leichten Verstößen entweder öfter kontrolliert oder fliegt eben gleich aus dem Index.

Faire Konditionen für teilnehmende Betriebe
Im Gegenzug für die geschilderten Verpflichtungen, sollte eine Auflistung nicht viel kosten und vor allem nicht umsatzabhängig sein, damit kein Abhängigkeitsverhältnis oder andere Probleme wie bei den existierenden Portalen entstehen.

Auch wenn mir dieser Beitrag schon länger als Entwurf in meinem Kopf herumgespukt hat, fällt mir an diesem Punkt nichts mehr ein.

Jetzt dürft ihr mir gerne vorwerfen, dass diese Vorstellungen naiv sind. Ich möchte wie gesagt nicht mehr oder weniger als eine Art Portalvariante des „Guide Michelin“ für Take-away-Restaurants, bei dem ich die Sicherheit habe, dass ich keinen „Abfall“ fresse und vor allem authentische Gerichte zubereitet bekomme.

Gerne könnt ihr in den Kommentaren noch weitere Vorschläge und Ideen hinterlassen, wie eine bessere Version eines Lieferdienstportals aussehen könnte. Wenn mich ein Vorschlag überzeugt, setze ich ihn gern nachträglich auf die Liste.

Selbstverständlich bin ich auch an euren persönlichen Erfahrungen mit diesen Portalen oder Lieferdiensten interessiert. Nutzt ihr so etwas bzw. bestellt ihr irgendwo Essen, wenn ihr das Lokal nicht vorher in Augenschein genommen habt?

Zeitumstellung

Als vor einigen Tagen wieder eine Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit anstand, wiederholte sich das inzwischen übliche, „halbjährliche“ Ritual, welches daraus besteht, in der Wohnung jedes dämliche Gadget und jeden noch so unnützen Stromfresser aufzuspüren, bei dem der verantwortliche Ingenieur den Geistesblitz hatte, das Gerät mit einem Zeitmesser auszurüsten.

Uhrenziffernblatt

Der Rundgang umfasst mittlerweile Backofen, Mikrowelle, Kaffeemaschine, Küchenradio, zwei Radiowecker und eine Wohnzimmer-Wanduhr.

Ich bin kein fortschrittsfeindlicher Mensch, aber in stillen Momenten soll es schon vorkommen, dass ich mich vor dem „Internet der Dinge“ (IoT) fürchte, wenn jeder noch so überflüssige Gegenstand mit dem Internet verbunden ist und die emsigen Ingenieure dann auch Kühlschrank, Toilettenbrille und Wohnungstür „veruhrt“ haben.

Ja, ihr lest richtig. So wie ein unsympathischer Kriegsherr einen Landstrich „vermint“, ist die abscheulichste Waffe des Ingenieurs in meinen Augen die gerätinterne Uhr und er/sie wird erst ruhen, wenn auch der letzte Gegenstand dieser Welt „veruhrt“ wurde und mir gemäß meiner persönlichen Verschwörungtheorie das Leben endgültig zur Hölle gemacht wurde.

Zu meiner großen Schande muss ich gestehen, dass ich während früherer Rundgänge beim Uhren umstellen in den besonders dunklen Abgründen meiner Seele schon manchmal den Wunsch verspürt habe, diese feine Spezies Mensch mit einer antiken Uhrenkette nackt durch die Straßen zu peitschen.😉

Zumal es mit der einmaligen Umstellung ja nicht getan ist. Komischerweise haben die verschiedenen Uhren auch alle die Eigenart im Lauf der Zeit unterschiedlich lang nachzugehen. So ist es nach zwei Monaten in der Küche 13:34 Uhr während im Schlafzimmer mit 13:29 Uhr die halbe Stunde noch nicht mal voll ist.

Ich habe schon ernsthaft in Erwägung gezogen, die Wohnung der Einfachheit halber in unterschiedliche Zeitzonen aufzuteilen. Das würde mir zumindest das ständige Nachstellen der Uhren ersparen.😆

Der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist allerdings die folgende Idee, die ich zur Beantwortung einmal in den Raum stelle. Der zuständige Ingenieur möge sich dann bitte hier in den Kommentaren melden und mir mitteilen, wie praktikabel sie ist.

Die Stromleitung kann heutzutage per PowerLAN auch für die Datenübermittlung genutzt werden. Wäre es deshalb möglich, dass die großen Stromanbieter bundesweit ein Zeitsignal in die Stromleitung einspeisen, das alle Geräte, die an der Steckdose hängen, abgreifen könnten? Würde das mein Problem lösen?

Apropos „Zeitmesser“. Ihr wisst schon, was dem nächsten, dahergelaufenen Ingenieur bei dem Begriff einfällt?

Küchenmesser mit Digitaluhr im Griff

Sollte das tatsächlich eines Tages Realität werden, kann ich mir den entsprechenden „Aktenzeichen XY… ungelöst“-Beitrag schon heute ausmalen.

Der leblose Körper des vermissten Diplom-Ingenieurs Norbert Utzlos wurde durch einen Fußgänger an einem Autobahnabschnitt der A2 zwischen Kreuz Bielefeld und Bielefeld-Süd entdeckt.

Das Opfer wurde durch eine seiner eigenen Erfindungen tödlich im Rücken verletzt. Auffällig ist, dass die Uhr in der Tatwaffe zum Tatzeitpunkt offenbar noch nicht auf die Sommerzeit eingestellt war.

Wer Angaben zum Täter oder Tathergang machen kann, …