Beitragsausfall

Aufgrund grippeähnlicher Symptome sehe ich mich außer Stande, diese Woche einen Beitrag zu verfassen. Husten, Schnupfen, Fieber, Gelenkschmerz und das restliche Potpourri an erkältungstypischen Wehwehchen vermitteln mir das unwohlige Gefühl, mehrmals gegessen und wieder erbrochen worden zu sein. Zu gut deutsch – ich fühle mich wie ausgekotzt! 😦

Grippe-Virus

Wie soll man so einen klaren Gedanken fassen können, der es wert wäre in einen Beitrag gegossen zu werden. Mein Beitrag zur Männergrippe aus dem letzten Jahr zeigt mir zumindest, dass ich dieses Jahr ein paar Wochen früher dran bin und es somit hoffentlich eher hinter mir habe.

Man kennt das ja. Da hat in einem x-beliebigen Biokatastrophenfilm eine armer Kerl, der sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt, einen Schweißausbruch und etwas harmlosen Husten, nur damit ihm in der nächsten Szene sämtliche Körperflüssigkeiten aus allen Öffnungen heraus laufen und er japsend seinen letzten Atemzug aushaucht.

Solange es also wirklich nur eine Grippe ist, bin ich somit ein richtiger Glückspilz. 😀

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Langzeitgedächtnisgedanken

Wer schon dem einen oder anderen Unglück mit globaler Strahlkraft beiwohnen durfte/musste, kennt oft bemühte Sätze wie:

Ich weiß noch genau, was ich am 11. September angehabt habe.

Nachdem ich vor einigen Tagen wieder mal einem dieser Sätze begegnete, brachte es mich komischerweise anders als sonst zum Nachdenken.

brain_400

Es hat den Anschein, dass geschichtlich einschneidende Erlebnisse wie Fukushima, der 11. September oder der Mauerfall am 9. November irgendwie einen direkten Draht in unser Langzeitgedächtnis schaffen. Könnte man sich diesen Fakt nicht irgendwie zu Nutze machen?

Werde das wohl bei nächster sich bietender Gelegenheit austesten müssen.

Wenn also wieder mal scheinbar die Welt stillsteht, weil alle gebannt auf die Nachrichtenticker von CNN oder n-tv starren, werde ich wahlweise schnurstracks in die nächste Buchhandlung spurten und mir ein Wörterbuch Deutsch – Finnisch kaufen oder endlich versuchen, mir die PIN-Nummer meiner neuen EC-Karte einzuprägen.

Wenn mich dann das nächste Mal jemand fragt, was in an hatte, als Präsident Trump die Insolvenz der USA nach Chapter 7 erklärt hat, kann ich mit stolz geschwellter Brust verkünden

Missä on lähin ATM?

anschließend souverän auf die EC-Karte 200€ ziehen und ein paar Hektar billiges Bauland in guter New Yorker Innenstadtlage kaufen. Den Rest investiere ich dann in Pennystocks wie General Electric, Coca Cola, Procter & Gamble und Walmart. Konsumwerte gehen schließlich immer.

Computer bäh!

Um den Einstieg ins Jahr 2018 kurz zu halten, bleibt es für den ersten Beitrag bei einer Leseempfehlung.

Ursprünglich wollte ich den Einstieg sogar als „einfach“ klassifizieren, musste aber aufgrund des bildungssprachlichen Niveaus in dem dreiteiligen Telepolis-Interview des Soziologen Werner Seppmann anlässlich seines neuen Buches Kritik des Computers zurückstecken.

Einige der Absätze waren trotz mehrfachem Lesen für mein Gehirn schwer bis gar nicht verdaulich. Bei Ideenmangel könnte ich aus besagter Artikelreihe locker einen Jahresvorrat an Wortschatz-Beiträgen generieren. 😉

Trotzdem und auch wenn man vielleicht nicht jeder These zustimmen möchte, hat mich das Interview doch einige meiner Ansichten überdenken lassen. In der zugegeben polemischen Ansicht, dass Mark Zuckerberg für mich der lebendig gewordene Teufel ist – so es ihn denn wirklich gibt – hat mich das Interview dagegen bestärkt. Ist doch auch schon etwas wert.

Schade, dass die Bildungssprache des Interviewten auf der einen und die teilweise abscheulich schlechte Rechtschreibung/Grammatik des Artikelautors auf der anderen Seite wohl dafür sorgen werden, dass die angerissenen Themen weiter keine breitere Öffentlichkeit finden werden. Auch bei Telepolis hat man offenbar das Lektorat abgeschafft. 😦

Wenn das Buch ähnlich sprachlich komplex verfasst wurde, ist in meinen Augen wieder mal eine Chance verspielt worden, die Leute intellektuell mitzunehmen.

Fast schon komisch, wenn das Internet als Informationsmedium einerseits dafür kritisiert wird, dass es keine sozialen Differenzen einebnet und Bildungsbarrieren abbaut, aber andererseits für das Verständnis des Interviews ein Universitätsstudium oder zumindest ein aktueller Fremdwörterduden von Nöten ist.

Selbst wenn der Vergleich hinkt, ist es damit leider nicht Teil der Lösung. Dazu muss man allerdings ergänzen, dass es laut eigener Aussage auch nicht Herrn Seppmanns Ziel war. Viel mehr geht es um eine

… schonungslose Bestandsaufnahme der problematischen Aspekte der Digitalisierung

Beitragsausfall

Wie schon letztes Jahr fällt auch diesmal feiertagsbedingt wegen „food coma“ (Fresskoma) und dem sonstigen, mit dem Weihnachtsfest einhergehenden Stress ein Beitrag aus.

brain_xmas_2008

Wenn auch bisher unbewiesen, wäre es doch höchst riskant, einen Verstoß gegen das Gesetz der Serie zu begehen. Schon aus dem Grund war ich förmlich gezwungen, diesen Beitrag ausfallen zu lassen. Andernfalls wären diese Zeilen hier eine billige Ausrede. 😉

Wobei sich das Gesetz zwar ausgiebig über Tatbestandsmerkmale auslässt, eine entsprechende Strafe im Fall des Verstoßes aber nicht festlegt. Ist vielleicht bei irgend jemandem schon einmal entgegen dem Gesetz nur ein Unglück gekommen?

Gibt es ein Äquivalent zu Gevatter Tod, der im Fall einer Gesetzesverletzung vor eurer Tür steht? Was hätte der wohl statt Sense in der Hand? Würde er/sie dafür sorgen, dass besagtes Unglück dann doch nicht allein kommt?

Viel zu viele Fragen für einen Magen voller Geflügel, Klößen und fetter Soßen.

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Warmwasserrecycling

Kann man nach all den Belästigungsskandalen rund um Harvey Weinstein, Louis C.K, Bill O’Reilly, Matt Lauer, Charlie Rose, … und dem hoffentlich damit einhergehenden Kulturwandel dann eigentlich als Mann auch gefahrlos seine Vorliebe für heiße Duschen offenbaren? Oder funktioniert dieser Wandel nur in eine Richtung und man wird von Geschlechtsgenossen weiterhin als der obligatorische „Warmduscher“ verspottet?

warmduscher-piktogramm

Ich jedenfalls kann kalte Duschen nicht ausstehen und gestehe hiermit, dass ich ohne das dem Deutschen inhärente schlechte Gewissen über all das verschwendete Wasser wahrscheinlich stundenlang in einer brühend heißen Dusche stehen würde.

Salat würde ich deswegen aber noch nicht dort zubereiten. 😉

Dennoch habe ich mich letztens gefragt, ob es nicht eine Art Erfindung/Technik gibt, mit der man, sagen wir nach zehn Minuten Duschzeit, einen Hebel umlegen und das abfließende heiße Wasser gleich wieder zum Duschen verwenden kann?

So könnte man auch mal eine halbe Stunde ohne schlechtes Gewissen duschen und das warme Wasser laufen lassen. 😀 Sauber genug müsste man nach dem Einseifen und dem gelegentlichen Schamponieren doch eigentlich sein, oder?

Gibt es hygienische Gründe, die dagegen sprechen? Würden da irgend welche Bakterienkolonien im Duschkopf wachsen? Könnte man das abfließende Wasser in dem Fall eventuell mit UV-Licht desinfizieren? Nie ist ein Klemptner da, wenn man mal einen braucht.

AfD vs. Zeitmaschine

Nachdem ich letztens über das Thema Zeitreisen im Zusammenhang mit der Verkürzung von Adolf Hitlers Lebenszeit geschrieben hatte, ist mir letztens noch ein Gedanke gekommen, den ich noch ergänzen wollte.

tardis-zeitreise

Gekommen ist er mir, nachdem ich über das plastische, amerikanische Sprichwort

Sweating Like A Whore In Church

– zu deutsch „Schwitzen wie eine Prostituierte in der Kirche“ – gestolpert bin.

Als ich einige der unrühmlichen AfD-Auftritte im Deutschen Bundestag zu meinem Leidwesen mit ansehen musste, habe ich mich nämlich gefragt, ob diese „lupenreinen“ Demokraten bei der Vorstellung von Zeitreisen momentan ähnliche Schweißausbrüche erleben?

Wenn an der Sache mit den Zeitreisen auch nur irgend etwas Wahres dran ist, wäre beim Gang zum Podium jede meiner Nervenfasern bis zum Zerreißen gespannt. Schließlich könnte im nächsten Augenblick (rein zufällig) rechts von mir ein gleißend heller Blitz aufzucken und eine futuristisch, in gelbem Strahlenanzug gekleidete Figur meiner hypothetischen AfD-Bundestagskarriere zum Wohle der Zukunft ein schnelles Ende setzen.

Wahrscheinlicher ist allerdings, dass wir uns selbst mit demokratischen Mitteln um das Problem AfD kümmern müssen und uns in einer ähnlichen Situation befinden wie Sheldon und Leonard beim Unterzeichnen der Mitbewohnervereinbarung. 😉

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Kleiderschrankangst

Noch heute frage ich mich manchmal, welche ungewöhnlichen Umstände Robin Williams seinerzeit dazu bewogen haben, sich an der Tür seines Kleiderschrankes zu erhängen.

Welche Dämonen auch immer da am Werk gewesen sein mögen, hat es mich doch immer getröstet, dass mein klappriger IKEA-Kleiderschrank so einem Unterfangen erfolgreich im Weg steht. Als ich allerdings letztens über die alte Aufbauanleitung stolperte, wurde mir schlagartig bewusst, dass mein PAX Kleiderschrank im Lateinischen für „Frieden“ steht.

Kleiderschrank

Seither kann ich mich nicht des Eindrucks verwehren, dass meine Schrankwand mich verhöhnt. Ist da vielleicht irgend eine Verschwörung im Gange? Basiert «John Carpenter’s Sie leben» am Ende auf einer wahren Geschichte?

Auf jeden Fall habe ich jetzt Angst, dass eines – hoffentlich fernen – Tages in meiner Todesanzeige so etwas stehen wird wie „Er hat seinen Frieden gefunden!“ und der Pfarrer bei eben jenen hohlen Worten der Trauergemeinde ein verschmitztes Augenzwinkern herüber werfen wird. Too soon?