Hornhauthobel

Seid ihr eventuell schon mal in den Genuss des „Express Pedi“-Werbespots für diesen elektrischen Hornhauthobel von Scholl gekommen?

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber als Fan von Martina Hills Knallerfrauen sehe ich da ständig einen Sketch vor meinem geistigen Auge.

Ein Frau mit kosmetisch sehr vernachlässigten Füßen und flockiger, zentimeterdicker Hornhaut betritt pfiffelnd ihr Badezimmer, um diesem Zustand mit dem neuen Superhobel wildentschlossen ein Ende zu setzen.

Sie setzt das sirrende Gerät an ihrer Ferse an und mit kettensägenartigen Geräuschen bahnt sich dieses hörbar ächzend unter Aufbringung aller denkbarer mechanischer Kräfte einen Weg durch die tote Haut.

Wer dann letztendlich vorher das Badezimmerfenster nicht verschlossen hat, spielt keine Rolle mehr. Das Ergebnis ist jedenfalls grauenhaft …

Giphy Nebel

An dieser Stelle könnte man dann locker in den Trailer zur 80er Version vom „Nebel des Grauens“ wechseln.

Was immer auch Böses und Grauenhaftes aus dem Nebel auftaucht, überlasse ich eurer Fantasie. Fest steht, das eine Berührung durch das antike Hornhautreibeeisen der Monster augenblicklich am gesamten Fuss Hornhaut und an den Beinen dicke schwarze Haare sprießen lässt.

Was ist diesen armen Kreaturen nur vor 100 Jahren angetan worden?

Unbestätigten Gerüchten zufolge haben sich die Vorväter mit dem Verkauf von Hornhautraspeln der weiblichen Insassen aus der ortsansässigen Irrenanstalt als Biodünger eine goldene Nase verdient, ohne die Damen am Gewinn zu beteiligen.

Klang sehr weit hergeholt. Wer soll so eine Geschichte schon glauben. 😉

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Yo‘ Bro

Kopfhöher um Gehirn mit OhrwurmAuch wenn prinzipiell niemand danach gefragt hat, will ich nach zwei Monaten des Wartens dem unermüdlichen Flehen nach einem neuen Ohrwurm-Beitrag nachgeben. Wer will sich schließlich ewig bitten lassen. 😉

Ob es nun die Hurrikan-geplagten Leute in Amerika sind, die wegen „Harvey“ und „Irma“ ihr Obdach verloren haben – während Präsident Trump zeitgleich plant die Katastrophenhilfe zugunsten einer Steuersenkung für die Superreichen zu streichen – oder mein nostalgisches Ego, dass beginnt gegen den sich ausbreitenden egoistischen und despotischen Zeitgeist emotionale Antikörper zu bilden, als ich kürzlich über ABBAs „He Is Your Brother“ stolperte, hat es sofort „Klick“ gemacht.

Seitdem läuft der entsprechende 1977er Live-Auftritt in Australien aus ABBA – der Film – wie eben sonst auch immer – in Dauerschleife in meinem Kopfhörer.

Der Wikipedia-Eintrag zum Song stellt wenig überraschend fest:

Der Liedtext setzt am gleichen Thema an […], dem Wunsch nach einem friedlichen Miteinander.

Ein richtige Erklärung für den „Klick“ habe ich bis jetzt noch nicht gefunden.

Eventuell leidet mein Körper ja gerade an einer Art „Nächstenliebemangel“ und gibt mir durch die Songwahl unterbewusst irgend etwas zu verstehen. Man kennt das ja von Vitaminmangel und damit einhergehenden Nahrungsmittelgelüsten. 😉

Smartwatch-Zusatzgedanken

Diese Zeilen sind ein kleiner Nachtrag zu meinen im April geäußerten Smartwatch-Gedanken. Gemäß WordPress-Statistik nach Aufrufen einer der eher uninteressanteren Beiträge. Da ich das Blog aber auch für mich selbst schreibe, soll es mich nicht davon abhalten, das Gesamtbild mit einem weiteren Puzzle-Teil zu vervollständigen.

armbanduhr-selbstaufzug-armbewegung

Wie ich seinerzeit schon geschrieben habe, ist das Thema Akkulaufzeit in meinen Augen der entscheidende Faktor. Eine Armbanduhr, die ich spätestens alle zwei Tage zum Aufladen abnehmen muss oder bei der ich ständig Gefahr laufe, dass ihr mitten am Tag die Puste ausgeht, ist in Sachen Benutzerfreundlichkeit eine absolute Fehlentwicklung und käme mir nicht an mein Handgelenk.

Auch die sich selbst aufziehenden Automatikuhren vergangener Tage hatte ich erwähnt und was soll ich euch sagen — Potzblitz, stoße ich vor ein paar Wochen im heise-Newsticker doch tatsächlich auf die Meldung der Sequent Smartwatch mit eingebautem Mikro-Generator von Kinetron.

Besagtes Mikro-Generator-System generiert mit Hilfe eines pendelnden Gewichts aus der Armbewegung des Trägers Strom, der in einem Akku in der Uhr gespeichert wird. Genau so hatte ich mir das in meinen wildesten Träumen vorgestellt.

Meine nächsten Frage wäre jetzt:

  • Wie viel Energie produziert so ein Generator in einer üblich großen Armbanduhr und reicht das für den gelegentlichen Betrieb eines (ePaper-)Displays?
  • Können bei entsprechendem Energiebedarf mehrere Generatoren in eine Uhr eingebaut werden, die alle durch das gleiche Pendelgewicht angetrieben werden?
  • Reicht das Energiebudget für die ursprünglich erwähnten Einsatzzwecke, wenn man auf Aspekte wie Fitnessarmband (Schrittzähler, Herzrhythmus, …), Smartphone-Kopplung, … verzichtet?
  • Kann so ein Mikro-Generator auch durch manuelles Aufziehen an der Krone Energie erzeugen, wenn mal Not am Mann/an der Frau ist?

Ts, ts! Fragen über Fragen.

Apropos, nachdem mein derzeitiger Radiowecker scheinbar durch einen Defekt im Lautstärkeregler Radiomusik entweder nur„ultraschall-leise“ oder „herzstillstandauslösend-laut“ abspielt, habe ich mir mal einen Überblick über das aktuelle Marktangebot gemacht und bin relativ enttäuscht. Nichts auch nur annähernd Brauchbares, das mich per Radio oder wahlweise MP3 wecken kann.

Das brachte mich auf die naive Idee, ob man da nicht etwas aus einem Raspberry Pi Zero und einem LED Matrix-Display zaubern könnte. Und warum erzähle ich das alles?

Na, weil das ein weiterer Einsatzzweck für meine imaginäre Smartwatch wäre. Eine (Bluetooth-)Kopplung mit dem Open Source-Radiowecker, der bei Alarm zusätzlich die Uhr am Handgelenk vibrieren ließe. Selbstverständlich könnte ich mit dieser auch die Schlummertaste betätigen, ohne meine Hand unter der wohlig-warmen Bettdecke hervorstrecken zu müssen.

Wie schon erwähnt eben nicht nur faul, sondern „SnugWOW-Faul“ 😉

Alex Jones & Paul-Gebrüder

Als ich letztens den Beitrag von John Oliver über den Infowars Chef-Verschwörungstheoretiker Alex Jones gesehen habe, fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Augen.

It’s all about the merch(andise), baby! 😉

Die ganze Kiste ist nur eine mentale Kaffeefahrt, um überteuerten Krimskrams an merkbefreite Placebopatrioten zu verticken.

Seit dieser Erkenntnis sehe ich einige der von unserer Jugend so verehrten Trending-YouTube-Egomanen in einem völlig neuen Licht.

Wenn man bei diesen Paul-Brüdern (Logan & Jake) beispielsweise die Vlogging-Fassade wegnimmt, sind beide nur Merchandise-Artikel verkaufende Kleiderpuppen mit der Moral eines stereotypen Gebrauchtwagen-Händlers.

Mal abgesehen vom jeweiligen Produktsortiment sind diese Paul-Brüder und Alex Jones also in meinen Augen unter dem Strich ein und die selbe Person. Der Rest ist Marketing.

Kloraumwunder

Als jemand, der bei allem rund um das Thema „Tiny House Movement“ keinem Klick widerstehen kann, bin ich letztens auf den YouTube-Kanal Living big in a tiny house von Bryce Langston gestoßen.

In der Folge über eine kleine 8m²-Wohnung in Tokyo ist mir dabei ein kleines, neckisches Toilettenraumwunder aufgefallen, das es mir angetan hat.

tokyo-8m2-toilette

8m² Wohnung in Tokio (Living Big In A Tiny House)

Das verschiebbare Waschbecken mit integriertem Klorollenhalter ist eine so simple wie geniale Idee. Bin immer noch hin und weg. 😀

Das alleine wäre aber vielleicht noch nicht genug Grund für einen Beitrag, oder doch?

Mein eigentlicher Mitteilungsdrang rührt von dem Geistesblitz her, den ich augenblicklich beim Betrachten dieses Klappklos bekommen habe – es kommt gleich! – eine dritte Ausbaustufe in Form eines Stehurinals für Männer.

Das wegklappende Waschbecken würde dabei den Blick auf ein praktisches Porzellanstehurinalbecken freigeben, dessen Abfluss in die darunterliegende Toilette verläuft. Plant man dann doch ein größeres Geschäft, schiebt man auch das Urinal zur Seite, welches unter dem Waschbecken verschwindet und wiederum Zugriff auf den Toilettenpapierhalter sowie den obligatorischen Zeitungsständer freigibt.

Wäre damit das „Toilettenbrillenherunterklappproblem“ nicht gelöst? Könnten wir Männer damit nicht endlich unbeschwert im eigenen Haus im Stehen pinkeln?

Interessierte Sanitärbedarfshersteller können meine Kontonummer zwecks Ideenerwerb gerne per E-Mail erfragen. Ich bin dann schon mal beim Zählen und Ausgeben meiner imaginären Millionen. Man sieht sich. 😉

Demokratie

Erdogan, Putin, Maduro, Duterte, Orbán, Kaczyński, … wo man auch hinsieht, scheint die Demokratie auf dem Rückzug zu sein. Gerade deswegen will ich heute als Sommerlektüre bzw. Videoempfehlung die phoenix-Dokumentation „Mensch.Macht.Demokratie“ empfehlen, die ich am Sonntag auf dem gleichnamigen Sender als Wiederholung gesehen habe.

Da ich das gute Stück weder in den Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender noch im Sendearchiv auf deren Website gefunden habe, muss ein YouTube-Video ausreichen, dass hoffentlich lange genug online bleibt.

Wenn ihr mich fragt, absolut sehenswert, inspirierend und keinesfalls verschwendete 74 Minuten Lebenszeit. Fragt sich nur noch, wer das Konzept Donald Trump so erklärt, dass es in seine angeblich vierminütige Aufmerksamkeitsspanne passt. #Healther

Wortschatz #10

Anthony „The Mooch“ Scaramucci ist zwar schon seit einer Woche Geschichte, aber dennoch war der Spiegel-Artikel in dieser Angelegenheit wieder mal ein Quell bildungssprachlicher Vokabeln, der mich, wie so oft in diesen Situationen, auf eine wilde Online-Recherche in Richtung Duden und Wiktionary geschickt hat.

Der erste Kracher findet sich in dem Satz:

Dann die erfrischend vulgären Pejorativa, …

Das führende „vulgär“ lässt neugierig aufhorchen. Erstaunlicherweise war Wiktionary recht ahnungslos, aber der Duden wies mit dem Suchergebnis Pe­jo­ra­ti­vum zumindest schon mal in die korrekte Richtung. Dessen Erklärung verweist in der Bedeutungsübersicht mit „pejoratives Wort“ auf das Adjektiv. Mit diesem wusste dann auch Wiktionary wieder etwas anzufangen.

pejorativ:

  • [1] abwertend hinsichtlich der (eigenen) Sprache, eines Wortes oder einer Redewendung

Beim zweiten Wort hatte ich zwar zunächst einen leichten Anflug von Déjà-vu, der sich dann aber doch als vollwertige Ahnungslosigkeit entpuppte:

Sein doch nicht klandestines Abendessen mit Trump, …

klandestin:

  • [1] veraltet: unbeobachtet, im Verborgenen befindlich, geheim gehalten

In manch klandestinen Momenten frage ich mich gelegentlich, ob mein soziales Umfeld pejorative Bemerkungen über die Lücken in meinem bildungssprachlichen Wortschatz macht. Andererseits wär das nich gerade mega und voll low von meinen Homies. 😉