Epischerer Saxofon-Kerl?

Wenn ich für den „Epic Sax Guy“ mit meinem Beitrag letztes Jahr sehr spät dran war, kann man mit Fug und Recht sagen, dass dieser hier, wenn der Eurovision Song Contest 2017 auch schon wieder mehr als eine Woche her ist, gerade erst gestern war. 😉

Wie schon 2010 ist dieses Mal wieder das „Sunstroke Project“ für die Republik Moldau an den Start gegangen und getreu dem Motto „Never change a running system“ – das passendere „Never change a winning team“ hätte wenigstens einen ESC-Sieg vorausgesetzt – ist auch wieder das fleischgewordene Meme in Gestalt des „Epic Sax Guy“ mit von der Partie.

Da nicht nur das gemeine Pokémon der Evolution unterworfen ist, hat es sich das Netz nicht nehmen lassen, dem altbekannten Saxofon-Kerl eine neue Evolutionsstufe anzudienen. Fürderhin sei unser Blechbläser also bekannt unter seinem neuen Namen „Ultra Sax Guy.“

Was jetzt noch fehlt und der eigentliche Grund für diese Zeilen ist, ist der epochale, neue Remix, der für unbestimmte Zeit als Dauerbeschallung in meinem Kopfhörer laufen soll. Da sieht es nämlich derzeit noch schlecht aus.

Alles was ich bisher auf Soundcloud und YouTube entdeckt habe, hört sich lieblos zusammengeschnitten an. Es braucht wohl doch länger als eine Woche um aus ein paar Samples und Loops einen ansprechenden Song zu stricken. 😀

Ähnliche Beiträge:

Soziale Medien = Nikotin

Zur Aufrechterhaltung der ungebrochenen Dienstagsserie neu veröffentlichter Beiträge gibt es heute eine YouTube-Videoempfehlung. 😀

Die Rede ist vom aktuellen „New Rules“-Segment aus Bill Mahers HBO-Show „Real Time with Bill Maher“, in der er die sozialen Medien in unseren aufmerksamkeitsökonomischen Zeiten bzw. deren T-Shirt-tragenden Silicon-Valley-Oligarchen wie Mark Zuckerberg die Maske des „Weltverbesserers“ vom Gesicht reißt und sie mit Tabakfarmern gleichsetzt.

Während letztere an unsere Jugend noch Nikotin vertickt haben, ist es heute das körpereigene Dopamin, dass beim Checken der Instagram-Likes für das soeben gepostete Bild des mittäglichen Tellers Suppe im Gehirn ausgeschüttet wird.

Hey, immerhin ist es pH-neutral und biologisch abbaubar. 😉

Und wer sich jetzt am Ende des Videos angesichts der gestiegenen Unfallzahlen amerikanischer Fußgänger als Deutscheuropäer angesichts des Mems des „dummen Amerikaners“ imaginär auf die Schultern klopft, dem sei gesagt, dass wir im „Vorsprung durch Technik“-Ingenieurswunderland sogar schon dabei sind, Bodenampeln zu installieren.

Die da oben!

Heute gibt es wieder mal eine „Longread“-Leseempfehlung und im Gegensatz zu früheren Beiträgen müsst ihr dafür nicht mal euer altes Schulenglisch abstauben. 🙂

Der Artikel Wer sind eigentlich „Die da oben“? von Meike Lobo ist zwar schon ein paar Wochen alt, aber immer noch voll umfänglich gültig und absolut lesenswert.

Protest-Demo

Nicht nur beschreibt der Artikel das Problem der oft bemühten, viel zitierten und schwammig definierten Elite, die im Volksmund stets als „die da oben“ bezeichnet wird, sondern versucht sich die Autorin im Gegensatz zu vielen anderen Artikeln auch an einem Lösungsvorschlag und ruft die Leser auf, sich mit Ideen, Kommentaren, Ergänzungen, … an der Konzeption für ein „Bürgerportal“ zu beteiligen, mit Hilfe dessen man mit vertretbarem Zeitaufwand und leicht verständlich aufbereitet herausfinden kann, wer „da oben“ ganz konkret an den eigenen Problemen schuld ist.

Mit diesen zugegeben wenigen und verkürzenden Zeilen, seid ihr jetzt herzlich eingeladen, ohne Umschweife auf den unteren Link zu klicken und euch selbst ein Bild zu machen. 😀

Böhmermann & Sullivan

Zwei Figuren reden über DeutschlandIm Rahmen der Germæntion-Reihe gibt es heute nicht nur eine, sondern gleich zwei Videoempfehlungen.

Die erste betrifft den Auftritt von Jan Böhmermann bei „Late Night with Seth Meyers“ in den USA.

Für alle, die sich in den Late-Night-Wars nicht auskennen, sei kurz erwähnt, das es sich dabei um die alte NBC-Show von David Letterman handelt, die immer direkt nach der berühmten „Tonight Show“ mit Johnny Carson lief.

Ich vermute, der eine oder andere von euch hat von dem Auftritt vielleicht nichts mitbekommen. Deswegen und weil Herr Böhmermann dem amerikanischen TV-Publikum natürlich auch tiefe Einblicke in die deutsche Seele vermittelt, ist das Video in dieser Kategorie gut aufgehoben.

Leute auf der Suche nach einer Fleißaufgabe können sich für weitere Einsichten zusätzlich auch den Backstage Chat-Podcast zwischen den beiden anhören. 😀

Der zweite Tipp betrifft den YouTube-Kanal von Conner Sullivan. Er ist Amerikaner aus Los Angeles, spielt zur Zeit American Football für die Stuttgart Scorpions und entdeckt Deutschland auf seine eigene Art und Weise.

Zu einiger Berühmtheit hat er es kürzlich durch seinen ersten Besuch in einem „richtigen“ 😉 Fussballstation gebracht. Das er sich dabei ausgerechnet das Lokalderby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC aussucht, völlig unbeleckt die billigste Eintrittskarte für das Stadion kauft und dann im Karlsruher Fanblock endet, sorgt für ein paar aufregende Szenen, die es schlußendlich bis in das Regionalprogramm des SWR geschafft haben.

Seitdem besucht er emsig ein Fußballspiel nach dem anderen. Dennoch würde ich empfehlen, vor allem einen Blick auf die älteren Videos zu werfen. 😀

Smartwatch-Gedanken

Die Vorstellung einer „Smartwatch“ hat mich eigentlich schon als Kind total fasziniert. Nicht, weil Michael Knight ständig in seine Armbanduhr gequatscht hat, sondern weil man diese immer dabei hat und nicht wie sein Smartphone versehentlich irgendwo liegen lassen kann. Außerdem hat man im Gegensatz zum Smartphone weiterhin seine Hände frei, um andere Dinge zu tun. Alltags-Minimal-Invasiv sozusagen.

Smartwatch mit Display

Genau das ist auch der Grund, warum die meisten, wenn nicht alle derzeitigen Smartwatches für meine Begriffe ein Reinfall sind. Eine Armbanduhr, die ich alle ein bis zwei Tage zum Aufladen abnehmen muss oder die ständig Gefahr läuft, mitten am Tag wegen leerem Akku auszufallen, verfehlt völlig den Sinn und Zweck.

Für mich sollte eine Armbanduhr mindestens ein halbes Jahr durchhalten können, bevor ich sie zum Aufladen abnehmen muss. Dabei bin ich noch großzügig. Besser wäre ein Jahr oder mehr. Sonst droht Smartwatches meiner Meinung nach langfristig das gleiche Schicksal wie dem 3D-Fernseher oder mit Vorbehalt auch der aktuellen VR-Technik, wenn diese den Benutzer mit Kabeln an ein Gerät fesseln möchte.

Das mag angesichts dessen, was ich weiter unten in diesem Beitrag schreibe, furchtbar naiv klingen, aber wenn man mit der aktuellen Technologie und Akkutechnik nicht hinkommt, muss man eben Mittel und Wege finden, wie die benötigte Energie in der Uhr oder am Körper generiert werden kann oder die Verbraucher in der Uhr soweit auf Energiesparsamkeit trimmen, dass ein kleineres Energiebudget ausreicht.

Energiegewinnung

Was ist nur aus den Automatikuhren geworden, die sich durch die eigene Armbewegung ständig aufgezogen haben? Könnte man das Konzept einer sich selbst aufziehenden Feder nicht irgendwie mit einer Art „Minidynamo“ kombinieren, der die Federenergie in elektrische Energie umwandelt und damit den Uhrenakku immer wieder auflädt? Forscher in der Schweiz experimentieren gerade damit, durch die Herzmuskelbewegungen eines Patienten seinen Schrittmacher anzutreiben. Wäre da der Sprung zur Smartwatch so weit?

Wenn der „Minidynamo“ dann schon in der Uhr drin ist, wieso sollte man nicht bei leerem Akku durch manuelles Drehen an der Uhrenkrone selbst Arbeit in Energie umwandeln können? Fünf Minuten an der Uhr gedreht und der Akku wäre wieder voll genug für den nächsten halben Tag?

Vielleicht kann man ja auch noch irgendwie eine kleine Solarzelle einbauen um zusätzlich auch das Sonnenlicht anzuzapfen? Keine Ahnung ob so etwas technisch umsetzbar wäre, aber ein Energiemix würde Sinn machen. 😀

Smartwatch fürs Smarthome

Wenn die Energie- bzw. Aufladeproblematik gelöst wäre, stellt sich die Frage, wofür die Smartwatch nutzen? Im Gegensatz zu der heutigen App-Spielerei, welche die Uhr nur zur Verlängerung des in der Hosentasche befindlichen Smartphones macht, entspringt mein Interesse an einer Smartwatch meiner exorbitanten Faulheit.

Und wir reden da nicht von der Art üblicher Faulheit im Vorbeigehen den Briefkasten auszuleeren, sondern von „SnugWow„-Dimensionen. 😉

Faulheit solcher Ausprägung, dass ich auf der Couch vor dem Fernseher liegend, lieber einen Katheter von meiner Blase bis ins Badezimmer legen lassen würde, als aufzustehen. Sollte jemals eine dieser Portalkanonen erfunden werden, würde ich damit wohl ganz profan und völlig unbeeindruckt mein Toilettenproblem lösen. 😉

Damit ohne Umschweife weiter zu den Wunschfeatures, die mir in den letzten Jahren in den Sinn gekommen sind.

Indoor-Positionsbestimmung

Meine Smartwatch ermittelt per Bluetooth-Beacon oder WLAN die Position in der Wohnung und bietet mir darauf basierend entsprechende Aktionen auf dem Touch-Display an.

Lichtsteuerung

Liege ich auf der Couch und habe vergessen in einem anderen Zimmer das Licht aus zu machen, genügt eine kleine Berührung und der leuchtende Störenfried erlischt. Tragen alle Mitbewohner eine Smartwatch, würde die Lampen in momentan nicht genutzten Räumen automatisch ausgeschaltet werden.

Anruferkennung

Klingelt das Festnetztelefon? Ein Blick auf die Uhr und schon weiß man, ob es sich lohnt aufzustehen. Ein kurzes Antippen leitet den Anrufer entweder auf den Anrufbeantworter um oder lehnt das Gespräch gleich ab.

IP-Kamerabild

Ein schmieriger Vertreter oder Zeuge Jehovas steht vor der Tür und stört durch Bestätigen der Türklingel das häusliche Idyll? Ein schneller Blick auf die Uhr und das Live-Videobild der IP-Kamera macht den Gang zum Türspion überflüssig.

Wenn eine kurze Berührung auf dem Display Auszüge aus dem berühmten „Angels With Filthy Souls“-Sample aus „Kevin allein zu Haus“ in der Gegensprechanlage abspielt, um den Eindringlich zu vertreiben, wäre das natürlich ein willkommener Bonus. 😉

Smarthome-Steuerung

Die Raumtemperatur ist zu hoch oder niedrig? Meine Smartwatch steuert natürlich auch die smarten Heizkörperthermostate. Gleiches gilt für die Fenster und Türkontakte. Hoffentlich kann man in naher Zukunft Fenster und Türen auch gleich elektronisch schließen.

Anwesenheitskontrolle

Wenn jeder Bewohner eine entsprechende Smartwatch trägt, erkennt die smarte Alarmanlage, dass niemand zu Hause ist und aktiviert sich von selbst. Auch in diesem Szenario werden alle Fenster und Türkontakte geprüft und Fenster und Türen gegebenenfalls geschlossen. Bei smarten Türschlössern könnte auch gleich ganz abgeschlossen werden.

Sprachsteuerung

Zum Schluß sei nochmal die Sprachsteuerung à la „Michael Knight“ erwähnt. Prinzipiell hätte ich nichts gegen eine Sprachsteuerung einzuwenden. Sie müsste allerdings ohne Cloudanbindung funktionieren.

Wieso muss bei Systemen wie Microsofts Cortana, Amazons Alexa oder Apples Siri jeder Sprachfetzen auf irgend welche US-Cloudserver übertragen werden, wenn mein uraltes Siemens-Mobiltelefon schon eine Sprachwahl hatte?

Fazit

Soviel Gehirndurchfall von mir heute zu dem Thema. Da mir diese Ideen bzw. Gedanken bei jeder Faulheit-bietenden Gelegenheit durch den Kopf gehen, habe ich mir gedacht, warum nicht mal einen Beitrag darüber verfassen.

Wem weitere Einsatzgebiete oder Ideen zu meiner „Smartwatch“ einfallen oder nur seinem Ekel ob der widerwärtig zur Schau gestellten Faulheit Ausdruck verleihen möchte, ist eingeladen, dies in den Kommentaren unter diesem Beitrag zu tun.

Ich freue mich über jede Stimme oder Hinweis auf entsprechende Kickstarterprojekte. 😀

Beitragsausfall #2

Reden wir nicht lange darum herum. Der Beitrag für diese Woche entfällt der Osterfeiertage bedingt aus. Hinzu kommt die maßlose Enttäuschung über den nicht gewonnenen Eurojackpot. Was hat sich die Glücksgöttin bloß dabei gedacht? Das hat man davon, wenn man Atheist ist. Mist! 😉

Osterei mit defektem Kleeblatt

Auch dieses Jahr hatte ich übrigens wieder kein Glück in Sachen gefüllte Schoko-Ostereier. Bei all den Bekannten und Verwandten, die inzwischen in ebenso nostalgischen Gefühlen und Erinnerungen schweben wie ich, könnte sich inzwischen wohl jemand eine goldene Nase damit verdienen.

Wenn Ockhams Rasiermesser nicht dagegen sprechen würde, wäre ich schon lange davon überzeugt, dass sich hier verschiedene Süßwarenhersteller zu einem Kartell verschworen haben, um durch extreme Verknappung den Preis für diese Leckerei in ungeahnte Höhen zu treiben. 😉

Wenn das so weitergeht, kann ich in 20 Jahren vielleicht für ein Jahresgehalt mal wieder eines dieser Eier käuflich erwerben.

 

EuroJackpot statt alter Trott

Nach einer unglaublich faulen Woche gepaart mit der sonst üblichen Ideenlosigkeit bin ich wieder mal in der Verlegenheit, dass ich kein Jota an Information in Form eines Beitrags veröffentlichen kann. Schämen sollte ich mich.

Da ich allerdings aufgrund des außergewöhnlich hohen EuroJackpots von 86 Millionen Euro nach langer Zeit mal wieder einen Lottoschein ausgefüllt und mir zuvor tagelang das Hirn über die gewinnbringende Zahlenkombination zermartert habe, ist mir der Gewinn praktisch schon so gut wie sicher. Einen Beitragsausfall kann ich mir also dank der am Freitag eintrudelnden Millionen locker leisten. :mrgreen:

Lottoschein & Kugelschreiber

Ich habe vorsorglich auch schon in ausgesprochen rüder Art alle Kontakte zu Freunden und Verwandten abgebrochen. Soziale Kontakte und menschliche Wärme werden sowieso total überbewertet. Was einige von ihnen wohl am Telefon mit „Leute, die man auf dem Weg nach unten wieder trifft“ gemeint haben? Vielleicht hätte ich den einen oder anderen doch ausreden lassen, statt sie unvermittelt aus der Leitung zu drücken.

Was kann schon schief gehen. Sollte die Lottogesellschaft es wider Erwarten doch wagen, andere Zahlen als die Meinigen zu ziehen, werde ich das Ganze als „soziales Experiment“ bezeichnen. Wenn das junge Volk unter diesem Modewort tagtäglich auf YouTube Mitmenschen nicht nur sprichwörtlich foltert, kann das schließlich nicht von Grund auf falsch sein.