Justin & seine Gefühle

Kopfhöher um Gehirn mit OhrwurmWer meine letzten beiden Ohrwurm-/ Kopfhörerdauerschleifen-Beiträge gelesen hat, könnte den Eindruck gewinnen, ich würde nur noch elektronische Techno-/Dubstep-/House-Musik hören. Dem ist natürlich nicht so.

Als jemand der immer recht spät oder als letzter auf einen Trend oder neuen Song anspringt, muss ich gestehen, dass mein aktueller Ohrwurm Justin Timberlakes „Can’t stop the feeling!“ ist.

Zugegebenermaßen nicht gerade die abwechslungsreichsten Lyrics und auch das Video selbst erinnert doch verdammt stark an „Happy“ von Pharrell Williams, aber der Song funktioniert. Auch wenn ich den Animationsfilm Trolls, dem er offenbar entspringt, noch gar nicht gesehen habe.

Echt eingängig und veranlasst meinen erblassten, haltungsgestörten Nerdkörper zu unansehnlichen, rhythmischen Verrenkungen, wenn er da so mit Kopfhörern vor dem Rechner sitzt. 😉

Wer hätte gedacht, dass ich mal ohne unerbittliche Folter gestehe, einen Justin Timberlake-Song gehört zu haben. Ich jedenfalls nicht.

Mit den Worten von Cosmo Kramer „Look away – I’m hideous“. Hahaha.

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Selbstoptimierung

Heute habe ich wieder mal eine Leseempfehlung für euch. Ich bin auf den „Longread“, was in der heutigen Zeit kurzer Aufmerksamkeitsspannen für einen längeren Beitrag oder Zeitungsartikel steht, über das Blog von Rachel (Happiness Engineer bei Automattic) gestoßen.

Der Artikel im Guardian trägt den Titel „Why time management is ruining our lives“ und beschäftigt sich kritisch mit dem Phänomen des Zeitmanagements bzw. der eigenen Produktivitätssteigerung.

Panik Emoticon

Leider ist der Artikel, wie so oft bei meinen Leseempfehlungen, in Englisch verfasst. Ich hoffe, das tut dem Erkenntnisgewinn keinen Abbruch.

Mir begegnen in den letzten Jahren immer öfter diese Selbstoptimierer-Tipps mit Schlagworten wie Inbox Zero, Getting Things Done (GTD), Kanban, und was es da sonst noch so alles geben mag.

Ein Erkenntnisgewinn in dem Artikel ist, dass all diese neuartigen Methoden trotzdem nicht dazu führen, dass die durch die Optimierung frei werdende Zeit für Freizeit und Entspannung zur Verfügung steht, sondern nur mit mehr Arbeit gefüllt wird.

Vielleicht ist dies der richtige Moment, um unseren SupermarktkassiererInnen wieder die Zeit zu geben, bis der abkassierte Kunde seine Waren eingepackt hat. 😉

Zeittöter – Crush the Tower

feature-icon-gamesAls Füller – nicht das Schreibgerät – heute mal wieder ein Beitrag aus meiner Sammlung kleiner Zeitfresser auch bekannt als Flash-Browserspiele.

Während „Dicewars“ aus dem letzten Beitrag bei mir eher in ruhigeren Stunden Gefallen findet, soll es auch Zeiten geben, in denen die Cursor-Tasten meiner Tastatur gefährlich dazu neigen Spinnweben und Staub anzusetzen bzw. einzurosten. 😉

Um dem vorzubeugen, bleibe ich dann hin und wieder bei Crush the Tower hängen.

Screenshot „Crush the Tower“

Browserspiel Crush the Tower

Nach ein paar beherzten Runden, in denen ich unter Aufbringung allen Sportsgeistes angestrengt versuche, in möglichst wenigen Durchgängen die erste Prinzessin zu retten, erinnert mich die brennende Unterarm- und Handmuskulatur zuverlässig daran, wann es Zeit ist, mit der Aufgabe fortzufahren, die ich vor Spielantritt unter heftiger Zwiesprache mit meinem inneren Schweinehund wieder mal erfolgreich prokrastiniert habe.

Wer jetzt ebenfalls Lust bekommen hat, es auszuprobieren, kann ja mal in den Kommentaren genau beschreiben, welche Muskelgruppe bei euch zu erst das Brennen angefangen hat.

Versprecht mir aber aufzuhören, bevor ihr ein RSI-Syndrom entwickelt. Nicht das ich da Klagen höre.

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Sein Magen rebellierte bei diesem Anblick …

So würde die reißerische Schlagzeile auf der deutschen Startseite von Yahoo.com wohl lauten, wenn sie darüber berichten würde, wie ich angesichts des unverfroren zur Schau gestellten Clickbaitingim Strahl gekotzt“ habe. 😉

Bei der Abmeldung aus meinem Yahoo E-Mailkonto komme ich jedes Mal in die Verlegenheit, einen Blick auf dieses journalistische Meisterwerk zu werfen. Deshalb habe ich mich letztens spontan dazu entschieden, Verachtung und Ärger in künsterlische Bahnen zu lenken und einen meiner seltenen Cartoons zu erstellen.

Genauer nach einem Sinn analysieren sollte man ihn wohl nicht. Ich hoffe dennoch er gefällt euch und bringt vielleicht den einen oder anderen zum Schmunzeln oder Lachen. Wahlweise würde ich mich aber auch damit zufrieden geben, dass ihr den Leuten bei Yahoo durch ausbleibende Seitenaufrufe vermittelt, wie widerwärtig diese Art der Klickgenerierung ist.

Cartoon Clickbaiting

Creative Commons License
Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.

Ursprünglich hatte ich noch eine andere Pointe im Sinn, die da lautete

Die deutsche Yahoo! Nachrichtenredaktion steht auf „oben ohne

Natürlich in Anspielung auf die nackten Brüste, die man in der Regel in Presseerzeugnissen ähnlicher Machart auf Seite 3 findet. Der Cartoon hätte in dem Fall einen dieser emsigen Nachrichtenredakteure bei der Arbeit vor seinem Bildschirm gezeigt, während der Anblick des nach oben offenen Kopfes ganz klar belegt, das hier ein Gehirn und das damit einhergehende Moralzentrum fehlt.

Die talentierteren Zeichner unter euch sind gern eingeladen, den entsprechenden Cartoon nachzureichen. 😀

Wie haben Redebedarf 🇩🇪🇬🇧🍵🍕💩

Zwei Figuren reden über DeutschlandIn Sachen Germæntion möchte ich euch diesmal auf eine neue Satire-Videokolumne von bento.de aufmerksam machen. In dieser arbeitet sich die Waliserin Elena Cresci humoristisch an unseren Eigenheiten ab. Wieder ordentlich Stoff, um etwas über den „Deutschen“ in uns zu lernen.

Die Kolumne unter dem Namen „Germany, we need to talk!“ umfasst zu diesem Zeitpunkt zwei Folgen. Sofern weitere erscheinen, werde ich die Liste hier unten entsprechend ergänzen. 🙂

In der ersten Folge geht es um unsere Teeobsession bzw. im speziellen um die Qualität unseres „schwarzen Tees“, der, so hat es den Anschein, britische Gaumen beleidigt.

Schwarzer Tee mit Milch

Gefragt nach einem guten schwarzen Tee, hat sich die „Anklägerin“ aber bisher geweigert, eine Empfehlung auszusprechen. 😉

Aus den Kommentaren schließe ich, dass Yorkshire Tea die Antwort ist. Wo man diesen in Deutschland kostengünstig beziehen kann, bleibt aber weiter ein Rätsel. Zudem hat sie es für die maximale Kontroverse vermieden, sich als „Miffy“ (milk first) oder „Tiffy“ (tea first) zu outen.

Was ich allerdings herausfinden konnte ist, dass guter englischer Tee gemäß einem populären Meme die Farbe von He-Man haben muss.

Meme Tee & He-Man

In der unlängst erschienenen zweiten Folge geht es nun um unsere fantasielose und wenig ausgeprägte Art des Fluchens. Trotz umfangreichem Vokabular beschränken wir uns offenbar meist auf die Worte „Scheiße“ und das mittlerweile eingebürgerte „Fuck“. Wobei ich mich, wie bereits bekannt und des öfteren erwähnt, für den Erhalt der guten, alten „Arschgeige“ stark mache.

Apropos fluchen – wie so oft am Ende dieser Germæntion-Beiträge, hat auch diesmal wieder Henning Wehn das letzte Wort und die Begründung parat, warum wir Deutschen weniger fluchen als gewisse Inselbewohner. 😉

… and in Germany we don’t swear at all. Reason being – things work!

Wer hätte gedacht, dass der selbe Ingenieursgeist, welcher dafür sorgt, dass die Klimaanlagen im ICE jeden Sommer ausfallen uns auch zu besseren, weniger fluchenden Menschen macht. 😀

Dass das Akronym unseres Schnellzuges dem englische „ice“ entspricht – was wie bekannt übersetzt zum deutschen „Eis“ wird – und man im Sommer wegen der Klimaanlage als Passagier dennoch einen qualvollen Hitzetod sterben kann, finde ich nicht nur zum Schreien komisch, sondern ist der letzte Beweis, dass auch deutsche Ingenieure einen Sinn für Humor haben. Von wegen also … you have absolutely no sense of humour!

Nachtrag ( 10.1.2017 ):

Folge #3 in der Liste der Folgen ergänzt

Nachtrag ( 12.3.2017 ):

Folge #4, #5 und #6 ergänzt.

Elena Cresci ist nach London zurückgezogen, weshalb die neuen Folgen überraschenderweise ein Loblied auf einige deutsche Eigenarten geworden sind. Da kann man wohl nur noch sagen: „Eine von uns! Eine von uns!“ 😉

Beitragsausfall

Dieser Beitrag soll euch darüber informieren, dass feiertagsbedingt der sonst übliche Beitrag entfällt und durch diesen Beitragsausfall verkündenden Beitrag ersetzt wird.

Ironischerweise veröffentliche ich mit diesem Beitragsausfall-Beitrag wiederum einen Beitrag, was im Umkehrschluss ja wieder heißt, der Dienstagsbeitrag ist dann doch nicht ausgefallen – „Hör auf so oft Beitrag zu sagen“.

brain_xmas_2008

Ich hoffe, ihr habt alle frohe und stressfreie Feiertage verlebt und der/die politisch unkorrekte „Dicki“ konnte das Weihnachtsgedicht aufsagen. 😉

Altersbedingtes Déjà-vu

Als ich letztens bei einer TV-Sendung hängen geblieben bin, in der ein Metzger interviewt wurde und dem aufgrund seiner Körperfülle augenzwinkernd die Frage gestellt wurde, wie gern und oft er seine eigenen Produkte konsumiert, ist mir schlagartig aufgefallen, wie sich Déjà vu-Erlebnisse in den letzten Jahren bei mir zu häufen scheinen.

Déjà-vu

Ich merke das daran, dass ich mir immer häufiger die letzten fünf Minuten Lebenszeit zurückwünsche, wenn sich eine Handlung oder Situation in einer Weise entwickelt, dass sich über deren leider vorhersehbaren Ausgang aufgrund fortgeschrittener TV-Erfahrung Enttäuschung breit macht. In extrem entnervten Gemütszuständen neige ich inzwischen sogar dazu, dem Fernseher bzw. imaginären Sendungsverantwortlichen ein lautstarkes und verächtliches „Und wieder fünf Minuten Lebenszeit, die mir keiner zurückbringt“ entgegenzuschleudern.

Das soziale Umfeld reagiert erwartungsgemäß nicht sehr positiv, wenn es ob der verschwendeten Sendeminuten unerwartet aus mir herausbricht. Eine andere Lösung als das Fernsehen komplett einzustellen ist mir bisher nicht eingefallen. 😉

Ich erwäge allerdings ernsthaft, mit einer Materialsammlung zu beginnen und mir dafür eine Kategorie auszudenken, unter der ich solche Lebenszeitfresser veröffentlichen kann. Ihr habt nicht zufällig eine Idee?

Könnte man ja auch mit einem Award für Fantasie- & Einfallslosigkeit garnieren. Wie wäre es z.B. mit der „goldenen Schüssel Einheitsbrei“?

Anfangen würde ich wie gesagt mit dem korpulenten, wohlstandsbäuchigen Metzger, dem man die latenten Bluthochdruckprobleme an den rosigen Wangen und dem hochroten Kopf förmlich ansehen kann und dessen Interviews oder Gesprächsbeiträge stets mit der Erkenntnis enden, dass ihm oder ihr die eigene Wurst einfach „zuuu guuuuut“ schmecken würde.

Zu meiner Überraschung wurde im bewussten Metzgerbeitrag übrigens weder ein Cutter noch Autoklav erwähnt. Zumindest das ist mir also erspart geblieben. #Silberstreif

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