Zeittöter – Railway Valley 2

feature-icon-gamesHier kommt im Rahmen meiner bekannten Beitragreihe zu Browserspielen ein weiterer Kandidat in Sachen sinnloser Zeitvernichtung.

Im Gegensatz zu Spielen auf früheren Beiträgen wie „GIRP“ und „Crush the Tower“ geht es bei dem heutigen Vorschlag etwas ruhiger zu. Die Rede ist von Railway Valley 2.

Wie der Name vielleicht schon verrät, geht es hier um das Verlegen eines ansehnlichen Gleissystems, um die verschiedenen, abfahrenden Züge in die farblich korrekten Zielbahnhöfe zu bugsieren. Dabei sollte es nach Möglichkeit nicht zu Zusammenstößen kommen.

Screenshot „Railway Valley 2“

Browserspiel Railway Valley 2

Auch wenn ich das Spiel schon vor etlichen Jahren durchgespielt habe, ist das doch einer dieser Klassiker, zu dem ich komischerweise immer wieder zurückkehre.

Nicht nur, dass die im Spielverlauf mehr werdenden Bahnhöfe und Weichen es zu einer Herausforderung machen, jeden Bahnhof untereinander effizient zu verbinden und Zusammenstöße zu vermeiden, kann man sich mit Bonuszügen oder selbst auferlegten Spielzielen das Leben so richtig schön schwer machen.

Ich nehme mir z.B. immer vor, die Gleise so zu verlegen, dass ich keine Bäume oder Gebäude abreißen muss. Außerdem vermeide ich natürlich nach Möglichkeit, teure Brücken über die Seen zu bauen, um so wenig Geld wie möglich auszugeben.

Wem das Verlegen eigener Gleise zu aufwendig oder mühsam ist, kann sein Glück auch gerne bei dem Ableger „Railway Valley Missions“ versuchen. Dort sind die Gleise schon verlegt und man muss lediglich die korrekten Weichen stellen. Das hört sich allerdings leichter an als es ist.

Zeittöter – GIRP

feature-icon-gamesIch kann gar nicht glauben, dass ich in der noch recht jungen Beitragsreihe über meine heiß geliebten Zeitfresser bzw. Vernichter ansonsten produktiver Lebenszeit – auch bekannt als Flash-Browserspiele – noch nicht über einen meiner absoluten Langzeitfavoriten geschrieben habe.

Die Rede ist von Bennett Foddys GIRP.

Während sich „Crush the Tower“ aus dem letzten Beitrag vor allem durch die wiederholten Tastenanschläge der Rechts- und Links-Pfeiltaste für Schmerzen im Handbereich verantwortlich zeichnet, sind es bei „GIRP“ viel mehr die akrobatischen Fingermanöver zur räumlichen Überbrückung der gleichzeitig zu drückenden Tasten, die einem nach einem erfolgreichen Aufstieg das selbst-trügerische Gefühl geben, tatsächlich etwas geleistet zu haben. 😉

Screenshot „GIRP“

Browserspiel GIRP

Ansonsten will ich euch nicht allzu viel über das Spiel verraten.

Erwähnen muss ich aber wohl, dass ihr im Lauf des Aufstiegs einer Möwe begegnet und in seltenen Fällen einige Testpersonen der Kontrollgruppe einen unerklärbaren und irrationalen Hass auf dieses ansonsten unschuldige Tier entwickelt haben.
Nicht ich selbstverständlich!

Abschließend möchte ich noch auf das Päckchens hinweisen, das als Belohnung für den Aufstieg am Gipfel zurückgelassen wurde und zur Vermeidung einer unangenehmen Überraschung möglichst rasch in Beschlag genommen werden sollte.

Fun fact: Der DHL-Paketbote, der das Päckchen ursprünglich wetterfest oben platzieren sollte, hat selbiges, nach mehrmaligem erfolglosen Betätigen von dem was er für eine Klingel hielt, am Fuß des Berges zurückgelassen und lediglich per Felsnagel einen Zettel über eine „Ersatzzustellung beim Nachbarn“ ans Felsmassiv angeschlagen. Leute gibt es! 😉

Männergrippe

Wieso muss ich mir als jemand, der sich nach Tagen auszehrender, Ebola-ähnlicher 😉 Grippesymptome endlich wieder den Weg zurück ins Licht und das Leben gekämpft hat, ständig diese augenzwinklerischen Artikel und Videos über die „Männergrippe“ lesen und ansehen?

Grippe-Virus

Warum muss ich mir nach wie vor das Gerede entnervter und belustigter Frauen anhören, die an Grippe erkrankt noch ihre drei Kinder einkleiden und satt bekommen, nebenbei ein multinationales Unternehmen leiten, abends drei Stunden schwerer Feldarbeit ableisten und schlussendlich am gesamten familiären Fuhrpark noch als krönenden Abschluss die Winterreifen aufziehen?

Offenbaren doch die ebenfalls zur typischen Grippewellenzeit erscheinenden Artikel und Videos der Gegenseite, dass an dem Phänomen „Männergrippe“ bedingt durch die genetische Disposition und unterschiedlich starker Immunsysteme bei Mann und Frau durchaus etwas dran sein könnte.

Wie können Frauen uns ob unserer Unfähigkeit Kinder zu gebären stets mangelndes Einfühlungsvermögen in Sachen Geburtsschmerzen vorwerfen, dann aber so wenig Empathie an den Tag legen, uns Männer zu jeder neuen Grippesaison in Funk und Fernsehen als jammernde Memmen abzustempeln. Wenn da mal nicht wieder mit zweierlei Maß gemessen wird. 😉

Aber lassen wir das Thema. Der ursprüngliche Grund für den Beitrag ist die schon in einem früheren Beitrag erwähnte Frustration über „verlorene Lebenszeit“ angesichts der alljährlichen Beiträge, Artikel, Videos, Kommentare, … über jammernde Grippemänner, belustigte Frauen und gut gemeinter Gegenbeiträge, die wissenschaftlich eine Lanze für das männliche (schwache) Geschlecht brechen wollen. Ist hiermit alles für den „goldenen Einheitsbrei“ nominiert.

Schließlich – wer hätte es gedacht – steht schon in einer der Erstausgaben der Bauernregeln aus dem Jahre 1681:

Ist’s Männergeschlecht bei Grippe voll Jammer und unzufrieden,
liegt’s an der genetischen Disposition und Immunsystemunterschieden.

Ähnliche Beiträge:

Zeittöter – Crush the Tower

feature-icon-gamesAls Füller – nicht das Schreibgerät – heute mal wieder ein Beitrag aus meiner Sammlung kleiner Zeitfresser auch bekannt als Flash-Browserspiele.

Während „Dicewars“ aus dem letzten Beitrag bei mir eher in ruhigeren Stunden Gefallen findet, soll es auch Zeiten geben, in denen die Cursor-Tasten meiner Tastatur gefährlich dazu neigen Spinnweben und Staub anzusetzen bzw. einzurosten. 😉

Um dem vorzubeugen, bleibe ich dann hin und wieder bei Crush the Tower hängen.

Screenshot „Crush the Tower“

Browserspiel Crush the Tower

Nach ein paar beherzten Runden, in denen ich unter Aufbringung allen Sportsgeistes angestrengt versuche, in möglichst wenigen Durchgängen die erste Prinzessin zu retten, erinnert mich die brennende Unterarm- und Handmuskulatur zuverlässig daran, wann es Zeit ist, mit der Aufgabe fortzufahren, die ich vor Spielantritt unter heftiger Zwiesprache mit meinem inneren Schweinehund wieder mal erfolgreich prokrastiniert habe.

Wer jetzt ebenfalls Lust bekommen hat, es auszuprobieren, kann ja mal in den Kommentaren genau beschreiben, welche Muskelgruppe bei euch zu erst das Brennen angefangen hat.

Versprecht mir aber aufzuhören, bevor ihr ein RSI-Syndrom entwickelt. Nicht das ich da Klagen höre.

Ähnliche Beiträge:

Sein Magen rebellierte bei diesem Anblick …

So würde die reißerische Schlagzeile auf der deutschen Startseite von Yahoo.com wohl lauten, wenn sie darüber berichten würde, wie ich angesichts des unverfroren zur Schau gestellten Clickbaitingim Strahl gekotzt“ habe. 😉

Bei der Abmeldung aus meinem Yahoo E-Mailkonto komme ich jedes Mal in die Verlegenheit, einen Blick auf dieses journalistische Meisterwerk zu werfen. Deshalb habe ich mich letztens spontan dazu entschieden, Verachtung und Ärger in künsterlische Bahnen zu lenken und einen meiner seltenen Cartoons zu erstellen.

Genauer nach einem Sinn analysieren sollte man ihn wohl nicht. Ich hoffe dennoch er gefällt euch und bringt vielleicht den einen oder anderen zum Schmunzeln oder Lachen. Wahlweise würde ich mich aber auch damit zufrieden geben, dass ihr den Leuten bei Yahoo durch ausbleibende Seitenaufrufe vermittelt, wie widerwärtig diese Art der Klickgenerierung ist.

Cartoon Clickbaiting

Creative Commons License
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Ursprünglich hatte ich noch eine andere Pointe im Sinn, die da lautete

Die deutsche Yahoo! Nachrichtenredaktion steht auf „oben ohne

Natürlich in Anspielung auf die nackten Brüste, die man in der Regel in Presseerzeugnissen ähnlicher Machart auf Seite 3 findet. Der Cartoon hätte in dem Fall einen dieser emsigen Nachrichtenredakteure bei der Arbeit vor seinem Bildschirm gezeigt, während der Anblick des nach oben offenen Kopfes ganz klar belegt, das hier ein Gehirn und das damit einhergehende Moralzentrum fehlt.

Die talentierteren Zeichner unter euch sind gern eingeladen, den entsprechenden Cartoon nachzureichen. 😀

Zeittöter – Dicewars

feature-icon-gamesIn meinem andauernden Kampf gegen Ideenlosigkeit und Schreibblockade, habe ich mir wieder mal mein Kategorien-Widget in der Seitenleiste angesehen. Dabei ist mir der verwaiste „Games“-Eintrag aufgefallen, der bisher nur zwei Mal verwendet wurde.

Das brachte mich auf die Idee, einen Beitrag oder mit viel Glück sogar eine kleine Serie über die kurzweiligen Browser-Games zu schreiben, die ich heutzutage so spiele, wenn es gilt, sinnlos ein bisschen Zeit totzuschlagen oder vor sich hin zu prokrastinieren.

„Klein“ deswegen, weil ich in meinen jüngeren Tagen durchaus die eine oder andere Vollversion eines Spiels wie z.B. Diablo II oder Half Life erworben habe. Das waren aber noch die Zeiten als man tatsächlich noch einen physischen Datenträger erwarb und der Betrieb des Spiels keine stehende Leitung ins Internet verlangte.

Heutzutage erwirbt man mit dem Kaufpreis ja nur noch eine Spiellizenz auf einem Fremdserver und ist dem Hersteller auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Schaltet dieser den entsprechenden Server irgendwann ab, ist der erworbene Lizenzschlüssel keinen Pfifferling mehr wert. Eigentum ist sowas von gestern. 😉

Von den sogenannten DLCs, mit denen man in der Summe inzwischen das doppelte bis vierfache für ein Spiel zahlt, will ich gar nicht erst anfangen. Mir ist bis heute nicht begreiflich, wieso die Leute bei diesem perversen „Spiel“ mitmachen. Erinnert doch irgendwie stark an die Druckertintenmafia.

Aber genug von mir altem Sack, der von besseren Zeiten schwärmt und wutentbrannt seinen mentalen Gehstock drohgebärdend in Richtung der ins Smartphone vertieften Jugend schwingt. Thema sind ja meine Browserspiel-Favoriten.

Der Klassiker, um den es heute gehen soll ist Dicewars.

games-dicewars

Browserspiel Dicewars

Vom Prinzip her ein vereinfachtes Risiko. Ziel ist die Eroberung der Welt mit Hilfe der eigenen Würfel. Seit Jahren einer meiner gern gespielten Klassiker, wenn es darum geht, ein bisschen Zeit totzuschlagen.

Ich bin natürlich neugierig, wie das bei euch aussieht? Habt ihr auch einen Liebling unter den Browserspielchen? Irgend ein Ding, das vielleicht grafisch nicht viel her macht aber euch trotzdem seit Jahren fesselt? Gemeint sind explizit Spiele, die ihr schon seit Jahren immer wieder spielt.

Bin schon gespannt, ob ich in den Kommentaren etwas dazu höre.

Meine Mühn mi’m Akronym

Trotz einer gewissen Internetaffiniät habe ich auch heute noch enorme Schwierigkeiten mit einer Vielzahl der netztypischen Akronyme, die Leute gerne in ihren Chat-/WhatsApp-/Slack-Sitzungen verwenden. Mit ein Grund, wieso die Website Acronymfinder einen festen Platz in der Lesezeichenleiste meines Browsers hat.

Da ich einen Großteil der Kürzel nicht aktiv nutze, vergesse ich recht schnell wieder wofür sie stehen und muss deshalb jedes mal aufs Neue nachschlagen. Am frustrierendsten ist aber das Déjà-vu, wenn man einen Eintrag bereits zum x-ten Mal nachgeschlagen hat, aber dies erst dann merkt, wenn man das Suchergebnis wieder vor Augen hat.

Usericon mit Sprechblase FML

Vorgestern hatte ich zum ersten Mal den entgegengesetzten Fall. Ich habe ein Chatlog gelesen und bin unvermittelt auf die Abkürzung LMAO gestoßen. Statt der üblichen Verwirrung hätte ich als süddeutscher Nordbayer in dem Moment Stein und Bein geschworen, es steht für das in unserem Kulturkreis oft bemühte „Leckst mi am Oasch“.

Gemäß der lesenswerten Wikipedia-Seite sprechen wir hier vom sogenannten Schwäbischen Gruß. Wer hätte gedacht, dass das auf einen alten Nacktheits- und Abwehrzauber zurückgeht. 😂

Da LMAO im Original für „Laughing my ass off“ steht – also in etwa „Ich lach mit tot“ – das „Leck mich am Arsch“ aber gemäß Thaddäus Trolls Auslegung und meinem Verständnis eher für einen Ausdruck der Überraschung steht, war ich erneut verwirrt.

Werde wohl demnächst damit anfangen, mich lauthals über die unverständliche Jugend zu beschweren und von besseren Zeiten zu schwärmen. Wer könnte es mir in den Zeiten der Prä-Trump-Präsidentschaft schon verübeln. Scheint mir jedenfalls ein Bonus zu meinen mittlerweile üppig wachsenden Nasenhaaren zu sein, die mich immer öfter in der Nase kitzeln und mich damit in den Wahnsinn treiben.