Montag, 12 Mai 2008

Besucherandrang

Was für ein Tag der Samstag. Ein kleiner Link von Bestatter Tom aus dem Bestatterweblog, und schon steht die Welt Kopf.

Normalerweise verzichte ich ja auf so eine Nabelschau, aber wenn meinem kleinen Blog so etwas Außergewöhnliches wie die samstäglichen Ereignisse widerfährt, dann ist es doch eine kleine Randnotiz wert. ;)

Im Durchschnitt treiben sich (laut Bloggerei.de) zwischen 50 bis 70 Leute auf meinem Blog herum. Der Link des Bestatters hat am Samstag alle Grenzen gesprengt. Mit 1.620 Besuchern an einem Tag ist der alte Rekord von 674 Benutzern gestern förmlich vernichtet worden.


Auch auf der deutschen WordPress.com Indexseite de.wordpress.com prangten stundenlang zwei graue Gehirne. :D

Meine Statistik bei Bloggerei.de für dieses Monat kann ich damit auch vergessen. Bei diesem Ausschlag reduzieren sich die restlichen Tage nämlich auf einen kleinen Strich. ;)

Wenn die Leute von WordPress.com gestern nicht klargestellt hätten, dass der Ausfall von WordPress.com auf einen Stromausfall in einem der Datencenter zurückzuführen ist, hätte ich den Ausfall für mein Blog reklamiert. :lol:

Freitag, 9 Mai 2008

Berufsblogger

Der neueste Cartoon aus der beliebten Reihe:

Cartoons für Blog Toplisten Leser

Bis jetzt hat es diese Reihe nicht gegeben, was auch der Grund sein dürfte, warum sie bei so vielen Leute beliebt ist. :lol:

Creative Commons License
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Mittwoch, 7 Mai 2008

Pizzamais

Nach meinem Artikel über Grünzeug auf diversen Tiefkühlschinkenpizzas, der nun schon einige Zeit zurückliegt, überrollt nun ein neuer Pizzaskandal die Republik. ;)

Die Rede ist von Wagners American Style Pizza der Geschmacksrichtung “Chili con Carne.”

Wer könnte besser wissen, dass Amerikaner nie Mais auf ihrer Pizza dulden würden, als John, der Autor des noch jungen Blogs NothingforUngood. Ein Blog über die deutschen Schrulligkeiten aus der Sicht eines Amerikaners. Lesenwert, by the way.

Im offenen Brief an die “german pizza people” fordert er das Ende dieser kulinarischen Barbarei und bietet im Gegenzug den Verzicht auf die “bavarian creme” als Bezeichnung einer Donut Puddingfüllung. Die Bayern sollten das Angebot gründlich prüfen.

Offensichtlich wurde die Pizza seit dem offenen Brief in “Western” umbenannt, da ich die Sorte Chili con Carne auf der Herstellerseite nicht entdecken kann. Klingt gleich amerikanischer, was auch der Grund für den neuen Namen sein dürfte.

Nicht verschweigen will ich die Einwände in den Benutzerkommentaren, die darauf hinweisen, der Passus “Amerikanische Art” würde sich lediglich auf die Beschaffenheit des Teigbodens beziehen. Da sich der Hinweis aber nicht ausdrücklich auf den Pizzaboden bezieht (… mit amerikanischen Boden), kann ich den Grund für die internationale Verstimmung durchaus verstehen.

Man stelle sich vor, die Amerikaner würden ein Bier brauen, und die Plörre dann mit “german style” auszeichnen. Allein die Straßenaufstände in Bayern würden einen volkswirtschaftlichen Schaden in Millionenhöhe verursachen. :lol:

Unabhängig davon muss ich mich hier als großer Fan der Wagner Big Pizza outen. Selbst die Chili con Carne Variante hat schön öfter den Weg in meinen Verdauungsapparat gefunden. Trotzdem ziehe ich die Texas, Supreme und Hawaii Variante natürlich vor. Ich esse seit einigen Jahren eigentlich keine andere Tiefkühlpizza mehr. Dabei werde ich für die Aussage nicht mal von Wagner bezahlt. Skandal. ;) :lol:
Die einzige Ausnahme ist Dr. Oetkers Ristorante Steinofenpizza in der Salamivariante, falls es jemanden interessiert.

Wenn man der abgebildeten Verpackung auf der Herstellerseite glauben darf, ist der Hinweis auf die amerikanische Art entfallen. Kann jetzt bitte noch jemand kontrollieren, ob die Amerikaner auf den Begriff “bavarian creme” verzichten?

Sonntag, 4 Mai 2008

Er/Sie/Es suchte … (3)

Damit das Blog nicht endgültig zu einer YouTube Videohalde mutiert, wird es wieder Zeit für ein bisschen altmodischen Text.

Aus diesem Grund habe ich wieder einen ausgiebigen Blick auf die Suchbegriffe geworfen, mit denen die unterschiedlichsten Leute den Weg hierher gefunden haben.

Hier ist also wieder meine Top 10.

falttechnik für ein portemonnaie

Sofern sich in dem Portemonnaie so wenig Zahlungsmittel befinden wie in meinem, sollte es mit der Falttechnik eigentlich kein größeres Problem geben. Da sieht man mal wieder, dass auch Reiche kein einfaches Leben haben.

Bei problematischem Portemonnaieübergewicht bedingt durch zu dicke Geldbündel bin ich gerne bereit mit meinem leeren Girokonto auszuhelfen. Die Kontonummer ist bei Interesse beim Autor zu erfragen.

Man bedenke: Geben ist seliger denn nehmen. ;)

9live nicht im studio aber gewonnen

Da kämen für mich mehrere Erklärungsansätze in Frage. Wenn man trotz “Leitungsmaximum” nach drei Stunden Dauertelefonieren und einer Telefonrechnung im Wert eines Kleinwagens immer noch nicht ins Studio durchgekommen ist, hat man hoffentlich an Erfahrung gewonnen. :lol:

Als CallTV Angestellter könnte die Abwesenheit im Studio bedeuten, das man endlich einem seriösen Tagewerk nachgeht. Der Gewinn an moralischer Lebensqualität wäre enorm.
Schluß mit der irrationalen Angst, von einem Kenntnisarmen im Supermarkt angepöbelt zu werden, weil die “Kaze” oder der “Bieber” nicht als Lösung anerkannt wurden. Auch die persönliche Beziehung zu Kassenbändern pegelt sich wieder auf ein normales Maß ein. Endlich kann man wieder seine Einkäufe darauf platzieren, und muss nicht mehr schlecht fotokopierte Geldscheine in verwaiste Aquarien stopfen.

Sollte es sich dagegen um eine profane Bild- und Tonstörung handeln, wäre der Gewinn für Fernsehdeutschland gar nicht in Worten ausdrückbar.

krank durch duftspender

Was es nicht alles gibt. Interessant wäre zu erfahren, für welche Krankheit sich der Duftspender verantwortlich zeigt.

Hoffentlich war es kein Bedienungsfehler. Von einer Anwendung als Deoroller oder Atemspray rate ich ab. Auch die Annahme, der Verzehr des Produktes würde sich positiv auf die Geruchswirkung der eigenen Flatulenzen auswirken, stellt sich im Nachhinein als fatal heraus.

Der Traum vom menschlichen Duftspender, der durch einen gepflegten Furz das Raumklima verbessert, ist bisher noch im Bereich der Science-Fiction einzuordnen.

pover of tauer

Da kann mal sehen, was passiert, wenn die erlernte Schreibschwäche in den Fremdsprachenunterricht herüberschwappt. Da sucht man nichts ahnend nach dem “power of tower” und landet unversehends auf einem Artikel über eine Person die Handys im Werbefernsehen vertickt.

Schlimmer hätte sich diese Bildungslücke wahrscheinlich nicht rächen können. Wenn das kein Ansporn für einen Volkshochschulkurs Rechtschreibung ist, weiß ich es auch nicht.

hendys mit premie ohne schufer

Und weil wir gerade so schön dabei sind, gleich dieses Kleinod hier.

Für mich persönlich ist das gelebter Wandel der Zeit. Was hätte ich mich früher aufgeregt. Heute frage ich mich, warum “mit” und “ohne” fehlerlos geschrieben wurden. Die wirken in dieser Wortfolge doch eher störend und befremdlich. Also wenn schon, denn schon. ;)

Im selben Augenblick stelle ich mir eine jung gebliebene Grundschullehrerin vor, die aufgrund neuerer Erkenntnisse in der Pädagogik, ihrem Schüler für zwei korrekt geschriebene Wörter erstmal brav das Köpfchen streichelt.

Ist es am Ende vielleicht eine Mensa IQ-Test Frage? Welche Wörter passen nicht zu den anderen?

größte nervenheilanstalt der welt

Darauf hätte wohl jeder Mitleser eine eigene Antwort parat.

Meine Prognose wäre, das hier 20% die eigenen Firma vorschlagen, 35% den deutschen Bundestag vorziehen, 25% einem der zahlreichen, drittklassigen Privatsender ihre Stimme geben und 15% die klassischen Sonstigen (Call Center, Haushalt der Schwiegermutter, …) bilden. Die restlichen 5% sind die obligatorischen Unentschlossenen ohne eigene Meinung.

druck von toilettenrollen

Entweder entspringt die Anfrage kindlichem Interesse daran, wie die klinisch reinen Blümchen und Ornamente auf das Klopapier gelangen, oder es gibt tatsächlich einen Markt für benutzerdefiniert bedrucktes Klopapier. Warum nach SpreadShirt nicht auch mal SpreadToiletPaper?

Besteht vielleicht doch Interesse an der Aktion Klopapier für 9Live? Klopapier mit einem Aufdruck der Anwendungs- und Auslegungsregeln der Landesmedienanstalten für die Aufsicht über Fernseh-Gewinnspiele, auf die man in den Redaktionstoiletten nach Herzenslust scheißen kann? :lol:

lichtbelästigung

Wer hätte gedacht, das unsere Gesetzbücher voll von unterhaltsamen Tatbeständen sind.

Da würden mir spontan einige Visagen einfallen, bei denen das Einschalten der Raumbeleuchtung eindeutig unter Strafe gestellt werden sollte.

Ist das vielleicht auch eine Erklärung dafür, warum Frauen beim Beischlaf in der Regel das Licht ausmachen wollen?

rattig bei aldi

Ich weiß ja nicht wie es den geneigten Mitlesern geht, aber ich habe hier im ersten Moment an einen existenzbedrohenden Schädlingsbefall gedacht, und war schon versucht, Herrn Gajek anzurufen, um ihn beim Lebensmitteldiscounter zur Großreinemache vorbeizuschicken.

Erst der zweite Anlauf führte mich in die erotischen Gefilde. Ob es angesichts der ganze Bespitzelungsaffäre im Lebensmitteldiscountbereich ratsam ist, rattig einkaufen zu gehen, wage ich zu bezweifeln.

Ehe man sich versieht, stolpert man bei einem drittklassigen Privatsender in der Sendung “Die dümmsten … Kunden” wieder über sein erotisches Abenteuer, und ist danach jahrelang bemüht, der eigenen Verwandtschaft einen schlüssigen Grund für das bunte Treiben auf der Nutoka-Palette aufzutischen. Unangenehm.

nepper mathematik

Ich habe es doch immer geahnt. Die Nepper und Bauernfänger haben ihren ganz eigenen Zweig in der Mathematik. Kennt jemand eine Universität, die dieses Studium anbietet?

Hört sich nach einem zukunftssicheren Studium an. Solche Leute werden doch immer gebraucht. Mit einem exzellenten Abschluß winkt ein Traumjob wie Leitender Entwickler von Gewinnspielen im deutschen Mitmachfernsehen oder Finanzvorstand einer professionellen Lottotipgemeinschaft.

Donnerstag, 1 Mai 2008

Michael Jackson vs. Punjabi MC

Ich habe ja bereits über die gerade wieder stattfindende Talentshow Britain’s Got Talent geschrieben.

Hier ist ein weiterer, aussichtsreicher Kandidat.

Laut eigener Aussage planen die beiden Kandidaten für die nächste Runde eine neue Überraschung. Ich bin jedenfalls gespannt, was sie sich einfallen lassen.

Ähnliche Artikel:

Dienstag, 22 April 2008

Briten haben Talent

Sie suchen wieder, die Briten. Zur Zeit läuft die zweite Staffel der Talentshow Britain’s Got Talent.

Wie letztes Jahr erhält der Gewinner neben einem 100.000 Pfund Scheck die Chance, in der Royal Variety Show, also vor königlichem Publikum aufzutreten. In diesem Jahr wird Prince Charles die royale Prominenz sein.

Wer sich ein bisschen im internationalen Fernsehen auskennt, wird sich sicher noch an den Gewinner der letzten Staffel erinnern. Der Glückliche war damals Paul Potts.

Bis zu diesem Zeitpunkt hielt ich die Behauptung, daß Briten schlechte Zähne haben, für genauso stereotyp wie die vom lederhosentragenden Deutschen, der in seiner Freizeit gerne marschiert. Jetzt frage ich mich ernsthaft, wo die ganzen Lederhosenträger ständig aufmarschieren. ;)

Auch dieses Jahr haben die laufenden Vorausscheidungen schon wieder ein paar aussichtreiche Kandidaten zu Tage gefördert. Exemplarisch zwei Beispiele.


Dabei geht es mir vordergründig gar nicht um das Talent der Kandidaten, sondern viel mehr um das der britischen Fernsehmacher.

Die Frage ist sicherlich nicht zum ersten Mal gestellt worden, aber warum schaffen es deutsche Fernsehmacher nicht, so ein Showformat ähnlich gefühlvoll/gelungen auf die Mattscheibe zu bringen?

Wieso muss bei Talentfragen eigentlich automatisch Dieter Bohlen mit in der Jury sitzen? Wenn ich das zum Beispiel mit DSDS vergleiche, frage ich mich immer, was hat “Britain’s got Talent”, was deutschen Shows fehlt?

Ist es die Inszenierung, die Emotionen, die Qualität der Jury, das richtige Studiopublikum oder doch das fehlende, deutsche Königshaus, vor dem ein Auftritt eine Ehre wäre? Bei der Aussicht auf eine Gesangseinlage vor unserer Kanzlerin Frau Merkel durchströmt mich jedenfalls im Moment kein Anflug von Patriotismus. :lol:

Ist es doch ein Mentalitätsproblem? Ist DSDS die deutsche Idealvorstellung einer Talentshow und ich bin einer der wenigen, der das nicht einsehen will. Handelt es sich womöglich um das berühmte Geisterfahrersyndrom?

ACHTUNG: Auf der A3 kommt Ihnen zwischen Köln-Dellbrück und Kreuz Köln-Ost ein Geisterfahrer entgegen.
Was einer? - Hunderte.

Warum sehe ich mir drei Mal lieber einen qualitativ schlechteren YouTube Clip an, als auch nur versehentlich in eine der deutschen TV-Talentschmieden reinzuzappen?

Eines steht für mich jedenfalls fest. Wenn es um Talentshows geht, muss ich sagen: Britain’s got Talent.

Mittwoch, 16 April 2008

Ittenastics

Was ist neben “Schatz, was denkst du gerade?” eine der beliebtesten Folterfragen des weiblichen Geschlechts?

Richtig. Die berühmte Frage, “Schatz, sehe ich in dem Kleid fett aus?” Al Bundy hat dafür folgende Antwort parat:

Es ist nicht das Kleid das euch fett macht,
es ist das Fett, was euch fett macht.

Wenn man der amerikanischen Sitcomrealität glauben mag, gibt es aus diesem Dilemma nur einen Ausweg. Entweder eine Diät oder doch eines der zahlreich am Markt erhältlichen Gymnastikvideos. Die Bandbreite reicht von Tae-Bo, über BootCamp bis zum erotischen Workout an der Stange mit Carmen Electra.

Nun schickt sich eine weitere Idee an, den Fitnessmarkt aufzurollen. Gymnastik nach Farben.

Man kombiniere den Farbkreis nach Johannes Itten mit “gymnastics” und erhält den neuen Trendsport Ittenastics :lol:

Bitte keine Beschwerden, dass die Suchmaschine eurer Wahl nichts über Ittenastics ausspuckt. Den Begriff habe ich während des Schreibens erfunden. Für irgend etwas muss diese Allgemeinbildung schließlich gut sein. ;)

Freitag, 11 April 2008

Mitarbeiterangebot

Nach langer Zeit mal wieder ein kleiner Cartoon. :D

Hat sich angeboten, da ich unbedingt die Features der neuen Inkscapeversion 0.46 ausprobieren wollte.

Der Cartoon an sich sollte selbsterklärend sein.

Creative Commons License
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Montag, 7 April 2008

Kreditkrise

Wenn man in der letzten Zeit den Fernseher anschaltet oder die Zeitung aufschlägt, kann man garantiert wieder etwas über einen Bankvorstand lesen, der sich an den subprime loans die Finger verbrannt hat.
Wieder eine Bank, die nach Durchsicht ihrer Bücher neue Kreditrisiken entdeckt hat.

Bei den Milliardenbeträgen, mit denen da inzwischen herumgeworfen wird, erscheinen 100 Millionen wirklich wie die berühmten Peanuts der deutschen Bank.

Dabei ist es egal ob nun Privatwitschaft oder eine der unzähligen Landesbanken. Jeder hat sich mit den Ramschhypotheken die Finger verbrannt. Ich muss zugeben, ich habe da inzwischen den Überblick verloren. War jetzt irgend eine Landesbank noch nicht dran?

Überall scheiden Bankvorstände mit blumigen Abschiedsreden aus, reden vom Erreichen der gesteckten Ziele und danken für die gute Zusammenarbeit. Wenn das gesteckte Ziel war, Milliardenbeträge in windigen Hypothekengeschäften zu versenken, warum sind dann jetzt alle so überrascht? ;)

Eine der ersten Grafiken in jeder “Basisinformationen über die Vermögensanlage”-Broschüre ist das berühmte magische Dreieck, das Liquidität, Rentabilität und Sicherheit gegenüberstellt. Da muss einem doch schon der gesunde, menschliche Verstand sagen, das bei einer traumhaften Rendite an anderer Stelle irgend etwas im Argen liegen muss, oder nicht? Sehe ich da etwas falsch?

Dabei war es gar nicht meine Absicht, heute verbal auf die Bankvorstände einzuprügeln, obwohl man dort bestimmt auch die berühmte Teilschuld suchen muss.

Was mich viel mehr wundert ist, daß in der aktuellen Berichterstattung überhaupt nicht auf die Mitschuld der Ratingagenturen eingegangen wird. Wer hat denn dem ganzen Ramsch ein AAA-Rating verpasst?

Darauf angesprochen hört man windige Ausflüchte wie “alles nur beratende Funktion”.

In wie weit soll man sich als Bank auf so ein Rating verlassen dürfen?

Hätten es die Vorstände besser wissen müssen? Hätte man überprüfen müssen, welche Forderungen da jetzt genau verbrieft sind?

Falls ja, wie verlässlich sollen solche Ratings dann sein? Dann könnte man auch getrost auf dieses Gütesiegel verzichten und die Arbeit selbst machen.

Da ist es in meinen Augen der blanke Hohn, das ausgerechnet jene Ratingagenturen nun eine Bank nach der anderen herunterstufen bzw. dessen Rating verschlechtern. Damit wird deren Kapitalbeschaffung an den internationalen Finanzmärkten erheblich erschwert.

Erst preist man den Ramsch mit AAA aus und wenn dann tatsächlich jemand darauf hereinfällt, heißt es: “Ätsch - dir kann man ja kein Geld anvertrauen, wenn du so eine windige Kiste kaufst.”

Sonntag, 30 März 2008

Werbung - Realität

Wer wäre heutzutage noch sonderlich überrascht, wenn man ihm/ihr sagen würde, dass in der Werbung schamlos gelogen wird? Wer schreit schon laut “Skandal”, wenn man die braune Schlacke, die sich unter unappetitlichen Geräuschen klumpenweise aus dem Glas befreit, mit dem makellosen Abbild der original italienischen Pastasauce auf der Verpackung vergleicht?

Längst haben wir uns doch damit abgefunden, das jegliches Fertiggericht in Aussehen, Geschmack und Konsistenz heute kaum noch von einer Dose Hunde- oder Katzenfutter unterschieden werden kann. Hauptsache man muss nicht viel kochen, und es macht einigermaßen satt. :)

Gerade weil das so ist, möchte Samuel Mueller sein Kunstprojekt Werbung gegen Realität nicht als Diffamierung oder Anprangerung dieser Umstände verstanden wissen. Es ist lediglich eine vergleichende Gegenüberstellung des Verpackungsinhalts mit dem auf ihr aufgedruckten Produkt.

Ein Vergleich zwischen der Mahlzeit, wie sie in einer perfekten Welt auszusehen hat, und dem was uns da entgegenblickt, wenn wir den Aluminiumdeckel abreißen oder die Dose aufmachen.

Fototechnisch kunstvoll in Szene gesetzt. :D

Ich finde es erstaunlich wie groß die Unterschiede bei einigen Produkten ausfallen. Bei diesem Heringssalat würde ich mich jedenfalls fragen, ob da in der Fabrik nicht eventuell etwas falsch abgefüllt worden ist. :lol:

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