Senf zum Urheberrechtsdebattensenf

Was haben diese amerikanischen Abtreibungsgegner und die aktuelle Urheberrechtsdebatte gemeinsam?

Was mich angeht, könnten dort genauso gut die Unterzeichner der “Mein Kopf gehört mir”-Kampagne oder des “Wir sind die Urheber”-Appells auf der Strasse stehen, und Schilder mit dem Slogan “Kopieren ist illegal” in die Kamera halten.

Auf die Frage, wie man sich denn angesichts der einfachen Kopierbarkeit, welche nun mal eine technische Realität ist, die Durchsetzung der eigenen Ansprüche vorstellt, würde man das gleiche ahnungslose Schulterzucken ernten, wie das der Abtreibungsgegner.

Auf diesen Aspekt wird in der aktuellen Diskussion seitens der “Urheber” überhaupt nicht eingegangen. Wie stehen den Leute wie Sven Regener oder Charlotte Roche zu Dingen wie DRM, Vorratsdatenspeicherung, Deep Packet Inspection, ACTA, SOPA, …?

Stellt man sich so die Zukunft vor? Sind das die Konzepte für ein modernes Urheberrecht ohne Abmahnindustrie und Kriminalisierung unserer Jugend?

Udo Vetter vom lawblog schreibt dazu in “Ihr seid nicht systemrelevant“:

Immerhin trauen sich die Unterzeichner nicht zu sagen, wie sie sich die Anpassung des Urheberrechts an die Gegebenheiten des Internets denn so vorstellen. Merkwürdig, dass hier gar nichts Konkretes kommt. Aber hätte der Verfasser des Textes, der nach meiner bescheidenen Meinung garantiert kein Künstler, sondern Verwerter ist, Vorratsdatenspeicherung und ACTA reingeschrieben, wären einige der Teilnehmer vielleicht ja doch noch aufgewacht und hätten ihren Namen nicht hergegeben.

Abgesehen von diesem kleinen Absatz und dem gestrigen Artikel von Alvar Freude, in dem er den Unterzeichnern genau diese wichtigen Fragen stellt, habe ich nichts gefunden, das auf diesen Aspekt eingeht.

Wenn wir wirklich eine sachliche Diskussion zu dem Thema wollen, verlange ich von Urheberseite Konzepte und Vorschläge für ein modernes Urheberrecht.

Wenn das bedeutet, dass Sven Regener oder Charlotte Roche bei Günter Jauch aus voller Überzeugung “Vorratsdatenspeicherung find ich knorcke” skandieren sollten, so be it. ;)

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Late Late Show aus Schottland

Nicht vergessen, ab nächsten Montag kommt die LateLate-Show mit Craig Ferguson für eine Woche aus Schottland. Craigs Heimat bevor er nach Amerika ausgewandert und dort inzwischen Staatsbürger geworden ist.

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass ihr den Trailer dazu noch nicht gesehen habt, aber für den Fall der Fälle, klatsche ich ihn einfach nochmal unter diesen Absatz. :)

Ich kriege den Song “Imagineer” der gleichnamigen Band “The Imagineers” inzwischen gar nicht mehr aus dem Kopf. *Ohrwurm*

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TV Total Mini-Rant

Wisst ihr eigentlich noch, was Manuel Andrack in seinen Sidekick-Tagen am meisten an Harald Schmidts Schreibtisch gestört hat? Es war dieser verranzte, alte Bilderrahmen auf den Monat für Monat selbiger Liebling mit Tesafilm über den Alten geklebt wurde.

Er störte ihn so sehr, dass er sich eines Tages im Rahmen des angelaufenen, ersten Jackass Movies zu einem halsbrecherischen Wurf über den Schreibtisch à la Jackass entschloss, mit dem Ziel dieses Kleinod in die ewigen Jagdgründe zu befördern.

Kann man übrigens heute noch auf YouTube bewundern.

Ähnlich geht es mir als Zuschauer mit einem gewissen Teil von Stefan Raabs TV Total Schreibtisch. Da gibt es so ein Teil, ein ständiges optisches Ärgernis, das ich am liebsten mit schwerem Schuhwerk und voller Genuss in die Ecke stiefeln würde.

Keine Ahnung, ob ihr schon wisst, worüber ich spreche, aber es handelt sich um diesen potthässlichen, abgewrackten Blumenkasten, der so prominent vorne links am Schreibtisch prangt. Mit den Worten von Alfred Biolek: “Ich hab’ da schon mal ‘was vorbereitet”

Blumenkasten an Stefan Raabs TV-Total Schreibtisch

Blumenkasten an Stefan Raabs TV-Total Schreibtisch

So wie dieses Ding aussieht, wundert es mich, das noch keiner seiner Gäste seine Notdurft darin verrichtet hat. Geht es euch ähnlich? Bin ich der Einzige, den dieses Ding stört?

Das einzig Gute an dem Ding ist, dass ich endlich mal eine dieser Polldaddy-Umfragen in einen Artikel einbauen kann, damit auch ihr Leser per einfachem Klick ganz demokratisch euer Mißfallen über diesen Ökounfall ausdrücken könnt. Ohne viel Umschweife also zur Umfrage:

Wenn ich eine um den Faktor 1*106 größere Leserschaft hier auf dem Blog hätte, würde ich glatt eine Aktion unter dem Motto “Blumenkasten zu den Altlasten” oder “Vom Blumenkübel wird mir speiübel” anleiern. Selbstverständlich mit Online-Petition und dazugehörigen Kaffeebechern und T-Shirts. ;)

Vielleicht reichen aber auch schon konstruktive Gegenvorschläge ans TV Total Team, damit man dort was anderes hin hängt. Hat einer von euch vielleicht eine Idee, was an der Stelle besser hinpassen würde? Schlimmer als dieser Biokompostierer kann es auf keinen Fall sein. :D

Wird es eigentlich nicht mal allgemein Zeit für ein neues Studiodesign? So ein bisschen Late-Night-iger eben. Nichts anderes ist TV Total in meinen Augen. Mit der übergroßen Raab-der-Woche Statue können wahrscheinlich sowieso nur noch ältere Zuschauer etwas verbinden.

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Craig Ferguson Update

Nur eine kurze Info. Ich habe gerade mal wieder den Craig & the germans 2011 Artikel auf den neuesten Stand gebracht.

Zur Zeit überlege ich, ob ich mir das ganze für 2012 überhaupt noch antun soll. Wenn man den Weltuntergangsspinnern glauben soll, macht es sowieso nicht viel Sinn. ;)

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Wired – die zweite

Wired Deutschland zweite Ausgabe

Wired - zweite Deutsche Ausgabe

Was soll ich sagen. Yummy! Gerade die neue Wired ausgelesen und wieder mal überrascht, wie viele Themen einen persönlich interessieren.

Finde es echt schade, dass das Magazin so selten erscheint. So muss ich mir den Lesestoff in homöopathische Dosen einteilen, damit man länger was davon hat.

Das hab ich gern, erst Anfixen und dann den Leser bis 6. September warten lassen. Wenn die nicht bald monatlich erscheint, muss ich wohl mal den Bundessuchtbeauftragten benachrichtigen. ;)

Eine ausführlichere Blattkritik von Daniel Fiene findet man übrigens bei wasmitmedien.de.

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C-Netz

Nachdem Twitter mit seinem 140 Zeichenlimit keinen ausführlichen und differenzierten Kommentar zulässt, will ich versuchen, dass hier auf dem Blog abzuhandeln.

Vorgestern habe ich einen kleinen Tweet zum neuen Netzpolitikverein der Union namens C-Netz verfasst.

Daraufhin erhielt ich eine Antwort von Patrick Dahm, einem der Gründungsmitglieder vom C-Netz.

Zunächst mal möchte ich mich natürlich für die Rückmeldung bedanken. Ist ja nicht selbstverständlich, dass sich ein Gründungsmitglied dafür die Zeit nimmt.

Zur Sache möchte ich anmerken, dass ich überhaupt nichts verfluche. Am allerwenigsten die neue netzpolitische Initiative der Union. Ich begrüße jede Form von Initiative, die netzpolitische Themen endlich auch in das Bewusstsein unserer “Volksparteien” bringt. Ob ich dann mit den aufgestellten Thesen übereinstimme, sei dahingestellt.

Ich frage mich aber schon, warum man sich mit der Namenswahl so angreifbar macht. Ich scheine ja offenbar nicht der einzige gewesen zu sein, der einen billigen Witz geritten hat. Hat denn vor der Entscheidung keiner mal eine Google Suche nach “C-Netz” durchgeführt?

Sollte wirklich “Selbstironie” das Ziel gewesen sein? Ich bezweifle jedenfalls, dass “Selbstironie” den Zielen des Vereins recht zuträglich wäre oder den Ernst der Lage widerspiegelt. Oder bringt Opel vielleicht demnächst selbstironisch ein neues Modell namens “Benzinschleuder” auf den Markt? ;)

Ich wünsche C-Netz viel Erfolg und hoffe schon im Namen der Netzpolitik, dass einige ihrer Ideen und Vorschläge bis ganz nach oben durchdringen und dort Gehör finden. Wenn das nämlich ähnlich verläuft wie bei der SPD, und Vorschläge von oben abgebügelt werden, wird das nur ein kleines Strohfeuer.

Scheinbar schaltet auch D64, der SPD-nahe, netzpolitische Verein, einen Gang höher. Ich kann nur hoffen, dass das keine Panikreaktionen auf das Erstarken der Piraten in Wahlumfragen ist, sondern wirklich der Willen nach mehr Bürgerbeteiligung dahintersteckt.

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Torschlusspanik

Und wieder ein dankbarer Kandidat, der einer Auszeichnung bedarf.

Für seine Aussage “das Internet dürfe nicht zu einem rechtsfreien Raum werden” angesichts des Umfrageerfolgs der Piratenpartei, verleihe ich hiermit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU), wie schon Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Angela Merkel, die Auszeichnung “Merkbefreiter Phrasendrescher” in Gold.

Das Tragen des Ordens in der Öffentlichkeit ist gemäß Ordensgesetz (OrdenG) der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet.

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Gibt es für solche Phrasen bei der CDU/CSU inzwischen ein Vokabelbuch, aus dem man bei passender Gelegenheit zitieren kann?

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Hans-Peter Uhl & Vorratsdatenspeicherung

Wenn ich dem CSU-Innenexperten Hans-Peter Uhl so zuhöre, gewinne ich manchmal den Eindruck, dass er Bürgerrechte generell nur als ein Hindernis bei der Aufklärung von kriminellen Straftaten versteht.

Die Vorgänge in Toulouse sind für ihn ein Beleg für die Notwendigkeit einer Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Besonders perfide finde ich die Argumentation, dass wir sie brauchen, weil sie Leben retten könnte.

Nach dieser Logik könnte man genauso gut das Autofahren verbieten, weil das zweifellos den vielen Verkehrstoten jedes Jahr das Leben retten würde. Warum sind Todesopfer im Straßenverkehr also offensichtlich akzeptabel, während die Straftaten eines islamischen Extremisten eine massive Beschneidung der Bürgerrechte rechtfertigen?

Wir reden immerhin über die Einführung der anlasslosen Vorratsdatenspeicherung. Das heißt, jeder Bürger steht unter einem Generalverdacht und muss die Aufzeichnung seiner kompletten Kommunikationsdaten tolerieren.

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber jedesmal wenn ich das Wort “anlasslos” höre, habe ich das Bild des Stasi-Aktenarchivs vor Augen. Ich kann bis heute nicht verstehen, warum die großen Bedenken der Bevölkerung in Politikerkreisen bis heute nicht verstanden beziehungsweise ignoriert werden.

Man kann sich meinetwegen noch solange über die Länge der Speicherfristen streiten. Solange die Vorratsdatenspeicherung “anlasslos” erfolgt, ist sie rundherum abzulehnen. Ein “bisschen anlasslos” gibt es nicht.

Dazu kommt, dass, entgegen der Behauptung von Herrn Uhl, der Serienmörder von Toulouse laut Patrick Breyer vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ohne Vorratsdatenspeicherung identifiziert wurde.

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Piratenfilm

Unbestätigten Gerüchten zufolge hat es sich FDP-Generalsekretär Patrick Döring nicht nehmen lassen, bei der Lokalisierung des neuesten Films der Aardman Studios für den deutschen Markt, seine Mithilfe anzubieten. ;)

Schon bei der Übersetzung des englischen Filmtitels “The Pirates! Band of Misfits” zu “Die Piraten! Ein Haufen merkwürdiger Typen” sind seine über die Jahre gewonnenen politischen Ansichten Garant für einen Filmtitel, der diesen Namen auch verdient. ;)

Auch der eine oder andere Dialog hat dank der Handschrift des Meisters an Schärfe und Komik gewonnen. Wir dürfen uns auf ein außergewöhnliches Machwerk freuen. Trainiert schon mal eure Lachmuskeln.

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gronkh & Der Spiegel

Zufälle gibts im Leben. Kaum schreibe ich einen Artikel zu gronkh und seinem Minecraft Let’s Play, schon legt der Spiegel einige Tage später nach. Es geht zwar vornehmlich um Rahmschnitzels “Kohle Metal” Video, dass für den diesjährigen Webvideopreis nominiert ist, aber selbstverständlich verlangt so ein Artikel auch eine Erklärung zu gronkhs Person.

Es kann übrigens noch bis zum 29. März für das Video abgestimmt werden.

Das gleiche ist erst letztens passiert, als ich über Keimhysterie wegen diesem Sagrotan No-Touch Werbespot geschrieben habe, und der Spiegel kurz danach einen Artikel über eine neue Studie zur Schädlichkeit einer sterilen Lebensweise veröffentlichte.

Wenn ich es nicht besser wüßte, müßte ich annehmen, ich bin über Nacht zu einem journalistischen Leitmedium geworden. ;) Natürlich nur ein Spaß. Wollte für alle Weltverschwörungstheoretiker nur klarstellen, dass ich nichts mit dem Spiegel zu tun habe. Sind wirklich reine Zufälle.

Apropos: Kennt ihr eigentlich schon den Minecraft Cartoon von RubberRoss namens Derpcraft? Die über sechs Millionen views lassen mich vermuten, dass ich garantiert wieder der letzten bin, der den sieht, aber ich finde den einfach unglaublich witzig.

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