Beitragsausfall #2

Reden wir nicht lange darum herum. Der Beitrag für diese Woche entfällt der Osterfeiertage bedingt aus. Hinzu kommt die maßlose Enttäuschung über den nicht gewonnenen Eurojackpot. Was hat sich die Glücksgöttin bloß dabei gedacht? Das hat man davon, wenn man Atheist ist. Mist! 😉

Osterei mit defektem Kleeblatt

Auch dieses Jahr hatte ich übrigens wieder kein Glück in Sachen gefüllte Schoko-Ostereier. Bei all den Bekannten und Verwandten, die inzwischen in ebenso nostalgischen Gefühlen und Erinnerungen schweben wie ich, könnte sich inzwischen wohl jemand eine goldene Nase damit verdienen.

Wenn Ockhams Rasiermesser nicht dagegen sprechen würde, wäre ich schon lange davon überzeugt, dass sich hier verschiedene Süßwarenhersteller zu einem Kartell verschworen haben, um durch extreme Verknappung den Preis für diese Leckerei in ungeahnte Höhen zu treiben. 😉

Wenn das so weitergeht, kann ich in 20 Jahren vielleicht für ein Jahresgehalt mal wieder eines dieser Eier käuflich erwerben.

 

EuroJackpot statt alter Trott

Nach einer unglaublich faulen Woche gepaart mit der sonst üblichen Ideenlosigkeit bin ich wieder mal in der Verlegenheit, dass ich kein Jota an Information in Form eines Beitrags veröffentlichen kann. Schämen sollte ich mich.

Da ich allerdings aufgrund des außergewöhnlich hohen EuroJackpots von 86 Millionen Euro nach langer Zeit mal wieder einen Lottoschein ausgefüllt und mir zuvor tagelang das Hirn über die gewinnbringende Zahlenkombination zermartert habe, ist mir der Gewinn praktisch schon so gut wie sicher. Einen Beitragsausfall kann ich mir also dank der am Freitag eintrudelnden Millionen locker leisten. :mrgreen:

Lottoschein & Kugelschreiber

Ich habe vorsorglich auch schon in ausgesprochen rüder Art alle Kontakte zu Freunden und Verwandten abgebrochen. Soziale Kontakte und menschliche Wärme werden sowieso total überbewertet. Was einige von ihnen wohl am Telefon mit „Leute, die man auf dem Weg nach unten wieder trifft“ gemeint haben? Vielleicht hätte ich den einen oder anderen doch ausreden lassen, statt sie unvermittelt aus der Leitung zu drücken.

Was kann schon schief gehen. Sollte die Lottogesellschaft es wider Erwarten doch wagen, andere Zahlen als die Meinigen zu ziehen, werde ich das Ganze als „soziales Experiment“ bezeichnen. Wenn das junge Volk unter diesem Modewort tagtäglich auf YouTube Mitmenschen nicht nur sprichwörtlich foltert, kann das schließlich nicht von Grund auf falsch sein.

Klorollenepiphanie

Als ich vor einigen Tagen, wie viele andere Westeuropäer auch, auf dem Porzellanthron saß, um wieder einmal meinen Darminhalt zu entleeren, waren streng nach Murphys Gesetz natürlich nur noch drei Blatt Klopapier auf der Rolle und der weitere Nachschub, wie sollte es auch anders sein, außer Reichweite.

Da saß ich nun mit verschmutztem After und hoffte auf eines dieser Chanukkawunder, bei dem drei Blätter auf magische Weise für eine vollständige Hinterteilreinigung ausreichen. Als Atheist, der Wunder aller Art negiert, hat sich das aber natürlich schon in den nächsten Sekunden als Wunschvorstellung herauskristallisiert.

Während ich also, meine weiteren Schritte planend, so auf der Schüssel saß, fiel mein Blick auf die jetzt leere Papprolle. Just in diesem Moment hatte ich einen „Doc Brown“-Moment, der meine Gedanken auf eine Reise schickte und der Grund für diese Zeilen ist. Und dabei musste ich mir nicht mal den Kopf am Waschbecken stoßen.

Über leere Klorollen freuen sich in der Regel bisher nur Kinder für diverse Bastelprojekte. Als Erwachsener sind sie dagegen meist ein Ärgernis und bedeuten als Mülltrenner, die wir natürlich alle sind, abhängig von eurer Wohnsituation nach der Sitzung einen nervigen Umweg zur Papiertonne. o_O

Hinzu kommt, dass der Abriss des letzten Blatts eine bescheidene Lebensleistung darstellt – „Ha! Und wieder eine Rolle geschafft“ – und man als Belohnung enttäuschenderweise doch nur eine schnöde, graue Papierrolle in Händen hält!

Wieso nicht stattdessen auf die Rolle eine Reihe von Gewinnnummern aufdrucken und einmal im Monat eine Lotterie ausgespielen, in der ein Jahresvorrat Klopapier gewonnen werden kann? Mit etwas Glück würde ich Herrn Murphy für ein Jahr ein Schnippchen schlagen. 😉

Leere Klorolle mit Zahlen

Weit sind meine Überlegungen noch nicht gediehen, aber mir drängt sich gerade der Begriff Toilotto auf. Sofern euch der Jahresvorrat nicht wertvoll genug erscheint, könnte man auch über eine dieser exquisiten japanischen Washlets nachdenken, die gerne einen fünfstelligen Betrag kosten.

In der Angelegenheit der Klopapierbeschaffung keinen Zentimeter weitergekommen, versuchte ich mir gerade einzureden, wie blöd und unrealistisch die Idee ist und auf welche lotterie- und glücksspielrechtlichen Hindernisse ich stoßen würde, als sich meine Gedanken plötzlich um Charlie und die Schokoladenfabrik drehten.

Weniger wegen der Affinität zwischen menschlichen Exkrementen und Schokolade als viel mehr wegen des goldenen Tickets. Statt einiger Gewinnnummern könnte man wie in der Geschichte bzw. dem Film eine begrenzte Anzahl an goldenen Tickets um die Papprolle wickeln.

Goldenes Ticket

Die glücklichen Finder hätten damit eine Betriebsführung in der Klopapierfabrik gewonnen, wo sie das gesamte Produktsortiment ausprobieren und am Ende beim Gang durch den angeschlossenen Fabrikverkauf so viel Hygieneartikel mitnehmen dürften, wie sie tragen können. Wieso sollte sich ein Kofferraumdeckel mal nicht wegen zuviel Klopapier statt der üblichen, sperrigen IKEA-Möbel nicht mehr schließen lassen können?

Und wieder schweiften meine Gedanken weiter. Was könnte man denn noch als Unterhaltung oder Belohnung auf die Rolle packen? Spontan denke ich an die Fußball WM-Aufkleber in den Duplo- und Hanuta-Packungen von Ferrero. Was war das aufregend, wenn man wieder ein fehlendes Motiv gefunden hatte.

Schokoriegel mit Sammelbildern

Als bekennender Toilettenleser wäre im Zeitungsständer sogar genug Platz für das entsprechende Einklebealbum. Es stellt sich nur noch die Frage wie eine Erwachsenenversion aussehen könnte, in welche Themenbereiche das Album aufgegliedert würde bzw. welche Motive die Aufkleber zieren sollen. Schon beginnt sich in meinem Kopf eine erste Liste mit groben Ideen abzuzeichnen.

  1. Spektakuläre Spritzdurchfälle
  2. Die dreckigsten Toiletten der Welt
  3. Die besten Toilettenwandsprüche
  4. Bekannte Stuhlsorten
  5. Starschnitt des SquattyPotty-Einhorns
  6. Glitzeraufkleber

Bei dem Motiv für die Glitzeraufkleber will mir momentan nichts einfallen. Wenn ich aus früheren Panini-Sammelalben-Zeiten aber etwas gelernt habe, dann, dass Glitzeraufkleber unheimlich wichtig sind. 🙂

Wie Peter vor einigen Jahren so treffend unter einem anderen Beitrag bemerkte: „Das Thema Toilette ist ja so dankbar…“. Wem jetzt also ebenfalls eine Idee für weitere Aufklebermotive unter den Nägeln brennt oder einen Motivtipp zur Gestaltung der Glitzeraufkleber hat, ist gerne eingeladen, dies in den Kommentaren zu hinterlassen.

Um die Geschichte noch abzuschließen, konnte das Prokrastinieren natürlich nicht ewig weitergehen. Deshalb habe ich dann wohl oder übel in den saueren Apfel gebissen und bin mit heruntergelassener Hose in einem unbeobachteten Moment zweibeinig zum Vorratsschrank gehüpft, und habe mit unter dem Arm geklemmten Nachschub ebenfalls hüpfend den Rückweg angetreten.

Als einer der üblichen „Schönwetter-Christen“ hätte ich Gott gedankt, dass mich dabei niemand beobachtet hat. So habe ich stoisch das Reinigungsprozedere abgeschlossen, gespült und habe nach dem Waschen meiner Hände sofort mit dem Verfassen dieses Blogbeitrags begonnen.

Lotto-Tourismus

Wie auf Spiegel.de zu lesen war, hat aufgrund des Rekordjackpots von 43 Millionen Euro ein regelrechter Lotto-Tourismus eingesetzt. In Deutschlands Grenzregionen veranstaltet das europäische Ausland einen Run auf die heimischen Lottofilialen.

Franzosen, Dänen, Polen, Schweizer und Niederländer überschreiten die Grenze im Versuch den verlockenden Jackpot zu knacken.

Ich bin ja mal gespannt, was passiert, wenn der Jackpot tatsächlich an unsere europäischen Nachbarn ausbezahlt wird.

Ich möchte wetten, dass in diesem Augenblick bereits ein Mitarbeiter der „meinungsbildenden“ Boulevardpresse einen dementsprechenden Artikel in sein Arbeitsgerät hackt.

SKANDAL!
Lotto Langfinger stehlen unseren Jackpot

Einfach mal vorsichtshalber auf Halde. Man kann ja nie wissen. 😉

Schon um zu sehen was passiert, wünsche ich mir, das den Jackpot einer unserer europäischen Nachbarn knackt. 😆

Lottojackpot

Nachdem feststeht, das auch diesmal der rekordverdächtige Lottojackpot nicht geknackt worden ist, kann ich mir diesen Kommentar nicht verkneifen.

Wo sind denn die ganzen Hochquoten-spielenden Tippgemeinschaften? Haben die ganzen Mathematiker und Systemanalytiker gerade Urlaub?

Da jagen diese Systemvermarkter einen Werbespot nach dem anderen durch den Äther und kauen uns im Homeshopping ein Ohr ab, nur um uns Hunderte von „systemoptimierten“ Lottoreihen zu verkaufen.
Nichtmal in der Wurfpost wird man davon verschont.

Wie deprimierend muss es sein, nach der Ziehung seine unzähligen Lottoreihen auf einen Gewinn abzuklappern, nur um dann festzustellen, das es wieder mal nichts war?

Der Einzelspieler mit 4 Kästchen hat die Entäuschung sicher schnell verdaut. Aber was ist mit den ganzen 700 Lottoscheine-Glücksrittern?
So eine Enttäuschung nach Kontrolle von unzählichen Lottoscheinen muss doch vernichtend sein. Werden die psychologisch irgendwo aufgefangen?

Wie kann sich bei all der Systemspielerei so ein Rekordjackpot aufbauen? Immerhin haben einige der Glücksritter ihre Gewinnchance um über 12.000% gesteigert. 😉

Seit wieviel Ziehungen baut sich dieser Lottojackpot auf? Hat da noch keiner der 12.000%-Kandidaten mal Glück gehabt?

Wie oft habe ich nicht schon die Geschichte von den „häßlichen“ Zahlen gehört, die den größten Gewinn versprechen. Daraus kann ich nur schließen, dass die Gewinnzahlen der letzten Ziehungen, wie schon früher, einfach nicht häßlich genug waren. 😆

Glücksspiel bleibt eben Glücksspiel.

Ich warte jedenfalls immer noch auf eine Pressemitteilung:
Rekordjackpot von «Hier Wunschname einsetzen»tip geknackt.

Bis jetzt sind die glücklichen Gewinner nämlich meistens kleinere Tippgemeinschaften am Arbeitsplatz und überwiegend Einzelspieler.

Die haben übrigens den Vorteil, dass sie nicht mit einer Vielzahl an Mitspielern teilen müssen. Wie sagte schon Oliver Kalkofe in seinem lustigen Sketch:

„Ich habe 75.000 € gewonnen, und konnte mir davon immerhin ein halbes Snickers kaufen.“ 😆

Hochquotenspiel

Sei es nun Goldtipp, Alltip oder WasAuchImmerfüreinTipp, in regelmäßiger Unregelmäßigkeit ziert unser Märchenonkel Walter aus dem RTL-Shop meine Bildröhre mit einem fantastischen Angebot was die Chancensteigerung meines Lottospiels angeht.

Untrügliches Kennzeichen ist in jedem Fall immer ein Geldköfferchen und ein geleckter Anzugträger, dem es angesichts der Chancensteigerung und der starken stimmlichen Betonung selbiger regelmäßig die Stimme überschlägt.

Für alle die jetzt etwas verwirrt sind, Nein, ich meine natürlich nicht unseren Herrn Freiwald, sondern den anderen netten Herrn, der auf dem Sofa gegenüber Platz genommen hat, um uns reich zu machen.

Bei der Gelegenheit – ist die Zielgruppe des RTL-Shops schwerhörig, oder warum müssen in den Verkaufsshows die Produkte immer so marktschreierisch laut angepriesen werden? Kennt man beim RTL-Shop etwa das Sprichwort „Wer schreit hat Unrecht“ nicht? Und sollte die Clientel wider erwartend doch schwerhörig sein, warum dann nicht mal eine Sondersendung zum Thema Hörgeräte?

In diesem Sektor soll es doch enorme Fortschritte gegeben haben. Da wird doch neben dem Hepa-befilterten, niemals an Saugkraft verlierenden Zyklonstaubsaugern noch Platz für so ein Wunderding sein. Wie bei den Kameras und der dazu erwerbbaren SD-Karte könnte man doch in dem Fall einen Dreierpack Knopfzellen anbieten. 😉

Aber zurück zu unseren Mathematikern und Systemanalytikern. Seit einiger Zeit schleppt unser Lottoguru zur besseren Verdeutlichung ja immer sein Notebook mit in die Sendung, um dem ahnungslosen Zuschauer vor Augen zu führen, wieviel Fünfer und Sechser man mit frisch von Walter erdachten Lottozahlen einheimsen würde. Und da kommen wir zum „Casius knacksus“, an dem ich mir in letzter Zeit das Gehirn zermartere.

Wenn Herr Freiwald seine krummen Zufallslottozahlen gebirt und unser Lottoguru diese pflichtbewußt in sein lustiges Progrämmchen eingibt, stellt sich mir stets die Frage, wie zufällig diese Zahlen wirklich sind.

Wenn ich ein Weltverschwörungsspinner wäre, würde ich glatt vermuten, da steht einer der ominösen Systemanalytiker mit einem Headset hinter der Kamera und souffliert was das Zeug hergibt. Da Weltverschwörungsspinner aber noch nie Recht gehabt haben, wird das selbstverständlich nicht der Fall sein.

Aber Spaß beiseite. Was wäre denn bitte repräsentativer als einmal während der Sendung die Lottozahlen der letzten vier Wochen einzugeben? Das würde mich als Kunde doch viel mehr interessieren. Oder wie wäre es, wenn ihr mal alle Lottoziehungen in der Geschichte des deutschen Lottoblocks durch euer Programm laufen lasst, und dann grafisch darstellt, wie viele Superjackpots und Sechser ihr damit schon geknackt hättet. Das wäre ganz großes Kino. Da bin ich dabei. 😀

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12500% Chancensteigerung

Ich gehe jede Wette ein, das man angesichts des zur Zeit andauernden Lottowahns in den Redaktionen der Homeshopping-Sender bereits wieder dabei ist, neue LottoTip Gemeinschaften aufzulegen.
Mir klingeln immer noch die Ohren vom Geschrei diese „AllTip“ Herren. Das kann ja lustig werden. Von den letzten Chancensteigerungen ist mir noch ganz schwindelig.

Schon muss ich wieder an unseren Walter Freiwald denken, wie er da „Märchenonkelhaft“ in seinem Sessel sitzt und uns von all den glücklichen Gewinnern erzählt:

„Herr P. ist gerade arbeitslos geworden, da kam der Gewinn von 3000€ zur rechten Zeit. Frau M. hat sich von ihrem Gewinn eine Kreuzfahrt gegönnt, der Rest hat noch für die Renovierung des Wohnzimmers ausgereicht“.

Einfach herzzerreißend toll. Sowas öffnet Tränendrüsen und Geldbeutel 😆

Trotz all der Systemanalytiker, Mathematiker und sonstiger Fachmänner hat bis jetzt komischerweise noch keine Tippgemeinschaft diesen Jackpot geknackt. Wie häßlich müssen die Zahlen denn sein?
Vielleicht sollte ich mal eine der neuen „AstroHotlines“ anrufen, und mir die nächsten Lottozahlen durchgeben lassen. Schlimmer als zu raten kann das auch nicht sein, und am Ende sind die ja vielleicht sogar regresspflichtig? 😉

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