Geliebte Feinde

Zwei Figuren reden über DeutschlandAls ich letztens durch meine Kategorie Germæntion gestreift bin, hätte ich Stein und Bein geschworen, bereits einen Beitrag über die hervorragende zehnteilige Dokumentation „Geliebte Feinde – Die Deutschen und die Franzosen“ verfasst zu haben.

Dem ist nicht so und da besagte Kategorie sehr England- und Amerika-lastig ist, will ich das hiermit korrigieren.

Die Dokumentation liefert einen umfangreichen Einblick in die deutsch-französische Geschichte und fördert meiner Meinung nach ungemein das gegenseitige Verständnis darüber wie Deutsche und Franzosen so „ticken.“ Stichwort Fremdbild und Eigenbild.

Wenn ihr mich fragt, ist die Dokumentation ein richtiges Juwel. Gerade deswegen finde ich es so schade, dass sie mittlerweile offenbar aus der Mediathek bei ARTE verschwunden ist.

Glücklicherweise hat die Dokumentation jemand auf YouTube hochgeladen. Ich habe mir deswegen die Mühe gemacht, die einzelnen Teile als Linkliste aufzubereiten und hier unten einzufügen. Ich hoffe die Videos bleiben verfügbar und fallen nicht einem Copyright-Claim zum Opfer.

Da jeder der Teile über 40 Minuten lang ist, solltet ihr etwas Zeit mitbringen. 😀

Se Brits and se Germans

Zwei Figuren reden über DeutschlandHeute gibt es mangels Ideen nicht wie sonst üblich eine Leseempfehlung, sondern eine waschechte Anseh-Empfehlung. 😀

Bei meinen üblichen „Germany“-Streifzügen durch YouTube bin ich vor einiger Zeit schon auf die sechsteilige ARD-Alpha Dokumentation mit dem Titel „Best of Enemies – Die Briten und die Deutschen“ gestoßen.

Mary-Ann Ochota begibt sich darin auf eine Reise/ein Abenteuer durch ihre Heimat und ergründet, was Briten heutzutage über uns Deutsche denken. Da die Serie vor dem Brexit gedreht wurde, sind einige der Dialoge je nachdem wie ihr zum Brexit steht jetzt ungewollt komisch oder eben tragisch.

Man nehme beispielsweise den Kommentar von Tom Burke zum Themenkomplex „Zukunft der Energie“:

Die Kombination von London als Finanzhauptstadt und Deutschland mit großen Produktionsstätten wie Berlin oder Frankfurt ist wirklich eine gute Kombination. …

Wenn den Briten bis Weihnachten nicht einfällt, wie sie sich das EU-Passporting für ihre Finanzindustrie sichern können, wollen die in London ansässigen Banken schließlich peu à peu auf das Festland umziehen. Das wäre es dann mit der Finanzhauptstadt.

Apropos, weil es gerade so gut passt – angesprochen auf den „Brexit-Vote“ hat der hier im Blog schon öfter erwähnte deutsche StandUp-Comedian Henning Wehn in der britischen TV-Show „8 Out of 10 Cats Does Countdown“ folgendes gesagt:

Well, you have to take the rough with the smooth and there is upsides to living in an attic. So it’s all very peaceful. Might even get a book out of it.

Einfach köstlich. 😂

Ich kann die Serie wirklich empfehlen. Voller interessanter Fakten und Einsichten. Hättet ihr zum Beispiel gewußt, dass Joseph Goebbels ein großer Bewunderer der englischen Propaganda war und diese als Lehrmaterial mit ins eigene Ministerium gebracht hat?

Zum Abschluss hier für den erleichterten Konsum noch eine klickbare Liste der einzelnen Episoden. Für einige Zusatzfakten lohnt sich dennoch ein Blick auf die schön gemachte und oben bereits verlinkte Homepage.

P.S. Kennt jemand von euch die Melodie bzw. den Song, der zu Beginn und am Ende jeder Episode gespielt wird? Konnte das leider nicht ermitteln.

Gewohnheiten & Germæntion

Heute habe ich mal wieder eine Artikelempfehlung in Sachen „Fremdbild Deutschland„. Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass mich Geschichten darüber, wie Ausländer Deutschland erleben oder was nach ihrem Verständnis „typisch deutsch“ ist, sehr interessieren.

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Vanessa van Doren schreibt ihn ihrem Artikel über neun amerikanische Gewohnheiten, die sie durch ihren Umzug nach Deutschland abgelegt hat. Er ist in englischer Sprache verfasst. Sofern ihr also nicht euer altes Schulenglisch abstauben könnt, bleibt euch der Inhalt leider verborgen.

Immer wieder lustig, herauszufinden, wie deutsch man eigentlich ist bzw. welcher kulturellen Verhaltensweisen man sich nicht bewußt ist. 😀

Bei der Gelegenheit wird es außerdem endlich Zeit auf die für diesen Zweck hier im Blog erstellte Kategorie Germæention hinzuweisen. Das Kunstwort ist ein Mischung aus „German“ (Deutsch) und „mention“ (erwähnen). Dazu habe ich mir den lateinischen Buchstaben „Æ“ ausgeliehen.

Zwei Figuren reden über Deutschland

Neben der Kategorie hier im Blog, habe ich unter dem gleichen Namen auch eine Playlist bei YouTube erstellt, in der ich alle Videos sammle, die ich bei meinen Streifzügen durch YouTube zu dem Thema entdecke. Ich füge diese hier unten mit ein. 🙂

Wired 11.2014

Wenn ich dem ausbleibenden Rascheln in der Blogosphäre und sozialen Netzwerken – oder meinen eigenen Filterblase – trauen darf, ist die aktuelle, neue Ausgabe der deutschen WIRED weitgehend unbemerkt geblieben.

Deswegen mein kurzer Hinweis an alle Interessierten – es gibt sie wieder, die WIRED. Ab jetzt dann auch endlich zehnmal jährlich.

Ich finde die neue Ausgabe ist lesenswert und sie hat mich wie jede Vorangegangene das eine oder andere Mal zum Nachdenken angeregt.

Liebeserklärung an Deutschland

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Als Frank Schmiechen (stellvertretender Chefredakteur der „Welt“-Gruppe) nach seinem viermonatigen Aufenthalt in Kalifornien eine Liebeserklärung an die USA schrieb, hat Clark Parsons (Managing Director bei der Berlin School of Creative Leadership) mit einer an Deutschland geantwortet.

Da mich solche kulturellen Geschichten immer sehr interessieren, dachte ich mir, ich mache euch auf den Artikel aufmerksam. Ich finde es immer spannend, etwas über Deutschland durch die Augen einer Person zu lesen, die in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen ist. Da lernt man immer etwas über sich selbst. 🙂

Chelsea Handler is no fan of Germany

Chelsea Handler ist offenbar kein Fan Deutschlands. Das hat sie zumindest bei ihrem kürzlichen Auftritt in der Late Show von David Letterman offenbart.

Nachdem Frau Handler selbst deutsche Wurzeln hat und wir „Deutsche“ im Ruf stehen, brutalst ehrlich zu sein (siehe auch Dr. Sabrina Mallon-Gerland), kann ich nur sagen:

Says she doesn’t like Germany? How very german of her! 😉

Sogar Ihr Verhältnis zur Nacktheit erinnert mich stark an die gemischten Saunas, über die z.B. Jeff Jarvis geschrieben hat.

Wenn es so etwas wie eine „deutsche Kulturdisposition“ gibt, dann hat sie einiges davon mitbekommen. :mrgreen:

Craig & the germans 2013

Was soll ich sagen, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Und so gibt es natürlich auch 2013 wieder einen Beitrag über die kleinen german moments der Late Late Show mit Craig Ferguson.

Bei der Gelegenheit habe ich noch zwei Videos in den german moments 2012 nachgetragen um den Beitrag zu vervollständigen. Ein Besuch kann sich also lohnen. 🙂

Damit wieder ohne langes drum Herumreden die aktuellen Fundstellen zu eurer persönlichen Erbauung. Viel Spaß.

German moments 2013: