Beitragsausfall #2

Reden wir nicht lange darum herum. Der Beitrag für diese Woche entfällt der Osterfeiertage bedingt aus. Hinzu kommt die maßlose Enttäuschung über den nicht gewonnenen Eurojackpot. Was hat sich die Glücksgöttin bloß dabei gedacht? Das hat man davon, wenn man Atheist ist. Mist! 😉

Osterei mit defektem Kleeblatt

Auch dieses Jahr hatte ich übrigens wieder kein Glück in Sachen gefüllte Schoko-Ostereier. Bei all den Bekannten und Verwandten, die inzwischen in ebenso nostalgischen Gefühlen und Erinnerungen schweben wie ich, könnte sich inzwischen wohl jemand eine goldene Nase damit verdienen.

Wenn Ockhams Rasiermesser nicht dagegen sprechen würde, wäre ich schon lange davon überzeugt, dass sich hier verschiedene Süßwarenhersteller zu einem Kartell verschworen haben, um durch extreme Verknappung den Preis für diese Leckerei in ungeahnte Höhen zu treiben. 😉

Wenn das so weitergeht, kann ich in 20 Jahren vielleicht für ein Jahresgehalt mal wieder eines dieser Eier käuflich erwerben.

 

Erwachsenenüberraschungsei

Angesichts des verräterischen Titels macht die Frage eigentlich recht wenig Sinn. Dennoch – wisst ihr, was ich mich schon lange gefragt habe?  😉

Wieso bringt Ferrero neben dem „Classic-Ei“ und dem „Mädchen-Ei“ eigentlich nicht auch eine Variante für Erwachsene auf den Markt? Schließlich lieben auch Erwachsene Schokolade und haben einen Sammeltick.

Kinder Überraschungsei

Kinder Surprise“ von Derek Key ist lizensiert unter CC BY 2.0

Die Spielzeuginhalte bzw. Serien müssten natürlich für Erwachsene angepasst werden. Ich dachte da an berühmte Gemälde oder Filmszenen. Wie wäre es beispielsweise mit einer Figurenserie „Das Abendmahl“ (Leonardo DaVinci), die ruhig etwas umfangreicher ausfallen darf als die durchschnittlich acht Figuren Happy Hippos, Schlümpfe, …?

Zwölf Apostel, Jesus, ein Tisch und ein paar Gebäudeteile, die sich schön in ein Diorama aufstellen lassen – das wäre doch mal was. Musste dabei irgendwie an die berühmten Disaster Dioramas von Spitefuls denken.

Was Filmszenen angeht, fällt mir spontan die „Mos Eisley Cantina“ aus Star Wars ein. Man stelle sich nur mal so einen Ü-Ei-Greedo vor.

Neben den Figurenserien gibt es natürlich auch die zusammensteckbaren Spielzeuge. Da fehlt mir allerdings gerade die Fantasie. Wem dazu etwas einfällt, ist gerne eingeladen, in den Kommentaren unter dem Beitrag seine brillianten Ideen zum Besten zu geben. 🙂

Was mir aus meiner eigenen Ü-Ei-Kindheit übrigens am meisten fehlt, sind die sogenannten „Kapselfiguren“. Wie der Name schon andeutet, waren das Figuren, bei denen die markante Plastikkapsel Bestandteil der finalen Figur war.

Seit meinen Kindertagen warte ich auf eine Serie von Kapselfiguren, die aus nicht weniger als mindestens 50 Plastikeiern bestehen. Dabei sollen in jedem der Eier ein paar dekorative Plastikteile, Aufkleber und Verbindungsstücke enthalten sein.

Zusammengesteckt würde dann ein modernes Kunstwerk entstehen. Wenn das schon mit Lego funktioniert (siehe „The Art of the Brick“), dann wird doch auch den klugen Köpfen bei Ferrero etwas einfallen.

Wer kann sich zum Beispiel noch an die entmolekularisierten bösen Buben in „Der Rasenmäher-Mann“ erinnern? Das schreit doch förmlich nach Kapselfigur, oder nicht?

Was denkt ihr, die geneigten Leser? Ist die Idee vielleicht doch blöder, als sie sich für mich im ersten Moment angehört hat? Welche Figurenserie, welches Kapselkunstwerk oder Steckspielzeug würdet ihr euch wünschen?

Wie immer ist mir jeder Kommentar willkommen. 😀

8-Bit Cookies

Da ich selbst zu Weihnachten nie das brennende Verlangen verspüre, unvermittelt in die Küche zu spurten um Kekse oder Plätzchen zu backen, kann ich leider nicht mehr sagen, wieso und wann ich über das „Rainbow Heart Cookie“ Video von Eugenie Kitchen gestoßen bin.

Ich weiß nur noch, dass ich ob der Back-Technik total fasziniert war und das Video unüberlegt in meinen Lesezeichen abgelegt habe.

Dort bin ich dann auch letztens wieder darüber gestolpert und hatte plötzlich den Gedanken, dass man damit doch eigentlich auch lustige Plätzchen in 8Bit-Optik backen können sollte.

Dazu müsste man den ausgerollten, eingefärbten Teig doch nur in quadratische Würstchen teilen, und diese dann zu einem entsprechenden Bild zusammenfügen, oder nicht? Abschließend müsste man die „Kekse“ nur scheibchenweise abschneiden und ausbacken.

Ich habe dazu mal ein kleines Bild erstellt, um meinen Gedankengang zu illustrieren.

Eugenie Kitchen Kekse in 8Bit Optik

Je kleiner die Kantenlänge der einzelnen „Pixel“, desto höher könnte die Auflösung des Plätzchens ausfallen. Die Frage ist nur, wie klein man mit Teig noch arbeiten kann? Sind weniger als fünf Millimeter pro Pixel noch praktikabel oder wird es da schon fitzelig bzw. machen einem da die physikalischen Eigenschaften des Teiges schon einen Strich durch die Rechnung?

Eine weitere Frage wäre die nach den Lebensmittelfarben. Alles was ich bisher in Supermärkten gesehen habe, sind drei, vier Standardfarben. Nicht gerade eine anspruchsvolle Farbpalette.

Gibt es so etwas wie ein Grundfarben-Set aus Rot, Gelb und Blau, mit dem man sich jede beliebige Farbe anmischen kann? Kann man solche exotischeren Farben noch bedenkenlos verzehren, ohne sich gleich zu vergiften bzw. seine Exkremente einzufärben? Fragen über Fragen.

Sofern jemand von euch zur nächsten Plätzchensaison genug Experimentierfreude entwickelt und sich an so etwas mal ausprobieren möchte, wäre es nett, wenn er oder sie die Ergebnisse hier mitteilt, oder besser noch ein eigenes YouTube-Video oder einen Blogbeitrag erstellt. 🙂

Nimm 2 Softies

Hat einer von euch schon mal die Nimm2 Softies von Storck probiert?

Die durch die geringe Beitragsveröffentlichungsfrequenz kleine Leserschaft meines Blogs legt zwar kaum einen Verdacht der Schleichwerbung nahe, aber lasst mich dennoch klarstellen, dass der Beitrag hier keine Promotion oder Werbung in irgend einer Form darstellen soll.

Nimm2 Lachgummis - Softies

Fakt ist, dass mir die Dinger einfach wahnsinning gut schmecken. Jede Packung davon wurde selbst gekauft und verzehrt. 🙂

Ich frage mich nur die ganze Zeit, wie Storck die „saftige“ Füllung in die Gummifrüchte hineinbekommt? An den Lachgummis selbst kann ich jedenfalls keine Einfüllöffnung erkennen. Gibt es da vielleicht schon eine entsprechende Reportage? Erzählt mir aber bitte nicht, dass man dafür wieder einen Autoklaven oder Cutter benötigt. 😉

Die brennenste Frage ist allerdings, ob es die Füllung auch als eigenständiges Produkt gibt? Also so eine Art flüssiges Gummibärchen. Das wäre doch mal ein guter Brot- bzw. Toastaufstrich.

Nachtrag ( 29.6.2015 ):

Apropos, die „Milchbubis“ aus der Lachgummi-Reihe sind bei all den „German Candy Taste Test„-YouTubern immer besonders für einen Lacher gut, weil der Name im englischen wie „Milk boobies“ also „Milchbrüste“ klingt.

Sollte das Produkt also jemals international eingeführt werden, muss man wirklich einen besseren Namen dafür finden. 😆

Nachtrag ( 4.7.2015 ):

Hier noch ein Querschnitt durch die Lachgummis. Vielleicht dient es der Aufklärung. 🙂

Gefüllte Schokoeier

Kommt es mir nur so vor oder gibt es heutzutage keine Schoko-Ostereier mehr mit flüssiger Füllung? In meiner Kindheitserinnerung waren die immer ganz besonders lecker.

Ich spreche jetzt nicht von irgend etwas Ausgefallenem mit alkoholischer Füllung wie Marc de Champagne, sondern von so einer richtig dickflüssigen, ungesunden Zuckerplörre.

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Ich habe mir redlich die Finger in den diversen Discountern wundgesucht, aber alles was ich an Füllungen finde, sind irgend welche streichzarten Cremes oder Nougat *würg*.

Wo sind bloß die flüssigen Zuckerbomben geblieben, deren Verzehr dem Wort „Zuckerrausch“ noch zur Ehre gereichten? Wie gern habe ich die aufgebissen und dann genüßlich ausgeleckt. Sind diese Zeiten wirklich vorbei?

Ich habe zwar keine große Leserschaft, aber falls jemand unter euch weiß, wo man so etwas bekommt, dann immer her mit den Einkauftipps. Aber merke, der Inhalt muss wirklich flüssig bzw. leicht zähflüssig sein. Wenn ich das Schokoei aufbeisse und dann umdrehe, soll der Inhalt tatsächlich aus dem Ei fließen. 🙂

Duplo Bastelstunde

Wer erinnerst sich nicht noch an den duplomatischen Werbespot, in dem der wackere Sieger das Herz seiner Geliebten mit der inzwischen berühmten Duploblume erobert.

Ich hatte mich ja damals darüber gewundert, dass die Angebetete blumentypisch an dem Bastelerzeugnis riecht, und Vermutungen angestellt, es wäre ein Test, ob sich der Herr nach dem Toilettengang die Hände wäscht.

Wie nicht anders zu erwarten, dürsteten viele nach der Bastelanleitung der Blume, und das Netz wurde mit dementsprechenden Anfragen und den dazugehörigen Bastelanleitungen überschwemmt. Wer wäre schon gerne der Typ Mann, der in der entscheidenden Situation den Schokoriegel verschlingt und dafür weiter zur Einsamkeit verdammt ist.

Unlängst ist mir der neue Werbespot aufgefallen. Diesmal entpuppt sich unsere zehnkämpfende Liebesmaschine als Origamimeister der fünften Stufe, denn statt Blumen zaubert er aus dem Verpackungsmaterial doch tatsächlich einen imposanten Duplo Schmetterling.

Die entsprechende Bastelanleitung habe ich bisher noch nicht im Netz entdecken können, aber lange wird man darauf bestimmt nicht mehr warten müssen.

Angesichts der immer ausgefeilteren Bastelerzeugnisse frage ich mich, wie lange es noch dauert, bis auch der Schokoriegel selbst Bestandteil des fertigen Kunstwerks wird. Wie man(n) den halben Schokozylinder allerdings kunstvoll in das Gesamtkunstwerk integrieren soll, will mir im Moment noch nicht einfallen.

Vielleicht in der Hand in eine andere Form schmelzen und zusammen mit dem Verpackungspapier ein hübsches Mobile basteln? 😉

Unter Cross-Selling Gesichtspunkten wäre es klug, wenn in einem zukünftigen Werbespot die Verpackung eines anderen Ferrero Produktes für die Fertigstellung der Bastelarbeit von Nöten wäre. Auf diese Weise würde man so neben Duplo eventuell auch noch das eine oder andere Überraschungsei, Kinderschokolade oder die eine oder andere Milchschnitte verkaufen.

Wäre doch kein dummer Gedanke. Und auch dringend erforderlich. Wie sollte man sonst das entsprechende Ferrero Bastelbuch für den modernen Mann auf den Markt bringen können. 😆

Manchmal hege ich ernste Zweifel, ob Basteln wirklich so sexy ist, als dass es den Ausschlag geben könnte. Ist Faltkunst wirklich der Inbegriff purer Männlichkeit?

Mir fällt dabei eher ein bebirkenstockter, Vollbart tragender Theologiestudent in Strickjacke ein, auch wenn ich im Moment nicht näher erklären kann, wie ich darauf komme.

Der „Sex and the City“ Generation an Frauen wird dagegen bestimmt nicht entgangen sein, dass ein Duplo immerhin die eine Hälfte eines phallusartigen Gegenstandes ist. Wäre es da so abwegig, dass Er sich ein zweites Duplo schnappt, und Ihr bereits Freuden spendet, während der andere Trottel noch geschäftig am Falzen ist, und den Tränen nahe nach einer Bastelschere Ausschau hält?

Möglich ist alles. Als Gegen-den-Strom-Schwimmer, der schon aus Prinzip „B“ sagt, wenn alle anderen „A“ sagen, sympathisiere ich jedenfalls mit dem durch die vorgegebene Handlung des Werbespots auserkorenen Verlierer und frage mich, wie er doch noch vor dem Bastelgenie den Sieg davonträgt.

Wie sieht es aus? Hat jemand da draußen noch eine Idee, wie oder warum der bastlerisch unbegabte Protagonist doch noch den Sieg davontragen könnte?

Ich bin gespannt. 😀

Update ( 20.09.2008 ):

Endlich hatte jemand die Idee, Ferrero anzuschreiben, die Anleitung anzufordern und diese abschließend sogar auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen.

In dem Fall ist es Suanne (sollte das evtl. Susanne heißen?), die das getan hat, und in den Kommentaren Bescheid gesagt hat. Ihr findet die Duplo Schmetterlingsanleitung also auf ihrer Seite, wenn ihr etwas nach unten scrollt.

Nachtrag ( 19.10.2013 ):

Anscheinend ist die Anleitung bei Susanne wohl schon länger offline. Deswegen sei hier auf das Papierfalten Blog verwiesen. 🙂

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Duplomatie

Der aktuelle Spot für Duplo ist zwar schon etwas älter, aber irgendwie ist mir erst heute aufgefallen, das die Dame am Ende an der sorgsam gebastelten Duplo-Verpackungs-Blume riecht. Warum tut sie das?

Was glaubt sie denn da zu riechen? Wenn sie tatsächlich Blumen riecht, würde ich mir ernsthaft Sorgen machen. Oder will sie vielleicht erschnuppern, was der Kerl als letztes in seinen Händen hatte? Prüft sie vielleicht auf Fäkalkeime?

Die Idee mit der gebastelten Blume ist übrigens recht praktisch. Auf diese Weise muss man sich wenigstens nicht um einen Abfalleimer bemühen. Ich habe nämlich die Angewohnheit, alles in meine Taschen zu stecken. Diese Sorge wäre ich damit schon los. 😉 Das muss ich mir echt merken.

Gegen den schnellen Hunger rasch einen Schokoriegel verdrücken, und den Müll dann hübsch drapiert weiterverschenken. Ob das wohl auch mit Obstschalen funktioniert? Was könnte man(n) denn Kreatives aus einer Bananenschale basteln? Vielleicht einen Lufterfrischer. Riecht für ein paar Tage nach Banane und sollte dann besser entsorgt werden.

Bei der Gelegenheit übrigens noch eine Zusatzinformation, die ich mal irgendwo gehört habe. Auch wenn es uns die Leute von Ferrero ständig einreden wollen – Duplo ist keine Praline. Wenn ich mich richtig an die Worte eines Experten erinnere, darf eine Praline niemals eine Waffel enthalten.

Wenn ich einen Bildungsauftrag hätte, wäre er mit dem letzten Absatz für heute erfüllt. 🙂