Martin Holland + Digital Blacksmiths Network

Aufgrund der durch hohe Umgebungstemperaturen verminderten Denkgeschwindigkeit belasse ich es für diese Woche bei zwei Leseempfehlungen. 🙂

Bei der ersten handelt es sich um mein altes Steckenpferd der asozialen Silicon-Valley-Milliardäre. Angesichts Apples gerade stattfindender WWDC 2018 (Entwicklerkonferenz) und dem frisch heraufziehenden neuen Facebook-Datenskandal, den die NewYork-Times mit ihrem sonntäglichen Artikel angestoßen hat, ist der Kommentar von Martin Holland auf heise.de unter dem Titel „Musk, Zuckerberg, Cook & Co. schaden der Gesellschaft“ finde ich eine prima Ergänzung und liegt zu dem auf einer Linie mit früheren Beiträge zu dem Thema.

Als Kontrast und für einen versöhnlichen Ausblick, empfehle ich eine faszinierende Artikelserie in der aktuellen Ausgabe des englischen Hackspace Magazins.

Sie beschreibt das Digital Blacksmiths Network der britischen Wohltätigkeitsorganisation TechforTrade.

Grob gesagt entwickelt und baut man in Entwicklungsländern 3D-Drucker mit Hilfe von recyceltem Elektroschrott, nutzt lokale Plastikabfälle wie Einwegflaschen und verarbeitet das gereinigte und geschredderte Grundmaterial zu Filament für schon erwähnte Drucker. Alles fair gehandelt und bekämpft als Bonus gleichzeitig das Plastikmüllproblem.

Ein dritter Artikel (neben 3D-Drucker und Filament Extruder) schreibt über die Bemühungen mit den neuen Möglichkeiten im kenianischen Bildungssystem die MINT-Fächer (im englischen „STEM“) zu fördern.

Ein genanntes Beispiel dafür sind aus 3D-Druckteilen und einem Raspberry Pi samt Kameramodul zusammengesetzte billige Mikroskope, die aufgrund des geringen Preises kenianischen Schulen in größerer Zahl zur Verfügung gestellt werden können.

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4 Gedanken zu “Martin Holland + Digital Blacksmiths Network

  1. Musk hat immerhin den Mut bekloppte Ideen in die Welt zu kübeln, die manchmal sogar funktionieren. Er ist wahrlich kein Messias, aber macht sich auch nicht zum Heiligen, wie z.B. Steve Jobs es gern getan hat, der menschlich der absolute Oberarsch war. Ich bin garantiert kein Fan von Musk, ihm gegenüber ziemlich neutral eingestellt, aber er gehört nicht in einem Satz mit Fratzenbuchkönig Zuckerberg genannt, der in meinen Augen den ehernen Herold der Soziopathen darstellt; der Rest sind schnöde Geldgeier. Ich glaube, da ist eher eine Ecke Neid unterwegs, weil er sein Geld kreativ verbrennt. Wenn man ihm vorwirft, er würde Tesla zu Grunde richten, dann halte ich dagegen, dass vermutlich niemand Tesla ohne ihn kennen würde, da sein Rumgehampel super Aufmerksamkeit erregt hat. Ohne das würde auch seine Raketenfabrik kaum offizielle Aufträge einfahren und wir hätten keine komplett recyclebaren Trägersysteme (alle anderen können höchstens einzelne Teile wiederverwenden; selbst die Wartung der Space Shuttles hat so viel Geld gekostet, dass man davon neue, billigere Raketen hätte hochschießen können). Das man gerne mal in sein Honigkuchengrinsen mal reinhauen könnte, liegt vermutlich daran, dass es etliche Arbeitsplätze kosten würde, wenn er eine Sache mal so richtig versemmelt und er dabei so völlig unbedarft sorgenlos rüberkommt, als sei es ihm egal, dass er nicht nur mit seinem Geld russisch Roulette spielt.

    • … aber macht sich auch nicht zum Heiligen … aber er gehört nicht in einem Satz mit Fratzenbuchkönig Zuckerberg genannt, …

      Da würden dir bestimmt Weggefährten und Mitarbeiter was anderes erzählen. Zumindest nachdem was ich so gelesen habe. Ich habe mir zugegebenermaßen auch kein vollständiges Bild gemacht, aber manche seiner „Ausfälle“ bestärken mich in der Ansicht, er könnte so eine Mischung aus Howard Hughes und Steve Jobs sein.

      Sicher kann man das Beste von seinen Mitarbeitern fordern und sie auch anstacheln unter ihren Schreibtischen zu schlafen, bis ein Problem gelöst ist. Dann muss diese Leistung aber auch entsprechend bezahlt werden. Ansonsten ist man nur das gewöhnliche „Silicon Valley Ausbeuterschwein“, das seine Mitarbeiter nur mit Visionen, viel heißer Luft und einem Hungerlohn bezahlt, während der „Weltverbesserer“ als Superstar durch die Medien tingelt.

      Ich habe bis jetzt jedenfalls nichts gesehen, das mich davon überzeugt, Elon Musk gehöre nicht in die gleiche Reihe wie Steve Jobs, Howard Hughes oder Bill Gates. Prinzipiell passt Bill Burrs Comedynummer auf Steve Jobs genauso gut für Elon Musk. 😉

      • Ich so: „Oh, mein Gott! Er hat eine andere Meinung als ich! Schlagt ihn!“ ^^
        Spaß beiseite. Musk ist wirklich kein Menschenfreund, aber Jobs ist für mich immer noch eine besondere Klasse Arsch. Und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass Zuckerberg fast das komplette Spektrum von Geisteskrankheiten umfasst und Bände zum Thema pathologisches Verhalten füllen könnte. In den Anhörungen sah er permanent so aus, als wenn er am liebsten alle Anwesenden mit einer stumpfen Rasierklinge ermordet hätte, um sie dann an ihren eigenen Eingeweiden zur Dekoration aufzuhängen und sich dabei selber Witze zu erzählen und künstlich zu lachen, weil sie gar nicht witzig sein, sondern nur seine Psychotour klischeehaft unterstreichen sollen.

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