Sorry for my bad English

Zwei Figuren reden √ľber DeutschlandEiner, wenn nicht sogar der Hauptgrund f√ľr meine Abstecher in die ‚ÄěGermany‚Äú-Videos auf YouTube ist meine Faszination f√ľr die Frage, was man gemeinhin unter ‚Äětypisch Deutsch‚Äú versteht. Welche Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften, Gestik & Mimik und was sonst noch alles lernen oder eignen wir uns im Lauf des Lebens an, ohne zu ahnen, dass eben dieses uns zu typischen ‚ÄěDeutschen‚Äú pr√§gt?

Dazu muss ich heutzutage leider klarstellen, dass ich hier keine l√§cherliche Debatte √ľber Umvolkungsparanoia oder ewiggestrige Rassenideologie lostreten m√∂chte.

Es geht mir schlicht um die Neugier und den Spa√ü bei der Entdeckungsreise nach dem ‚ÄěDeutschen‚Äú in uns allen. Was meint Vic Dorn zum Beispiel, wenn er sagt: ‚ÄěVielleicht bin ich denen einfach zu Deutsch?‚Äú

Nicht zu vergessen, das ‚Äě√úber sich selbst lachen k√∂nnen‚Äú, wenn man erkennt, wie ‚Äědeutsch‚Äú man sich in der einen oder anderen Situation verhalten hat oder welche Verhaltensweisen man generell an sich selbst entdeckt. Wenn im Rahmen dieses Selbsterkenntnisprozesses die Gelegenheit entsteht, meine Landsleute im Urlaub auf die Unsitte von Socken in Kombination mit Sandalen aufmerksam zu machen, ist dies nur ein netter Nebeneffekt. ūüėČ

Stereotype deutsche Legofiguren

‚ÄěTypical stereotypical Germans‚Äú von Remy Sharp ist lizensiert unter CC BY-SA 2.0

Der Aspekt, um den es in diesem Beitrag gehen soll bzw. der mir in unz√§hligen YouTube-Videos immer wieder aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Deutsche sich meist schon zu Beginn eines Gespr√§chs in einer Fremdsprache wie Englisch prophylaktisch f√ľr Sprachwortschatz und Aussprache entschuldigen, obwohl daf√ľr meist √ľberhaupt kein Grund besteht.

In anderen Kulturkreisen wird sich v√∂llig ungezwungen in einer anderen Fremdsprache unterhalten und sollte das Gespr√§ch mangels Vokabell√ľcken doch einmal feststecken, ist man sich auch nicht zu schade mit H√§nden und F√ľ√üen zu gestikulieren.

Ich habe noch nie einen Inder gesehen, der sich f√ľr seinen auff√§lligen Akzent bei einem Engl√§nder entschuldigt h√§tte. Selbst innerhalb Gro√übritanniens gibt es teilweise von Stadt zu Stadt oder Landstrich zu Landstrich unterschiedliche Dialekte oder Akzente. Trotzdem neigt der Deutsche offenbar dazu, sich f√ľr sein schlecht ausgesprochenes „th“ (Ti-Eitsch) zu sch√§men.

Mein Wunsch f√ľr die Zukunft und alle Mitlesenden w√§re deshalb, h√∂rt auf, euch f√ľr das leidliche Beherrschen einer Fremdsprache zu entschuldigen und akzeptiert die Tatsache, dass ihr Englisch mit einem deutschen Akzent sprecht. Kein Grund sich deswegen zu sch√§men. Sollte euch dennoch mal jemand schief deswegen anschauen, k√∂nnte ihr eurem Gegen√ľber ja immer noch anbieten, das Gespr√§ch in ‚ÄěDeutsch‚Äú fortzuf√ľhren. ūüėÄ

Apropos, hier noch ein Gedanke. Hat sich eigentlich schon mal jemand die M√ľhe gemacht, alles typisch Deutsche irgendwo z.B. in Form eines Wikis zu sammeln und nieder zuschreiben?

W√§re doch mal ganz n√ľtzlich zu wissen, dass wir in England als eine Nation von ‚ÄěLiegestuhl um 6 Uhr fr√ľh mit dem Handtuch Reservierern‚Äú verschrien sind. Selbsterkenntnis ist schlie√ülich der erste Schritt zu Besserung.

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