Kommentar ohne Schikane

Nachdem mit Bayern und Baden-Württemberg nun auch die letzten beiden Bundesländer die Sommerferien eingeläutet haben und sich die gesamte Republik und Leserschaft im Urlaubsmodus befindet, machen angesichts der noch magereren Zugriffszahlen große Beiträge recht wenig Sinn oder wären pure Materialverschwendung – so ich denn überhaupt Material hätte.

Ich weiß nicht mehr, welcher Comedian mal erzählte, dass seine Familie sparen musste um arm zu sein, aber während ich so auf die Blogstatistik schaue, beschleicht mich der Gedanke, ich sollte eventuell ein paar Leute zum Aufruf meines Blogs mobilisieren, damit ich schlussendlich stolz verkünden kann, im August hätte niemand mein Blog besucht. 😉

Die ideale Zeit für einen Beitrag zur Kommentarfunktion dieses Blogs. Ein Thema, das mir schon länger unter den Nägeln brennt. In den heutigen Social Media-Zeiten von Facebook, Twitter & Co. zerfasern die Diskussionen ja leider auf den verschiedenen Plattformen statt dass diese zentral auf der eigenen Website stattfinden.

Das ist der Grund, warum ich das Kommentieren meiner Beiträge so einfach wie möglich gestaltet habe. Soll heißen, man kann sich hier unter den Beiträgen ohne Angabe von E-Mail-Adresse, Namen oder Website zu Wort melden. Das mag wegen der Spamgefahr zwar nicht das Klügste sein, aber ich empfinde die Unterhaltungen unter den Beiträgen stets als Mehrwert. Außerdem arbeitet der Spamfilter hier auf WordPress.com (Akismet) ziemlich zuverlässig.

Das einzige Problem an der Sache ist, dass im Kommentarformular für meine Begriffe nicht eindeutig ersichtlich ist, dass es eben auch ohne E-Mail-Adresse und Namen geht. Nur jemand der mit dem Unterschied vertraut ist, wird bemerken, dass in den Feldern der Zusatz (erforderlich) fehlt.

Kommentarformular WordPress.com

Kommentarformular auf WordPress.com

Deswegen überlege ich seit längerem, wie ich meine Leser möglichst deutlich auf die Möglichkeit hinweisen kann. Am besten wäre wohl ein schön gestaltetes Text-Widget in der Seitenleiste. Garniert mit einem aussagekräftigen Bild. Genau hier wird es schwierig.

Mein erster Gedanke war, wie stellt man „anonymes Kommentieren“ möglichst einfach als Bild dar. Da WordPress und eben auch WordPress.com in jedem Fall die IP-Adresse des Verfassers speichert, handelt es sich technisch gesehen gar nicht um einen anonymen Kommentar. So funktioniert es also schon mal nicht. Dann schon eher in die Richtung „unkompliziertes Kommentieren“, „Kommentieren ohne E-Mailadresse & Name“, …

Zu meiner Schande muss ich gestehen, mir fehlt momentan die passende Idee. Hat jemand unter euch vielleicht einen genialen Einfall, wie so ein Bild aussehen sollte? Ein einfaches Bild, das sprichwörtlich mehr sagt als 1.000 Worte. 🙂

Praktisch wäre es, wenn es international gültige Symbole dafür gäbe, wie das beispielsweise bei den verschiedenen Creative Commons-Lizenzen geregelt wird.

Nachtrag ( 3.8.2016 ):

Von Caspar kam gestern schon per Twitter der elegante Vorschlag, einen entsprechenden Hinweis direkt im Kommentarformular einzublenden. Möglich wäre das durch eine Ergänzung des CSS-Codes mit:

#respond .comment-form-fields:before {
   content: 'Freiwillige Angaben';
   display: block;
   background: yellow;
   padding: .5em;
   margin: 2px 15px 8px 0;
   box-sizing: border-box;
   font-weight: bold;
}

Im Ergebnis sähe das dann folgendermaßen aus.

WP.com Kontaktformular mit eigenem Hinweis

Eigener Hinweis im Kontaktformular mittels CSS-Code

Leider erfordert diese Änderung hier auf WordPress.com mindestens einen kostenpflichtigen Premium-Tarif, den ich nicht besitze. Dennoch nochmal von dieser Stelle aus Danke für den Vorschlag. Ich bin mir sicher, anderen WordPress.com-Nutzern hilft das bestimmt weiter. 🙂

Ich zermartere mir in der Zwischenzeit weiter das Gehirn nach einer genialen Bildidee für ein schönes Text-Widget.

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4 Gedanken zu “Kommentar ohne Schikane

  1. Bei mir steht als Hinweis über den Eingabefeldern (eigene, keine von WordPress.com) nur „Alle Angaben sind freiwillig. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder weitergegeben.“ Wie groß der Anteil der Leute, die das wegen Pflichtfeld-Gewöhnung nicht bemerken, ist, weiß ich natürlich auch nicht…

    Ein einfaches und verständliches Symbol fällt mir da auch nicht ein. Sprechblase mit durchgestrichenem Brief oder @ oder sowas scheint mir auch noch zu erklärungsbedürftig.

    • Als Selbsthoster hast du natürlich viel mehr Möglichkeiten wie hier auf WordPress.com. 🙂

      In meiner UI-Idealvorstellung würden die Felder zunächst mal überhaupt nicht angezeigt werden, sondern nur das Kommentarfeld mit aktivem Focus bzw. eben dem blinkenden Schreibcursor. Mit einem Toggle oder Button könnten dann die, die wirklich einen Namen, E-Mail-Adresse, … hinterlassen wollen oder nicht anderweitig angemeldet sind (OAuth, …) die Felder wieder einblenden.

  2. Also mir wurde da jetzt auch nichts einfallen. Aber ich bin jetzt auch nicht so der der viel kommentiert. Ich bin einer von den vielen stillen feed Lesern. Das heisst ich komme auch nicht in deine Statistik. Finde das way du schreibst aber trotzdem gelungen.

    • Trotzdem Danke für dein Feedback. 🙂

      Rein aus Interesse, hast du vor diesem Beitrag gewusst, dass hier Kommentieren ohne diese Angaben möglich ist? Oder anders herum gefragt, hat dich das Kommentarformular vielleicht bisher davon abgeschreckt, deswegen einen Kommentar zu hinterlassen?

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