Gronkhs Leben im Minecraft-Wald

Der Sommer und die Temperaturen nähern sich zusehends ihrem Höhepunkt. Im selben Ausmaß schwinden bei mir die kreativen Säfte und wenn man den Zugriffszahlen glauben schenkt, auch die Leselust der Besucher. Was ist nur aus den guten alten Stubenhockern geworden? Sind die jetzt doch alle im Schwimmbad?

Wie auch immer. Ergebnis des quälend schlechten Fernsehprogramms kombiniert mit der Hitze ist eine ausgewachsene Ideenlosigkeit. Ich zermartere mein Hirn aber mir will einfach nichts Produktives oder Unterhaltsames einfallen.

Deswegen heute einfach mal eine kleiner Beitrag zum aktuellen Minecraft „Life in the Woods“ Let’s Play von Gronkh. Eigentlich weniger zum Let’s Play als vielmehr zu dem, was sich beim Konsum Verstörendes in meinem Kopf abspielt.

Selbstzweifel

Als Ü35er nagt in mir ständig der Verdacht, nicht mehr zur richtigen Zielgruppe zu gehören. Sollten Leute meiner Generation nicht lieber ein gutes Buch lesen oder Besseres mit ihrer Zeit anfangen? Bin ich intellektuell vielleicht im Kinder-Fernsehprogramm hängen geblieben? Nur eine rhetorische Frage. 😉

Sinnsuche

Läuft die ganze Rohstoffsammlerei, Lagerhaus- und Küchenautomatisierung nicht langfristig darauf hinaus, das komplette Inventar des Kreativ-Modus abzubilden? Ich an gleicher Stelle würde mich in manch dunkler Stunde fragen, warum dann nicht gleich im Kreativmodus spielen?

Ich schau zuviel TV

Bin ich der einzige, der jedesmal, wenn Gronkh über „die Vault“ spricht, nicht an einen Bunker sondern den unsympathischen Bösewicht „Ellis DeWald“ aus Beverly Hills Cop III denken muss?

Ellis Dewald

Für alle Bildungslückler hier exemplarisch die berühmte Dinner-Rede.

Axel Foleys herzhaftes „Bravo DeWald“ würde mir übrigens gut auf dem Soundboard von Gronkh gefallen? Ich höre das sozusagen immer zwischen den Zeilen, wenn er zu Beginn einer neuen Session auf die Änderungen in der Vault eingeht. 😉

Ich bin einfach zu deutsch

Geht Gronkhs Aussprache von „gut“ als „jud“ auf Berliner oder doch einen Kölner Akzent zurück? Ich habe dabei jedenfalls immer die berühmte Szene aus Woody Allens „Der Stadtneurotiker“ vor Augen, als Alvy Singer mit seinem treuen Freund Rob die Straßen New Yorks entläuft und er über das Essen mit den NBC-Leuten schwadroniert.

Neulich war ich mit ein paar Leuten von NBC zum Essen verabredet. Ich sagte: „Kommt, Kinder, ich lad Euch alle ein!“. Daraufhin sagte Tom Christie: „Also jud“. Nicht „Also gut“, sondern „Also jud!“ Verstehst Du? Nicht gut, sondern jud! Jud!

Das waren sie also, die Dinge, die sich beim Minecraft-Let’s Play Konsum in meinem Kopf abspielen. Vom sowieso üblichen Selbsthass und den Selbstzweifeln mal abgesehen. 😉

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2 Gedanken zu “Gronkhs Leben im Minecraft-Wald

  1. Gronkh wildert immer wieder gerne mal in Mundarten herum. Das obligatorische „Moin“ fehlt da auch nicht. Obwohl… das findet sich im Internet an alllen möglichen Ecken. Selbst Holländer und Franzosen sind schon darauf gedrillt auf deutschen Spieleservern mit „Moin“ zu Grüßen. Das klingt schon ein bißchen runder als ein „GUTEN TAG!!!“. Die Schweizer sind da hartnäckiger. Statt einem „Moin“ kann man denen höchstens ein „Tach“ entlocken. ^^

    • Von der Sache mit dem „Moin“ habe ich tatsächlich schon gehört. 🙂

      Was Gronkhs „jud“ angeht, interessiert mich, ob das eine entliehene „Berliner Schnauze“ ist, oder doch im Kölner Dialekt verwurzelt ist. Siehe z.B. Stefan Raab & Kylie Minogue

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