So fliegen die Deutschen, …

Zwei Figuren reden über Deutschland

Viele von euch werden den aktuellen Lufthansa-Werbespot inzwischen schon gesehen haben, aber da er so wunderbar mit den Stereotypen über uns Deutsche spielt, konnte ich natürlich nicht widerstehen, darüber einen kleinen Beitrag für meine „Germæntion“-Reihe zu verfassen.

Da ein gewisser Teil meiner Leser laut eigener Aussage kein Fernsehen mehr schaut, ist es angebracht, zunächst mal den besagten Werbespot hier als YouTube-Video einzubinden. Es soll ja schließlich jeder wissen, über was wir genau reden. 🙂

Da der Spot von CZAR Germany produziert wurde, war ich versucht, ganz hämisch festzustellen, dass wir „Deutschen“ entgegen der verbreiteten, internationalen Ansicht durchaus eine gute Portion Humor besitzen. Dann musste ich aber feststellen, dass der verantwortliche Regisseur Martin Werner Däne ist. So ein Mist! 😉

Immerhin beweist der bei uns laufende Spot, dass wir über uns selbst lachen können. Humor-technisch sind wir also gerettet. Oder ist schon jemand dabei, eine Anklage wegen Volksverhetzung oder Majestätsbeleidigung anzustrengen? Ich muss zugeben, ich habe da mittlerweile den Überblick verloren.

Nach wiederholtem Konsum des Spots wollte ich schon einen süffisanten Beitrag über den fehlenden röhrenden Hirschen schreiben, der in dem Schauplatz für mich irgendwie gefehlt hat. Glücklicherweise ist mir noch rechtzeitig der ungewöhnliche Wurstständer aufgefallen. Das hätte ansonsten sehr peinlich werden können. Puh!

Hirschkopf dekoriert mit Räucherwürsten

Sind euch übrigens die schönen Tapeten, Fensterverzierungen und Kopfstützenbezüge in der Flugzeugkabine aufgefallen?

Während  Tapeten und Fensterverzierungen ein durchaus stimmiges Bild abgeben, erinnern mich die Kopfstützenbezüge an Prilblumen und passen vom Farbschema eher in die 70er Jahre. Ich finde das beißt sich farblich. War der Inneneinrichter der Lufthansa seinerzeit farbenblind? 😆

Wer jetzt meint, eine rustikale Einrichtung wie die gezeigte wäre ein typisch deutsches Phänomen, hat noch nie die Quaint my ride Episode von Top Gear gesehen, in der Jeremy Clarkson eine französische Designerin auffordert, eine 96er Mercedes S-Klasse auf „altmodisch“ zu trimmen und im englischen Landhausstil einzurichten.

Wie man sieht, muss uns die Einrichtung im Werbespot nicht peinlich sein. Ich verzichte hier jedenfalls auf das Fremdschämen.

Zum Abschluss sei erwähnt, dass der Titel des Beitrags eine Anspielung auf den umstrittenen „Gauchos“-Auftritt bei der WM-Siegesfeier 2014 ist, welcher auch schon wieder zwei Jahre her ist. Wo ist nur die Zeit geblieben? Ob der offizielle EM-Uhrensponsor, so es denn einen gibt, darauf eine Antwort hat?

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