Universaler Schutzwall

Habt ihr gewusst, dass wir als Menschheit selbst unter den aller günstigsten Bedingungen niemals weiter reisen könnten, als innerhalb der sogenannten „Lokalen Gruppe?“ Diese umfasst neben der Milchstraße und unserer Nachbargalaxie „Andromeda“ nur noch einige Zwerggalaxien und macht nur ein 100millionstel des beobachtbaren Universums aus.

Milchstraße und Andromeda vor Bergprofil

Das ist alles, was wir jemals mit unseren „Raumschiffen“ erreichen könnten. Der Rest des beobachtbaren Universums treibt mit so hohen Geschwindigkeiten von uns weg, dass wir es nie einholen könnten.

Gelernt habe ich das alles durch ein YouTube-Video aus der Reihe „Kurzgesagt – In a Nutshell“, dass kürzlich veröffentlicht wurde.

Da bekommt man ja fast schon klaustrophobische Zustände. 😉

Erschwerend kommt hinzu, dass uns irgendwann auch das Licht des restlichen Universums nicht mehr erreichen wird und der Himmel abgesehen von den Sternen der lokalen Gruppe dunkel wird.

Eingeschränkte Reisefreiheit und dann auch noch Entzug des Nachtlichts? Das sind ja rosige Aussichten. Wer von euch hat seinen Teller nicht leer gegessen? Raus mit der Sprache!

Kann sich abschließend jemand einen Reim darauf machen, warum die Macher des Videos ausgerechnet die Ferengis als archetypische Vertreter einer Milchdromeda-Galaxie auswählen? Gibt es tatsächlich keine Alternative zum Kapitalismus?

In the long run we are all Ferengis. 😉

Advertisements

16 Gedanken zu “Universaler Schutzwall

  1. Und ich hatte gehofft, dass unsere menscheigenen Ferengis in absehbarer Zeit aussterben. Offenbar ist das ein schöner Traum.
    Persönlich würde ich sagen, mir reicht die Milchstraße fürs Erste. Andromeda wäre ein netter Bonus, aber man müsste erst einmal bis dahin kommen.
    Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir hier von Zeiträumen sprechen, die nicht einmal mehr geologisch sind. Es gibt doch Theorien, dass es in den früheren Phasen des Universums bereits Existenzen gegeben haben kann, die nur in den heißen, dichten Milieus des jungen Universums existiert haben können. Unsere aktuelle Umgebung muss auf sie gewirkt haben wie das prognostizierte Szenario auf uns. Ich würde nicht ganz pauschal ausschließen wollen, dass sich neues Leben dort bilden kann, welches z.B. die langen Wellenlängen des Nachthimmels durchaus wahrnehmen kann und für die das viel zu heiße flüssige Wasser erscheint wie für uns z.B. das Feuer der Sonnen.
    Ja, ich gebe zu, das ist nicht besonders durchdacht sondern nur ein Gedankenfetzen zum Mittag.

    • Andromeda wäre ein netter Bonus, aber man müsste erst einmal bis dahin kommen.

      Das Gute ist, Andromeda bewegt sich auf uns zu. Wenn wir also lange genug warten, ist es irgendwann nur noch ein Katzensprung. Natürlich nur gesetzt den Fall, wir schaffen es irgendwie, unser Bewusstsein in eine Maschine zu überführen, um lange genug darauf warten zu können. 😉

        • Kybernetische Körper sind schön aber aktuell noch etwas… unpraktikabel

          Laut Ray Kurzweil und seinen Prognosen in Homo s@apiens soll das angeblich noch zu unseren Lebzeiten möglich sein. Ich bin da noch skeptisch.

          Allerdings halte ich das noch für wahrscheinlicher als Kolonien in anderen Systemen, da die Antriebstechnik das nicht hergibt. Schon die oft beschworene Kolonie auf dem Mars wird schwierig, weil der Mars kein ausreichend großes Schwerkraftfeld besitzt und keine Atmosphäre halten kann.

          • Endlich mal jemand, der nicht den blödsinnigen Vorschlag mit Terraforming auf dem Mars vorschlägt. Wie richtig angemerkt, er könnte die Atmosphäre einfach nicht halten. Aber Tunnel können wir gut bauen und Kuppeln sind auch nie falsch. Wir könnten auf dem Mond üben, das wäre schön erreichbar. Und vom technischen Stand her auch in unseren Lebzeiten machbar.

                • Ich meine nicht Lift zum Mond sondern auf dem Mond. Also anstatt der Erde. Deutlich geringere Anziehungskraft sprich sehr viel kürzeres Seil und deutlich schwächere Belastung auf selbigem. Wir müssen nur hinkommen.

                • Du meinst einen Fahrstuhl auf dem Mond, der dann in die Tiefe des Mondes fährt? Das wäre natürlich technisch möglich. Dann müssten wir aber erst mal Bohrgerät hoch schaffen. 🙂

                • Verstehe. 🙂

                  Frage mich nur, für was wir einen Orbitallift auf dem Mond außer zum Üben benötigen würden. Es muss ja schließlich auch eine wirtschaftliche Entscheidung sein. Nur zum Üben macht sich glaube ich keiner die Arbeit und schultert die Kosten.

                • Seh ich ein. Wenn wir das mit der Fusion gemeistert bekommen könnte das viel besungene Helium3 interessant werden, vielleicht so oder so einige seltene Erden oder Georohstoffe. Alternativ kann man natürlich auch den Mars aufsuchen. Halbe Schwerkraft ist auch schon ein guter Schritt und den Stahl, den man dort gewinnen kann, kann man in ausreichenden Massen produzieren, dass es sich lohnt. Einziger Schönheitsfehler: Stahl ist ganz sicher kein kritischer Rohstoff und damit für dieses Projekt völlig uninteressant. Es ist ja immer noch billiger, neues Eisen zu fördern als bestehendes zu recyceln.

    • Apropos Weltraumfahrstuhl – bin da letztens auf einen englischsprachigen Artikel gestoßen, der darlegt, dass das vielbeschworene Aufzugsseil aus Kohlenstoff-Nanotubes derzeit einen Weltraumaufzug nicht tragen würde.

      👉 Carbon nanotubes too weak to get a space elevator off the ground

      Es gibt da wohl noch Probleme mit dem Herstellungsverfahren. Sobald nämlich ein einziges Atom an der falschen Stelle ist, verringert sich die Reißfestigkeit eines Nanotubes extrem.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s