Nimm 2 Softies

Hat einer von euch schon mal die Nimm2 Softies von Storck probiert?

Die durch die geringe Beitragsveröffentlichungsfrequenz kleine Leserschaft meines Blogs legt zwar kaum einen Verdacht der Schleichwerbung nahe, aber lasst mich dennoch klarstellen, dass der Beitrag hier keine Promotion oder Werbung in irgend einer Form darstellen soll.

Nimm2 Lachgummis - Softies

Fakt ist, dass mir die Dinger einfach wahnsinning gut schmecken. Jede Packung davon wurde selbst gekauft und verzehrt. 🙂

Ich frage mich nur die ganze Zeit, wie Storck die „saftige“ Füllung in die Gummifrüchte hineinbekommt? An den Lachgummis selbst kann ich jedenfalls keine Einfüllöffnung erkennen. Gibt es da vielleicht schon eine entsprechende Reportage? Erzählt mir aber bitte nicht, dass man dafür wieder einen Autoklaven oder Cutter benötigt. 😉

Die brennenste Frage ist allerdings, ob es die Füllung auch als eigenständiges Produkt gibt? Also so eine Art flüssiges Gummibärchen. Das wäre doch mal ein guter Brot- bzw. Toastaufstrich.

Nachtrag ( 29.6.2015 ):

Apropos, die „Milchbubis“ aus der Lachgummi-Reihe sind bei all den „German Candy Taste Test„-YouTubern immer besonders für einen Lacher gut, weil der Name im englischen wie „Milk boobies“ also „Milchbrüste“ klingt.

Sollte das Produkt also jemals international eingeführt werden, muss man wirklich einen besseren Namen dafür finden. 😆

Nachtrag ( 4.7.2015 ):

Hier noch ein Querschnitt durch die Lachgummis. Vielleicht dient es der Aufklärung. 🙂

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24 Gedanken zu “Nimm 2 Softies

    • Aber unbedingt. 🙂

      Bin ganz gespannt, ob die dir genauso gut schmecken und freue mich schon auf dein Urteil.

      Ich habe übrigens gerade festgestellt, dass es diese auch als Jogurtfrüchte geben soll. Selbstverständlich auch mit Füllung. Muss ich mal probieren.

        • Sooft ich an irgendwelchen „Gummidingern“ vorbei komme, denk ich an Dich und diesen Artikel. Ich hab endlich welche gefunden. Aber noch nicht probiert. Kommt, wenn es kühler ist 😉 Auf Joghurt-Teile hatte ich keinen Appetit – die machen oft die Zähne so mehlig…

          • Warte schon ganz gespannt auf dein Geschmacksurteil. 🙂

            Erfahrungsgemäß vertragen diese Joghurtdinger die Hitze übrigens noch schlechter als das Original. Als ich letztens eine Tüte von denen aufgemacht habe, war das nur noch ein einziger großer Batzen.

            • Also, ich habe mich heute geopfert. Und, ehrlich, ich muss sie nicht haben. Süße Pampe. Die Orangen gehen noch, finde ich. Der Rest begeistert mich nicht wirklich. Dann lieber die ohne Füllung oder eben luftgetrocknete Gummibärchen 😉 Sorry.

  1. Fruchtgummis werden allgemein so hergestellt, daß ein Stempel in Form des gewünschten Gummis in Maisstärke gedrückt wird.
    Aus einer Tülle läuft dann die Gummimasse in diese Form und erstarrt etwas.
    Nach kurzen Abkühlen kann die Maisstärke abgesiebt werden.
    Ein Trennmittel, Öle oder Wachse, verhindert dann ein Aneinanderkleben der einzelnen Bonbons, die zum Aushärten noch einen oder mehrere Tage temperaturgeführt gelagert werden müssen.

    Aus diesem Produktionsprozess ergibt es sich, daß die Bonbons eine geformte Vorderseite haben, die dem Stempelabdruck entspricht und eine ungeformte Rückseite, die der variablen Oberfläche des in die Gußform getropften Sirups entspricht.
    Es ist, wie bei gefüllten Pralinen auch, nun kein Problem, zuerst nur einen Teil schneller erstarrender Gummimasse einzufüllen, dann einen Kleks flüssigbleibender Füllung und anschließend eine abdeckende und umschließende Hülle bzw. Rückseite aus dem Gummimaterial darüber zu gießen.

    Es ergibt sich bei solchen Methoden aber oft das technische Problem, daß die flüssige bzw. cremige Füllung schlecht zu umhüllen ist.
    Man kennt das beispielsweise von der Produktion von schokoladeüberzogenen Minztäfelchen.
    Hier stellt sich ja die Frage, wie man eine solche weiche, fließende Minzmasse mit Schokolade überziehen kann.
    Hier hilft sich die Süßwarenindustrie, indem sie das Füllgut vor dem Überziehen stark abkühlt, sodaß die Füllmasse als fast schon festes Füllsel eingegeben werden kann.

    Ich hoffe, ich konnte Deine Frage beantworten.

    • Das deckt sich in groben Zügen mit dem, was ich in der Sendung mit der Maus schon gesehen habe.

      Bei der ersten Methode bildet die erste Schicht schneller erstarrender Gummimasse aber doch keine Form, die gefüllt werden könnte, sondern eine glatte Rückseite. Wie kann man da eine flüssige Füllung einschließen?

      Die Lösung mit dem Abkühlen klingt plausibel. Jetzt müsste nur noch jemand von Storck bestätigen, dass das genau so gehandhabt wird.

      Danke jedenfalls für deine Erklärung. 🙂

      • Ja klar, ich habe die schon probiert.
        Haribo hat ja ein ähnliches Produkt im Portfolio, nämlich gefüllte Cola-Fläschchen.
        Der Clou bei der Herstellung ist die Feinabstimmung der Fließeigenschaften der verschiedenen Komponenten.
        Um eine Maisstärkeform mit einer Schicht zu füllen, die eine Delle nach innen hat, darf diese Form nicht ganz gefüllt werden und muß in kreisender Bewegung gehalten werden, dann setzt sich die Füllung nur an der Maisstärke ab und bildet in der Mitte eine Kuhle.
        Eine weitere Möglichkeit wäre das Gießen nicht in Maisstärke stattfinden zu lassen.
        So wird es bei gefüllten Schokoladehohlfiguren gemacht.
        Eine Form wird mit flüssiger Schokolade gefüllt, ein Teil bleibt an der Wandung als Schicht hängen und erstarrt, der Rest wird durch Umdrehen der Formen wieder ausgegossen.
        Nach dem Einfüllen der Füllung wird in einem weiteren Arbeitsgang der Boden aufgegossen.

        Möglich ist es auch gefüllte Produkte im Strang zu produzieren. Hierbei bildet die Hüllmasse quasi den Schlauch und die Füllung befindet sich darin. Durch Abpressen an beiden Enden verschließt sich die Hüllmasse um das Füllgut.
        So angewendet bei harten gefüllten Bonbons.

        • Die gefüllten Cola-Fläschchen kenne ich gar nicht. Muss ich auch gleich mal besorgen. Danke für den Tipp.

          Die kreisende Gußform bei der Schokoladenhohlfigurherstellung war mit geläufig. Ich dachte nur, das ist aufgrund der Materialeigenschaften der Maisstärke keine Option bei der Gummibärenherstellung.

          Strangproduzierung kommt für diese „Softies“ zwar wegen der äußeren Form auch nicht in Frage, aber es ist gut, alle Verfahren an einer Stelle zu haben. Hast du denn mal in der Süßwarenindustrie gearbeitet?

          • Nein, das nicht. Aber ich war schon bei einigen Süßwarenherstellern in der Produktion.
            U.a. habe ich auch mal eine zeitlang Ernährungswissenschaften studiert.

            Die Verfahren, wie unsere Lebensmittel industriell hergestellt werden, sind manchmal erstaunlich archaisch und dann wieder erstaunlich hochtechnisiert.
            Bei solchen Bonbons ist alles denkbar, denn gerade die Süßigkeitenhersteller tun alles, um die Nase vorn zu haben und dem Verbraucher wieder einen besonderen Kick zu geben.

            Übrigens: Wenn ich rotierende Formen meine, dann sind die nicht aus Maisstärke. Maisstärke liegt zwar satt auf und ist recht formstabil, würde aber eine gewisse Schräglage vielleicht doch nicht überstehen. Andererseits kann man die aber auch recht fest stampfen.

            Weitere technische Verfahren könnten darin bestehen, daß man zuerst die Unterhälfte des Gummis gießt, in die halbfeste Rückseite dann etwas später eine Vertiefung drückt, diese füllt und dann den Rest gießt.

            Möglich wäre auch diese Variante, die mir gar nicht dumm erscheint:
            Die zähere Gussmasse (Fruchtgummi) wird zu 2/3 in die Maisstärkeform gegossen.
            Mit einer Nadel wird dann die flüssigbleibende Füllung eingegeben und dann lässt man das Ganze erstarren. Das Loch würde sich, weil die Masse insgesamt noch instabil ist, sofort verschließen.
            So käme es dazu, daß weder Naht, noch Loch zu sehen sind und auch keine Schichtenbildung stattfindet.

            Wichtig wäre, daß die äußere Masse eben so eingestellt ist, daß sie beim 24-48stündigen Lagern fest wird und die innere Masse eben nicht.

            Ich würde es so machen, weil das in einer Maschine mit einem zusätzlichen Abfüllabsenker in großen Stückzahlen industriell möglich wäre. Bei den Colafläschchen hat man manchmal Ausreißer mit wenig oder gar keiner Füllung.
            Tip: Boden abbeißen und Inneres aussaugen, lecker! 🙂

            Aber, wir können noch 20 Verfahren benennen, wie so etwas gehen könnte. Und wahrscheinlich sind alle diese Verfahren irgendwo auch im Einsatz.
            Aber Sicherheit bekommen wir nur, wenn man bei Storck (und parallel bei Haribo) anfragt.

            Tip 2: Auf der Haribo-Seite gibt es einen Shop, wo man sich sortenreine Gummibärchen und so bestellen kann! Ich liebe die weißen mit Ananasgeschmack. So bestelle ich mir dort einmal im Jahr 2 Einkilobeutel weiße (durchsichtige) Gummibärchen, fülle die in Haribo-Dosen und lasse sie mit halbgeöffnetem Deckel etwas härter werden. Dann kommt der tolle Geschmack besonders gut heraus.

            • Je mehr wir über das faszinierende, technische Prozedere diskutieren, wie die gefüllten Fruchtgummis nun hypothetisch hergestellt werden, desto mehr wünsche ich mir, dass tatsächlich jemand von Storck vorbeischaut und das Geheimnis lüftet. 🙂

              Auf der Haribo-Seite gibt es einen Shop, wo man sich sortenreine Gummibärchen und so bestellen kann!

              Du bist eine nicht versiegende Quelle guter Tipps. Ich bin nämlich ebenfalls ein großer Fan des Ananas-Gummibärchens und kaufe die anderen Farben nur als „Beifang“.

              Das ich außerdem nochmal jemanden finde, der ebenfalls eingetrocknete, harte Gummibärchen bevorzugt, hätte ich nicht gedacht. Normalerweise werde ich in meinem sozialen Umfeld schräg angeschaut, wenn ich Schokolade nur aus dem Kühlschrank und Gummibärchen nur „luftgetrocknet“ bevorzuge. 😀

              • Ja nun, aus der Kaltschokolade-Phase bin ich wieder raus.
                Mir ist aufgefallen, daß das Knackige zwar schöner ist, ich aber die Schokolade nicht lange genug im Mund behalte. Ein wesentlicher Träger des Geschmackserlebnisses ist ja das in der Masse enthaltene Fett, das seine Wirkung aber kalt nicht so gut erfüllen kann.

                Das mit den luftgetrockneten Gummibärchen habe ich von meiner Frau. Sie ist Verfechterin dieser Idee und stieß bei mir erst auf Ablehnung. Ich habe das vor Jahren dann aber eingesehen.

                Ich frage jetzt mal offiziell bei Storck an, wie die das machen.

              • Hier der Text meiner Mail an Storck:
                Sehr geehrte Damen und Herren,

                im Internet ist die Diskussion aufgetaucht, wie Storck die flüssige Füllung in die Lachgummis hinein bekommt.
                Möglicherweise ist das ja ein streng gehütetes Produktionsgeheimnis.
                Sollte dem aber nicht so sein, wären ich und einige ebenso alte, wie vernaschte Herren sehr dankbar, wenn Sie uns einen kleinen Hinweis geben könnten, wie die Füllung hinein kommt.

                Werden die Lachgummis in Maisstärke gegossen und dann die Füllung hineingespritzt oder ist da ein ganz anderes Verfahren.
                Wenn es geheim sein sollte, geben Sie mir wenigstens einen kleinen Hinweis.

                Sie können die entsprechende Diskussion hier verfolgen:

                https://iqatrophie.wordpress.com/2015/06/28/nimm-2-softies/#comments

  2. Hier die erstaunlich schnelle, aber leider wie erwartet ausfallende Antwort von Storck:

    „Vielen Dank für Ihre E-Mail zu unseren nimm2 Lachgummi Softies.

    Wir freuen uns über Ihr Interesse nach dem Herstellungsverfahren, bitten aber um Ihr Verständnis, dass wir Ihnen dies nicht näher erläutern können.
    Wie von Ihnen vermutet, handelt es sich um spezifisches Know-how, das wir als Betriebsgeheimnis nicht preisgeben möchten.

    Wir danken Ihnen nochmals für Ihr Interesse und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude an den süßen Produkten aus dem Hause STORCK.

    Mit freundlichen Grüßen

    AUGUST STORCK KG“

    Wie es aussieht, sind wir also auch weiterhin auf Spekulatius, äh, Spekulationen angewiesen.

      • Ich bin fast soweit, das Eintropfen einer teilgekühlten Füllung für die wahrscheinlichste, weil einfachste Variante zu halten. Wichtig ist, daß beim Gießen die Fruchtgummimasse flüssig und der Kern fest ist. Beim Reifelagern verändert sich dann der Kern zu flüssig und die Umhüllung zu fest.

        • Keine Ahnung, ob das noch irgend etwas zur Aufklärung beiträgt, aber ich habe mir mal die Mühe gemacht, und drei der Lachgummis der Länge nach aufgeschnitten. Siehe Nachtrag im Beitrag.

          Besonders auffällig sind die unterschiedlichen Wandstärken. Ob das nun für „Eintropfen“ oder „Einspritzen“ spricht, kann ich leider nicht abschätzen.

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