Du Deutsch? Deutsch gut!

In letzter Zeit lese ich des Öfteren in der Presse über ein Revival der deutschen Sprache im Ausland. Vor allem bei unseren amerikanischen und britischen Freunden. Deutsch ist offenbar wieder chic, obwohl das vor einigen Jahren noch anders gesehen wurde (siehe zum Beispiel das Standup-Programm von Tim Allen, Robin Williams oder Dylan Moran).

Entdeckt habe ich das kürzlich in Eric Jarosinskis Artikel im Feuillton der FAZ mit dem Titel „Have you hier Schillers „Jungfrau von New Orleans“?

Darin schreibt er über das „trendy“ und „coole“ Deutsch in den USA, dessen Auswüchse in abenteuerlichen Restaurantnamen wie „Fette Sau“ kulminieren. Wirklich lesenswert.

In der Fluent English Sprachkolumne beim Spiegel dreht sich dagegen alles um die neue „Uber“-ritis. Die geht inwzischen offenbar so weit, dass sich Peter Littger zu einem entnervten Artikel „Wann ist über endlich over?“ veranlasst sah, um zu fragen, wie lange seine Qualen noch andauern sollen. 😉

Am Ende waren die weisen Wortes des Mannes auf seinem Esel im berühmten „Urlaubsparadies“-Sketch von Loriot demnach tatsächlich prophetisch.

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9 Gedanken zu “Du Deutsch? Deutsch gut!

    • Da muss ich dir recht geben. Man sollte meinen, das Witzeschema der gebrüllten deutschen Worte würde langsam alt werden, aber von Zeit zu Zeit kommt das immer wieder hoch.

      Das letzte Mal habe ich das bei dem für den Webvideopreis nominierten YouTube Video „How German Sounds Compared To Other Languages“ gesehen. Wenn ich mir die Zugriffszahlen des Videos von über 8. Millionen Aufrufen so anschaue, dann ist dieses Mem wohl nicht so schnell tot zu kriegen.

      • Ja … ist wohl leider so. Als ob es nicht schon genug Vorurteile über Deutsche gäbe.
        Menschen von denen man annehmen sollte, dass sie schlau sind oder zumindest daran denke, dass sie als Schauspieler vielleicht auch deutsche Fans haben, machen aber auch immer wieder diesen Fehler…

        • Selbes Muster, stimmt. Wobei ich ihr das nicht übel nehme oder deswegen jetzt Filme/Serien mit ihr kategorisch boykottiere. 😉 Ich finde es eben einfach nur unoriginell und ein bisschen schade, wenn man in Stereotypen denkt.

          Als Außenstehender muss man einfach akzeptieren, dass es diese Vorstellung über die deutsche Sprache gibt. Ich halte es da in Zukunft mit dem Zitat aus dem FAZ-Artikel: „Deutsch kann so schön sein. Will aber nicht.“

  1. Deutsch ist schon schön! Das wissen nur nicht alle 🙂 (Aber wer weiß schon alles.) Und die, die es nicht wissen wollen, sind selber schuld! Zum Beispiel das Wort: Sommerabendduft. Empfunden und ausgesprochen von meinem jungen ungarischen Freund G.
    Oder, G. nach einem Konzert: Wir wären ärmer, wenn wir nicht gekommen wären.
    Ist das nicht wunderbar schön?

  2. Der Witz am Deutschen ist doch, dass man den Klang so stark abändern kann. Dem Ausländer fällt am Deutschen wohl hauptsächlich das scharfe S auf. Das kann man aber wegsäuseln oder einfach weniger Worte mit S satzbautechnisch benutzen. Man kann’s aber auch in die andere Richtung übertreiben : Starckdeutsch von Matthias Koeppel. Ist zwar nicht „echtes“ Deutsch, klingt aber für fremde Ohren so. ^^

    Der neue Trend mehr deutsche Lehnwörter zu benutzen geht mir dezent am Südpol vorbei. Ich muss schon das Denglisch von Managern und Marketingfritzen ertragen; das ist wesentlich gruseliger. Besonders, wenn das in einem IT-Bereich zum Schwurbeln benutzt wird.

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