Zeitreiseanwalt gesucht!

Ich habe letztens wieder mal den Film „Das Philadelphia Experiment“ gesehen. Dabei ist mir der Dialog zwischen David und Allison am Ende des Films bei der wieder aufgetauchten Versuchsstation aufgefallen.

Zeitreise Uhr

David sagt dort zu Allison in etwa:

Das gibt ’ne Rechnung. Die Navy hat mir noch 40 Jahre Sold zu zahlen.

Schuldet die Navy David Herdeg tatsächlich 40 Jahre Sold?

Er hat die 40 Jahre Arbeitsleistung doch überhaupt nicht erbracht. Wenn er einen Zeitsprung macht, ist das aus Sicht der Navy doch so, als ob er 1943 verschwindet und erst 1984 wieder am Arbeitsplatz erscheint.

Wenn, dann hätte er doch nur Anspruch auf sein 1943er Gehalt im Monat des Verschwindens und eventuell aufgelaufenen Resturlaub. Über einen Inflationsausgleich könnte man noch reden. Sehe ich das richtig?

Sollte das so sein, haben wir damit einen nahezu mittellosen Navy-Matrosen, mit einer 40jährigen Bildungslücke und mangelnder Qualifikation für den 1984er Arbeitsmarkt. Nicht gerade ein toller Fang. 😉

Das würde ich an Allisons Stelle aber nochmal ganz stark in mich gehen.

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7 Gedanken zu “Zeitreiseanwalt gesucht!

  1. Da das Ganze ein Experiment im Rahmen der Navy war, dürfte es dann aber eine ordentliche Abfindung geben, oder nicht? Spannend wäre auch, ob es neben der möglichen Strafbarkeit („Unerlaubte Verzeitreisung“) auch zivilrechtliche Ansprüche geben könnte („Schadensersatz für 40 Jahre entgangene Zeit“) …

    • Kommt darauf an, ob er zu Beginn des Experiments eine Verzichtserklärung unterschrieben hat, und falls ja, ob diese vor den Augen des Gesetzes sittenwidrig war.

      Der Tatbestand der „Unerlaubten Verzeitreisung“ wird erst 2266 ins EGB aufgenommen. Keine Ahnung, ob dieser Paragraph auch rückwirkend angewendet werden kann. 😉

      Zivilrechtlich sehe ich übrigens wenig Chancen, da sich Herr Herdeg ja von sich aus entschließt, ins Jahr 1984 zurückzukehren.

      • Werden Zeitreise-Paragraphen nicht immer rückwirkend angewendet. Wenn ich mich recht erinnere stand das in der Präambel zu diesem Gesetz. (Wobei: Ist erinnern eigentlich richtig. Gibt es ein Wort für vorwärts erinnern? Stichwort Futur III.)

        Und ob das freiwillig war, wage ich zu bezweifeln. Da steht noch eine Klage wg. Diebstahl aus, ein Herz betreffend.

          • Das Gesetz ist ja da. Nur in der Zukunft. Und für den Zeitreisenden in seiner Vergangenheit, also sobald ich in einer Zeitebene war, gilt auch dessen Gesetz. Also könnte ich auch in der Vergangenheit für die taten in der Zukunft bestraft werden, wenn nur die Vergangenheit wüsste, dass ich die Gesetzte der Zukunft zu beachten hätte. Also gilt hier eher „Wo kein Kläger, da kein Richter.“ und wir strafen das „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“ Lügen, denn die Unwissenheit des Klägers schützt ja doch. Auch jetzt schon …

            Und all diese klugen Gedanken sollen „nur“ Fantasieren sein… Pah! 🙂

            • Da hast du sicherlich Recht, aber weder Herr Herdeg noch die verantwortlichen Wissenschaftler der Navy waren jemals in der Zeitebene, in der der Straftatbestand der “Unerlaubten Verzeitreisung” schon im Gesetzbuch stand. Folglich gilt doch „Nulla poena sine lege“. 😉

              Könnte aber auch sein, dass ich inzwischen schon einen Knoten im Hirn habe.

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