IPhon(e)iker

Erinnert sich noch jemand an den Spruch der beiden Jungs aus Zurück in die Zukunft – Part II, als Marty McFly im Café der 80er Jahre den Kindern die Funktionsweise des alten „Wild Gunman“ Videospielautomaten vorführt?

Kid1: “Muß man das mit den Händen spielen?”
Kid2: “Das ist ja wie Babyspielzeug.”

Als ich letztens auf YouTube das erste iBand Video gesehen habe, ist mir diese Szene spontan wieder eingefallen.

Während ich in jungen Jahren noch in den Blockflötenunterricht geprügelt 😉 wurde, werden meine zukünftigen Kinder ratlos meine alte Blockflöte betrachten, und sich fragen, für was dieses Plastikrohr mit Löchern wohl gut ist.

Nach entsprechender Erklärung und Vorführung werden sie mich dann gelangweilt mustern und sagen:

Kid1: “Muß man da mit dem Mund reinblasen?”

Kid2: “Das ist ja wie Babyspielzeug.”

Anschließend packen die jungen Racker ihren Nintendos und IPhones aus, und ziehen für eine gepflegte Hausmusiksession von dannen. 😆

Inzwischen haben die österreichischen „IPhon(e)iker“ übrigens noch ein bisschen geübt. Das legt zumindest ein weiteres Machwerk nahe.

Ich bin mal gespannt, wie lange wir noch auf die IPhone-Variante von Bachs Brandenburgischen Konzerten warten müssen.
Selbstverständlich erwarte ich dafür Orchesterdimensionen mit mindesten 10 IPhone-Streichern, diveres IPhone Bläsern, und allem was sonst noch zu einem Orchester dazugehört.

Dann darf nur der Strom nicht ausfallen bzw. der Akku während der Aufführung nicht schlapp machen. Vielleicht sollte der Dirigent vor Konzertbeginn per Taktstock auf die Kontrolle des Akkuladezustandes aufmerksam machen.

P.S. Sollte jemandem der genaue Wortlaut der beiden Jungs aus „Zurück in die Zukunft“ bekannt sein, wäre ich für einen entsprechenden Kommentar dankbar. 😀

Update ( 04.03.2008 ):

Der Dank für die Originaldialogzeilen gebührt trekkie

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9 Gedanken zu “IPhon(e)iker

  1. Hab‘ gerade mal schnell die DVD eingeworfen. Hier der Originaldialog (übrigens ganz ordentlich übersetzt):

    Deutsch:

    Kid1: „Muß man das mit den Händen spielen?“
    Kid2: „Das ist ja wie Babyspielzeug“.

    English:

    Kid1: „You mean you have to use your hands?“
    Kid2: „That’s like a babys toy!“

    Kapitel 4, 0:14:54

  2. Wenn ich jetzt noch „spielen“ kleingeschrieben hätte, wär’s tatsächlich mal ein Beitrag ohne Rechtschreibfehler geworden… *seufz*

    Die Idee mit der iPhone-Musik finde ich an sich ganz lustig, aber irgendwie ist es auch traurig. Einerseits muß man natürlich auch dafür musikalisch sein (immerhin tippt einer der Jungs ja noch auf einer virtuellen Klaviatur), andererseits ist es dann doch ein Unterschied, ob man ein echtes Instrument spielt oder ob man auf dem iPhone rumklimpert.

    Der Fortschritt der Technik ist dabei aber schon enorm sichtbar. Vor ca. zehn Jahren hat sich mein Cousin einen Quasimidi Raven gekauft – den empfand ich damals als das Nonplusultra der Technik. Ein Synthi vom feinsten, mit Schwerpunkt Ambient, Dancefloor und Techno entwickelt, konnte der integrierte Sequencer – wenn man mal keine Lust auf selberspielen hatte – auf Knopfdruck und mit ein paar Parametern gefüttert einen kompletten Techno/Ambient/Dancefloor-Soundtrack automatisch generieren. Und das klang dann sogar richtig gut und professionell. Handys konnten damals gerade mal telefonieren und SMS schicken.

    Heute schafft ein handelsübliches Handy nicht nur das Telefonat und die SMS, sondern quasi nebenher auch noch ähnliches wie der Raven, mit erstaunlicher Qualität und für einen Bruchteil des Preises. Einziger Abstrich: Die Klaviatur. Da ist zwangsläufig nichts gewichtet und anschlagdynamisch schon überhaupt nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht gibts bald das Master-Keyboard mit Bluetooth-Interface, damit man das Handy als Klangerzeuger und/oder Sequencer ankoppeln kann…? :-O

    Irgendwie schon auch ein wenig erschreckend, was da heute so alles geht… (darf ich das als Vollblut-ITler so überhaupt sagen…? Ich müßte doch eigentlich voll auf Fortschritt programmiert sein, oder…? :-@ )

  3. Vielen Dank nochmal trekkie,

    da hast du dir ja richtig Arbeit gemacht. Sogar Kapitelsprungmarke und Zeitindex mit angegeben.
    Mehr geht glaube ich wirklich nicht. 😀

    Hab den Artikel gleich dementsprechend überarbeitet.

    … Einziger Abstrich: Die Klaviatur. Da ist zwangsläufig nichts gewichtet und anschlagdynamisch schon überhaupt nicht. …

    Sehe ich auch so.
    Wenn ich das im Video übrigens richtig sehe, kann man mit dem iPhone immer nur in einer Oktave auf dem Ding herumklimpern. Für den Rest muss anscheinend immer umgestellt werden.
    Da wird das wohl nichts mit entsprechenden Klavierkonzerten auf dem iPhone.

    Vielleicht gibts bald das Master-Keyboard mit Bluetooth-Interface, damit man das Handy als Klangerzeuger und/oder Sequencer ankoppeln kann…?

    Hab da letztens was gesehen.
    http://www.modumobile.com/

    Vielleicht entwickeln sie ja ein Master-Keyboard Jacket für dieses Modu Telefon. 😉

  4. @Martin
    Habe mir schon sowas gedacht, da im ersten Video erst zwei iPhones zur Verfügung standen.

    Wie kommt man dann eigentlich in Österreich an ein iPhone? Ebay?

    Laut Impressum auf deren Seite kommen die Jungs offensichtlich aus Wien. Damit wären es dann die:

    Wiener iPhon(e)iker 😆

  5. Da wird das wohl nichts mit entsprechenden Klavierkonzerten auf dem iPhone.

    Das kommt drauf an, wie viele iPhone man hat… 😀

    BTW: Heißt es jetzt eigentlich „iPhone“ oder „iPhones“ in der Mehrzahl? Ich würde ja eher auf den ersten Fall tippen. Manchmal ist Deutsch wirklich eine schwere Sprache… 😐

    Das Modu-Teil sieht interessant aus. Das ist so nach dem Motto „Wie quetsche ich mein Leben in eine Zigarettenschachtel…“

  6. Pingback: » iPhone: Das Musikinstrument 2.0 » HVBX Blog

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