Lottojackpot

Nachdem feststeht, das auch diesmal der rekordverdächtige Lottojackpot nicht geknackt worden ist, kann ich mir diesen Kommentar nicht verkneifen.

Wo sind denn die ganzen Hochquoten-spielenden Tippgemeinschaften? Haben die ganzen Mathematiker und Systemanalytiker gerade Urlaub?

Da jagen diese Systemvermarkter einen Werbespot nach dem anderen durch den Äther und kauen uns im Homeshopping ein Ohr ab, nur um uns Hunderte von „systemoptimierten“ Lottoreihen zu verkaufen.
Nichtmal in der Wurfpost wird man davon verschont.

Wie deprimierend muss es sein, nach der Ziehung seine unzähligen Lottoreihen auf einen Gewinn abzuklappern, nur um dann festzustellen, das es wieder mal nichts war?

Der Einzelspieler mit 4 Kästchen hat die Entäuschung sicher schnell verdaut. Aber was ist mit den ganzen 700 Lottoscheine-Glücksrittern?
So eine Enttäuschung nach Kontrolle von unzählichen Lottoscheinen muss doch vernichtend sein. Werden die psychologisch irgendwo aufgefangen?

Wie kann sich bei all der Systemspielerei so ein Rekordjackpot aufbauen? Immerhin haben einige der Glücksritter ihre Gewinnchance um über 12.000% gesteigert. 😉

Seit wieviel Ziehungen baut sich dieser Lottojackpot auf? Hat da noch keiner der 12.000%-Kandidaten mal Glück gehabt?

Wie oft habe ich nicht schon die Geschichte von den „häßlichen“ Zahlen gehört, die den größten Gewinn versprechen. Daraus kann ich nur schließen, dass die Gewinnzahlen der letzten Ziehungen, wie schon früher, einfach nicht häßlich genug waren. 😆

Glücksspiel bleibt eben Glücksspiel.

Ich warte jedenfalls immer noch auf eine Pressemitteilung:
Rekordjackpot von «Hier Wunschname einsetzen»tip geknackt.

Bis jetzt sind die glücklichen Gewinner nämlich meistens kleinere Tippgemeinschaften am Arbeitsplatz und überwiegend Einzelspieler.

Die haben übrigens den Vorteil, dass sie nicht mit einer Vielzahl an Mitspielern teilen müssen. Wie sagte schon Oliver Kalkofe in seinem lustigen Sketch:

„Ich habe 75.000 € gewonnen, und konnte mir davon immerhin ein halbes Snickers kaufen.“ 😆

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7 Gedanken zu “Lottojackpot

  1. LOL ich musste eben so lachen, da habe ich selbst schon immer total gelacht, als ich das im RTL Shop und Co. gesehen habe.

    „Wir beschäftigen sie, Mathematiker und Systemanalytiker, die dafür sorgen das sie mit uns den Jackpot knacken. Für nur 4,99 steigern sie ihre Gewinnchance um X Prozent und spielen X Lottoreihen und für nur 7,99 steigern sie ihre Gewinnchance um Y Prozent und spielen Y Lottoreihen.“

    Dann blättert Onkel Walter im Buch der Gewinner und zeigt stolz die 1000 Euro Gewinner und dann läuft nochmal der Spot indem Walter für die Zuschauer schonmal träumt was man mit einem Lottogewinn machen kann, Urlaub am Strand und der Walter im Liegestuhl mit einer Quietschente, einen Mercedes, der Stern auf deutschen Straßen usw. rofl

    „Normale Lottospieler neigen dazu ’schön‘ zu spielen, wir spielen nach einem Prinzip und errechnen die Wahrscheinlich das diese Zahlen gezogen werden, der normale Mensch kommt auf solche Zahlen nicht.“

    Anscheinend haben aber wirklich alle Mathematiker und Systemanalytiker gerade Urlaub.

  2. @cimddwc

    Hallo cimddwc,

    der Kommentar in deinem Artikel ist ja wirklich köstlich. 😆

    Mein ehemaliger Stochastiklehrer würde sich wahrscheinlich vor Lachen auf die Schenkel klopfen.

    @Felix

    Ach ja, das fast schon vergessene Buch der Gewinner. *schwärm* Danke das du meine Erinnerung aufgefrischt hast.

    Habe mich schon immer gefragt, wie man mit den mickrigen Beträgen aus dem Gewinnerbuch einen teuren Mercedes kaufen soll.

  3. Von den Unverzagten Stammtippern mal abgesehen, finde ich es chon witzig, dass es für eine ganze Reihe von Menschen erstmal um mindestens 20 Mio gehen muss, bevor sie sich zur Teilnahme bewegen lassen. Wegen läppischer 2 Milliönchen, dies es ja meistens gibt, möchte man seinen Hintern wohl nicht zum Lottobüdchen schleppen.

    Was macht ein Mensch mit 38 Millionen? Dem Chef auf den Tisch kacken, eine Weltreise, ein Sportflitzer, ein größeres Haus…gääähhn…und mit den restlichen 37 Mios? Ab aufs Girokonto?

    Wie öd! Außerdem finde ich, man sollte sein Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen. Bei Jauch auf’m Stühlchen zum Beispiel…

  4. @cimddwc: Der Kollege soll uns dann schön Bescheid sagen, wenn er den Jackpot geknacht hat und auf dem Weg in die Südsee ist (wo er an einer Strandbar auf Walter Freiwald treffen wird, der sich dort in der Sonne seines Erfolges sonnt). Sorgst du dafür, das wir da auf dem Laufenden bleiben? 😉

    @Felix: Der Spot mit Walter ist mir auch sofort eingefallen. Das Buch der Gewinner ist wirklich Mumpitz. Warum steht Walter da eigentlich nicht drin? Wenn Walter das System so toll finden würde, dann könnte er doch auch mitspielen und derart abräumen, das er den Käse nicht mehr anbieten braucht! Fragen über Fragen …

  5. @romanmoeller: Wenn er sich nochmal melden sollte (z.B. auf meinen Antwort-Beitrag zu seinem Kommentar), werd ich Bescheid geben – ich bin mir sicher, wenn er zufälligerweise einen größeren Gewinn einsacken sollte, wird er „ich hab’s doch gesagt!“ o.ä. schreiben. 🙂

    Das meiste Geld mit Lottoprognosen und -berechnungen kann man eben immer noch machen, wenn man sie an andere verkauft…

  6. @cimddwc: Das würde vermutlich zu ihm passen, uns einen dann eingesackten Gewinn unter die Nase zu reiben. Aber er klingt auf der anderen Seite nicht so, als hätte er schon viel Erfolg mit der Strategie gehabt.

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