Sex & Intelligenz – Das Sommerloch

Jedes Jahr begegnet es uns wieder.

Das mysteriöse Sommerloch. Was verbirgt sich hinter diesem geheimnisvollen Wort?

Eine verunglückte Bildzeitungsunterschrift unter dem Seite 1 Girl, welches sich nackt und rattig am Strand räkelt? Eine neue Körpererkundungskolumne des Dr. Sommer Teams?

Weit gefehlt. Wenn nicht das, was haben wir dann von einem Sommerloch zu erwarten?

Erwartungsgemäß nicht viel. Deswegen nennt man es ja Loch.

Steht das Loch doch gerade für die Abwesenheit bestimmter materieller und immaterieller Güter. Sei es das Loch, in das man jemanden umgangsprachlich wirft, wenn es ins Gefängnis geht. Abwesenheit von Komfort und persönlicher Freiheit. Das gemeine Erdloch lässt eben jene Erde vermissen, und sogar für das berühmte Schlüsselloch muss ein Teil der Türfüllung weichen. Wo sollte man sonst auch seinen Schlüssel reinstecken.

Folgt man dieser Argumentation, wäre das Sommerloch demzufolge die Abwesenheit des Sommers. Dem Wetter der letzten Woche nach zu urteilen, könnte das sogar stimmen. Trotzdem falsch.

Das Sommerloch markiert die sehr dünne Nachrichtenlage während der Sommermonate und die daraus folgende Tendenz, Randthemen, welche sonst nicht mal einen Hund zum Gähnen verleiten, ganz groß in den Fokus zu rücken.

Die Zeit, in der auch Bundestagshinterbänkler mal ordentlich einen vom Stapel lassen. Die Zeit der TV Wiederholungen und des Magerprogramms. Wo Quote auch mal Quote sein darf und sich in einer an Dämlichkeit nicht zu überbietende Show wie „Entern oder Kentern“ B- und C-Promis die Grütze aus dem Leib prügeln lassen dürfen.

Ich senke also meine Erwartungen indirekt proportional zum Lichtschutzfaktor der Sonnencreme und schalte den Fernseher ein. Was tickert da durch das sich gemeinhin selbst als Mittagsnachrichten bezeichnende Fernsehprogramm?

Hat eine amerikanische Studie wieder mal Hochinteressantes in Sachen Sexualität zu Tage gefördert. Es geht um den Zusammenhang zwischen Sex und Intelligenz.

So warten überdurchschnittlich intelligente Jugendliche länger bis zum „ersten Mal“, als der gewöhnliche Durchschnitt. Auch die Häufigkeit der Praktizierung scheint von der Intelligenz abzuhängen.

Was für eine Erleichterung für alle Jungfrauen. Muss man doch nicht mehr peinlich berührt zugeben, noch keine sexuellen Erfahrungen zu haben.
Die Antwort „Ich bin überdurchschnittlich intelligent“ hilft einem ab jetzt, diese Klippe mit einem Rest menschlicher Würde elegant zu umschiffen. 😉

Umgekehrt kann es natürlich auch über das schlechte Ergebnis des eigenen IQ-Tests hinwegtrösten. Man ist zwar dumm wie ein trockenes Brötchen, hat aber wenigstens die Gewissheit, dass man ungestört losknattern kann.

Deswegen ist es auch so praktisch, das in dem verlinkten Welt Artikel rechts gleich ein entsprechender IQ-Test angeboten wird.
Sollte der wider erwartend katastrophal ausfallen, kann man sich das Ergebnis wenigstens ausdrucken und gleich der besseren Hälfte zeigen. Von wegen Kopfschmerzen, ich hab es schwarz auf weiß. 😉

Sonderlich überraschend ist das Ergebnis der Studie allerdings nicht. Kennt doch der Volksmund schon lange das berühmte Sprichwort:

Dumm fickt gut

Immer wieder erstaunlich, wieviel Weisheit in solchen Sätzen liegt. 😆

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5 Gedanken zu “Sex & Intelligenz – Das Sommerloch

  1. Pingback: IQ-Atrophie | BlogWatch

  2. Pingback: Sommerloch - 3-Bein - buntes Magazin» Satire

  3. Das erklärt auch treffend die Wurfprämie für Akademiker. Ich persönlich klammere mich ja an das (jeden Tag sichtbare) Klischee, viele Diplom-Nerds für hässliche und kommunikationsarme Kröten zu halten, die bestenfalls nur ebenso hässliche Krötinnen bekommen, so dass sich der Sex von alleine erledigt. Aber wie heisst es so schön: Every Dogs Has It‘s Day, man muss nur genug Intelligenz besitzen, um seine Chance zu wittern… :-))

  4. Wobei in jedem mir bekannten Film am Ende immer die Nerds die besten Frauen abbekommen, während die einstigen Schönlinge und Sportskanonen Gebrauchtwagenhändler oder Schuhverkäufer geworden sind.

    Da müsste Frau sich doch eigentlich azyklisch schon in jungen Jahren an einen pickeligen Nerd heranschmeißen, bevor er ein Bill Gates wird. 😆

  5. Film? Ehm wie hieß der Blog nochmal? *schnipp* *schnipp* Irgendwas mit Mediendummheit! Genau! Aber Du hast schon erkannt: Frau muss Prioritäten setzen. Für den Rest gibt es ja den Gärtner. 😀

    Nachdem jetzt gerecht nach allen Seiten ausgeteilt wurde: Herzlichen Glückwunsch. 🙂

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