Spamquickie

Gerade habe ich mal wieder meine Askimet Spamseite in WordPress besucht, die sich in letzter Zeit erfreulicherweise gut füllt.
Meine Spammerfreunde scheinen also zurückgegekehrt zu sein.
Schön, wenn man wieder mal wahrgenommen wird. 😉

Wo schnappen die bloß meinen Link auf?

Naja, aber darum soll es gar nicht gehen. Ich überfliege also die ganzen gut gemeinten Einkaufsratschläge für diverse Arzneien und Nackedeiseiten, da fällt mein Blick auf diesen Kommentar für Billigmedikamente. Das Thema an sich nicht überraschend, aber der Anfang des Kommentars dafür tatsächlich ungewöhnlich:

Sorry for post, but I need money.
[ Link1 ]
[ Link2 ]

Ich war ja fast schon versucht, den Kommentar freizugeben. Soviel Ehrlichkeit muss doch belohnt werden. 😉

Nicht auszumalen, wie das arme Geschöpf, gepeinigt von Hunger gerade noch so auf dem Stuhl sitzen kann und angesichts fehlenden Geldes mit letzter Kraft den Arzneibettelspam in den Rechner hackt, um die Familie zu ernähren.

Update (27.04.2007):

Da war der Kollege von heute schon ein bisschen offensiver 😉 :

GiveMEMoneyPlease
[ Link1 ]
[ Link2 ]

Das kann ja nur noch schlimmer werden. Der nächste Zeitgenosse wird mir dann wahrscheinlich schon die Pistole mit „GimmeDamnF**kingMoney“ auf die Brust setzen.
Jaja, so sind sie unsere Spambrüder, gibst du ihnen den kleinen Finger, wollen sie gleich die ganze Hand. 😆

Update (08.05.2007):

So, der nächste ehrliche Zeitgenosse. 😉

Der braucht offensichtlich überhaupt kein schnödes Geld mehr. Er gibt sich schon mit „traffik“ zufrieden. Tja, die Leute werden anscheinend immer bescheidener.

Hi all!
sorry for my post, but i need traffik )
[ Link1 ]
[ Link2 ]

Da soll er doch zur Sommerferienreisewelle mal auf Deutschlands Autobahnen kommen. Da gibt es „traffik“ im Überfluss.

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5 Gedanken zu “Spamquickie

  1. Ganz ehrlich:

    Ich stelle mir gerade eine hungernde Familie vor, wo der Vater irgend so ein Pharmafuzi ist und jeden Tag mit einem schlechten Gewissen nach Hause kommt weil er kein geld verdient.

    manche Dinge machen mich wirklich traurig.

    Vielleicht stimmt es ja?? Vielleicht sind diese Leute so bettelarm das Spam seine letzte Möglichkeit ist die dieser Mensch immoment sieht??

    Die tun mir irgendwie schon ein bisschen leid…wenn das stimmen sollte was ich hier schreibe…

    Alexander Stritt

  2. Ich glaube ja nicht, das sich die von dir beschriebenen Leute einen eigenen PC geschweige denn einen Internetanschluss leisten können. 😉

    Und bei der Wahl, ob er sich und seiner Familie etwas zu Essen kauft, oder doch für die täglichen Spammails eine Stunde im Internetcafé bezahlt, ist doch eigentlich klar, war Vorrang hat.

  3. Solche hatte ich natürlich auch. 🙂

    Manchmal ist der Text, so glaube ich, nur durch irgend einen Zufallsgenerator erzeugt worden. In solchen Fälle ist dann meist im Feld „Homepage“ der Antwort die dementsprechende URL hinterlegt.

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