Wo ist meine EC-Karte?

Seit neuestem erhält man an Zigarettenautomaten ja nur noch das Rauchwerk, wenn man seine EC Karte einführt, um nachzuweisen das man alt genug ist, sich seine Gesundheit zu ramponieren. Und was soll ich sagen – es kam wie es kommen musste. Die ganzen Nikotinjunkies vergessen ihr Plastikgeld natürlich nach dem Ziehen der Kippen wieder aus dem Automat zu nehmen. Allein ich habe in den letzten Wochen zweimal eine EC Karte aus dem Automaten gefischt. Ich male mir gar nicht aus, wie es bundesweit aussieht.

Da man ja kein Unmensch ist, nehme ich die Karte sicherheitshalber mit und gebe sie bei der nächsten Bankfiliale ab. Aus eigener Erfahrung (nein, ich habe meine Karte noch nie im Automaten stecken gelassen 😀 ) weiß ich, wie nervig die ganze Prozedur sein kann, um eine neue EC Karte zu beantragen. Karte sperren, tagelang ohne EC-Karte herumrennen und dann muss die neue Karte ja meist auch bezahlt werden. Strafe muss sein. 😉

Jahrelang hat man nur sein Kleingeld eingeworfen, sich seine Schachtel gezogen und ist dann wieder nach Hause geschlurft. Gefährliche Automatismen. Die zwei Aktionen „EC-Karte rein – EC-Karte raus“ in den gewohnte Handlungsstrang einzuflechten, scheint den Intellekt eines Durchschnittsrauchers anscheinend zu überfordern. 😆

Oder kann es sein, das ihr die Karten absichtlich im Automaten stecken lasst? Offensichlich hat mich keiner über die Aktion „Ein Herz für die Jugend – Kippen für Kids“ informiert. Vielleicht sollte man die Wurfpost/Reklame doch nicht einfach ungelesen wegschmeißen. 😆

Übrigens, wo sind eigentlich die ganzen Big-Brother Verschwörungstheoretiker, die sich lauthals über diese Regelung beschweren? Ich sehe es schon kommen. In 10 Jahren sitzt man zum Lebensversicherungsabschluss im Maklerbüro. Der freundliche Herr nimmt seine Brille ab, wirft einen Blick in seine Unterlagen und mustert einen dann skeptisch:
„Ja, Herr Meier, in ihren Kartendaten sehe ich, dass sie regelmäßig beim Zigarettenautomaten in der Krösewitzstraße vorbeischauen. Das wird wohl nichts mit dem Abschluss. Wie wäre es denn stattdessen mit einer Sterbegeld oder Bestattungsversicherung?

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3 Gedanken zu “Wo ist meine EC-Karte?

  1. Ich würde meine Karte vermutlich nicht im Automaten vergessen. Das liegt aber in erster Linie daran, daß ich mein Rauchwerk (mir ist sehr wohl aufgefallen, daß Du nicht Rauchwaren geschrieben hast .-)) im Tabakladen kaufe. Zumindest hat sich die Verkäuferin noch nie gebückt, damit ich mal meine Karte hätte durchziehen können. (Auf was für einem Niveau bewege ich mich eigentlich?)
    Mir ist aber aufgefallen, daß dunkelhaarige Bengels in Automatennähe herumlungern und nach jedem Kaufvorgang den Kartenschlitz und die Geldlade untersuchen.
    Ich vermute mal, daß die nicht die Absicht haben, die evtl. gefundenen Karten zurückzugeben.

    Neben dem von Dir beschriebenen Problem gibt es aber noch ein anderes. Bislang hat man immer 4 Euro in bar gebraucht, jetzt kann man seine Geldkarte mit einem gewissen Betrag aufladen und diesen „abrauchen“.
    Oft bleibt aber ein Rest auf der Karte oder der Benutzer denkt gar nicht mehr an sein Kartenguthaben, wirft aber volle 4 Euro ein.
    Das zuviel Bezahlte rauscht dann durch, bleibt aber oft in der Geldlade liegen.

    Neue Einnahmequelle für Pennbrüder: Automatengucken.

  2. Warum betonst du eigentlich, das die Bengel dunkelhaarig sind? Lass mich raten – die sagen solche Sachen wie „Konkred krasse EC-Kaate, Alda“. 😆

    Gute Idee mit der Geldlade. An dieses technische Problem hatte ich gar nicht gedacht. Vielleicht fallen da ja mal irgendwann ein paar Gratiszigaretten ab. 😉

  3. Hier in der Region ist es Journalisten von den Herausgebern der Zeitungen untersagt, auf die Herkunft von Straftätern und/oder handelnden Personen hinzuweisen. Es gilt gemeinhin hier als politisch unkorrekt: Zigeuner, Landfahrer, Türke, Person südosteuropäischer Herkunft oder Ähnliches zu schreiben. Man sucht dann oft krampfhaft nach Umschreibungen. Oft genutzt ist: Person mit Migrationshintergrund.
    Ich plädiere ja für: „Unterstützungsempfänger ohne Chance auf Abschiebung“ oder „Landfahrende Person die sich ihr tägl. Brot durch ehrlichen Diebstahl verdient“ oder „Der freundliche dunkelhaarige Wohnungsausräumer von jenseits des Balkans“.

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