Toastbrot

Was hab ich mich früher geärgert, dass einem das Toastbrot schneller vor den Augen wegschimmelte, als man es essen konnte. 🙂
Die halbe Packung steht herum, macht aber unbeobachtet, fast als wollte es mich verhöhnen, Anstalten, sich von hinten her grün einzufärben. Nicht so das Toastbrot, das man heute so im Supermarkt kaufen kann.

Das liegt manchmal eine Woche herum, macht aber immer noch den Eindruck frisch zu sein. Auch vom lieben Freund Dr. Schimmel keine Spur. Und was soll ich sagen. Irgendwie macht mir das Angst. 😆

Was packen die denn in ihr Toastbrot, das es so lange hält? Besteht das Toastbrot überhaupt noch aus den Zutaten, die man sich landläufig so vorstellt? Oder ist das vielleicht schon aufgeschäumtes Altpapier/Pappmaché das mit künstlichen Aromen in Richtung Toastbrot getrimmt wurde?

Ja, ja wird der eine oder andere denken. Wie man es macht ist falsch.

Trotzdem werden mir die Zeiten mit Dr. Schimmel fehlen. Hatte ich doch wenigstens die Gewissheit, das mein Toastbrot tatsächlich noch mit biologischen Zutaten herstellt wird. Auch der Wettkampf zwischen mir und meinem Toastbrot wird mir fehlen. Dieser allmorgendliche Ehrgeiz, die letzte Scheibe zu verspeisen, bevor der Schimmel sein Werk beginnt. Diese unvergessenen Momente der persönlichen Sportgeschichte. 😀

Wo wir doch gerade beim Thema Toastbrot sind, noch diese lustige, kleine Anekdote dazu. Die Älteren werden sich bestimmt noch erinnern, das es Toast früher nur in einem Standardformat zu kaufen gab. Die Industrie hatte sich darauf einstellt, und die Einschuböffnungen so normiert, das zwei Toastscheiben bequem nebeneinander getoastet werden konnten. Da war die Welt war noch in Ordnung.

Und dann wurde der AmericanToast erfunden. 😉 Zuerst hab ich ihn mit offenen Armen begrüßt. Hatte ich mich doch früher immer geärgert, das der Scheiblettenkäse bei der Sandwichherstellung über den Rand herausschaute und den Sandwichmaker zum Reinigungsfall machte. Da kam der AmericanToast wie ein Geschenk des Himmels. Endlich blieb der Käse da wo er hingehörte.
Mein normierter Toaster frisst seine zwei Scheiben AmericanToast allerdings nur unter Murren. Da sollte man besser beim Gerät bleiben, da sich die Scheiben beim herausploppen gern im Gerät verfangen und dann munter weitergetoastet werden.

Als ich jetzt letztens den Kühlschrank geöffnet habe, werdet ihr nie erraten, was ich vorgefunden habe. Speziellen „AmericanToast – Scheiblettenkäse“. Die Scheiben sind jetzt genauso groß wie der AmericanToast. Irgend jemand da draußen hasst mich. 😉

Ich warte schon gespannt, wann die Toastbrotindustrie die nächste Normgröße für Toastbrote herausbringt, und wie es dann heißen wird. 😆 Da wird dann wahrscheinlich auch ein neuer Toaster fällig. Bis dahin wird die Toasterindustrie hoffentlich ihre Einschubgrößennormierung angepasst haben. Wenn sich da nicht mal die Scheiblettenkäse-, Toastbrot- und Toasterindustrie miteinander verschworen haben. Wo bleibt bloß der „Science“ Artikel mit einem Moore-ähnlichen Gesetz, das eine Vorhersage über die Größenentwicklung von Toastbrot prognostiziert?

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