Das kleine schwarze Buch

Heute hat also der Bund der Steuerzahler wieder mal sein Schwarzbuch der Steuerverschwendung vorgestellt. Und wieder war ich völlig überrascht, das die was gefunden haben. 😉 Man stelle sich mal die Meldung vor: „Diesjährige Ausgabe des Schwarzbuches entfällt, aus Mangel an Verschwendung“. Ich glaub die Medien würde durchdrehen.

Sicher ist es notwendig die Verschwendung Jahr für Jahr anzuprangern, ansonsten hieße das ja „konkludentes Handeln“ – Schweigen = Zustimmung. Trotzdem kommt mir das ganze ein bisschen zahnlos vor. Erst kommt das Schwarzbuch, dann stürzen sich die Medien darauf, es wird zwei, drei Tage alles diskutiert und was ist das Ende vom Lied? Nach spätestens einer Woche ist wieder Gras über die Sache gewachsen. Keinerlei größere Konsequenzen.
Wenn das Schwarzbuch etwas bewirken würde, müsste die Steuergeldverschwendung doch mittlerweile nachlassen, oder nicht? Mir kommt es allerdings so vor, als ob niemand in Bund, Land oder Gemeinde etwas daraus lernt.

Fast scheint es, als ob das Schwarzbuch sowas wie die Jahresbilanz darstellt, auf die alle emsig hinarbeiten:

„So, mal sehen, was wir dieses Jahr alles verpulvert haben, und dann auf, zu neuen Abenteuern. Das neue Jahr ist schließlich noch jung. Wer hat da Autobahnbrücke geschrien? – Eine gute Idee, lass mal sehen, wo noch Platz ist.“

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2 Gedanken zu “Das kleine schwarze Buch

  1. Wie Recht du hast, bin durch Zufall auf deinen Text gestossen und bin ganz deiner Meinung, was bewirkt es? Nix, deswegen wird weiter verschwendet.

    Ich hatte in einem Bericht mal gesehen, dass zwei unterschiedliche OBs aus verschiedenen Gemeinden miteinander verglichen, der eine meinte, wenn Geld verdient wird, dann wird es ausgegeben, der andere hat einfach mal die Kasse geplündert und eine Eishalle bauen lassen, dessen Unterhalt teurer ist, als seine Einnahmen. Wie denn auch, bei nur ein paar Tausend Einwohnern.

    Aber er hatte vor noch mehr Unterstützung vom Staat zu fordern, um noch mehr zu bauen. Was haben wir davon, ist doch alles sinnlos, wenn keiner mal sagt: „Nein wird nicht bewilligt, weil es sinnlos ist“.

    Aber es ist nicht ihr Geld. Aus dem Grund wird es auch rausgeschmissen, ohne Rücksicht auf Verluste… Sollten sie mal jeden Politiker oder OB einsperren, der Geld rausschmeißt, dann hätten wir keine Politiker mehr oder auch keine OBs. In meiner Stadt wurden Fahrradmarkierungen auf die Straße aufgetragen, und nach ein paar Monaten hieß es dann, es sind Markierungen, aber sie sind sinnlos, und jetzt sind fast alle Markierungen entfernt. Wie dumm 🙂

  2. Puh, da war wohl offensichtlich deine Feststelltaste festgeklemmt. 😉

    Du hast deinen Kommentar jedenfalls durchgehend in Großbuchstaben geschrieben. Musste den erstmal komplett neu runterschreiben.

    In der Sache gebe ich dir natürlich recht. Das derzeitige Finanzierungssystem gibt einfach die falschen Anreize.

    Wer wirtschaftlich handelt, wird im nächsten Jahr mit Etatkürzungen bestraft. Da muss am Jahresende natürlich noch alles verballert werden. 😦

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