Tiefkühl-Schinkenpizza mit Grün

Heute mal ein ganz anderes Thema und damit auch die Geburt einer neuen Kategorie. Es soll um das leibliche Wohl gehen, also Essen. Und im speziellen „Lazy Food“. Ich nenne das jetzt mal so, weil mir dafür kein besserer Name einfällt. Fast Food wäre irgendwie das Thema verfehlt. Finger Food passt auch nicht.

Es dreht sich hier um das ganze Dosenfutter wie Ravioli, Tiefkühlware wie Pizza und Baguettes, Mikrowellenessen, und Pfannengerichte. Eben alles was man so ißt, weil man zu faul ist, etwas zu kochen. 😀

Ok, jetzt wo das geklärt ist, kommen wir zum eigentlichen Thema. Die Tiefkühl-Schinken-Pizza als ständiges Ärgernis. Habt ihr eurem Magen schon mal eine zugeführt? Ist euch dabei mal aufgefallen, das da egal welche Marke man auch in den Einkaufswagen legt, immer irgend ein Grünzeug mit auf der Pizza ist?

Brocollistückchen? Paprikawürfel? Ärgert euch das auch maßlos?

Hallo liebe Lebensmitteldesigner/chemiker? Habt ihr euch schon mal in einer Pizzeria eine Schinkenpizza bestellt? Tut mir doch mal den Gefallen, und nehmt eine euerer Pizzakartonverpackungen mit zum Italiener eueres Vertrauens und vergleicht die Abbildung mit dem, was euch da als Schinkenpizza verkauft wird.
Wichtig ist, das ihr den Pizzakarton rechts neben die frische Schinkenpizza aus dem Ofen plaziert. Lest ihr noch zu? Seit ihr noch dabei? Ok! Dann greift jetzt zum ebenfalls mitgebrachten Filzmarker und markiert die Fehler im rechten Bild. Mit Erstaunen werdet ihr feststellen, das ihr das ganze grüne Zeug eingerahmt habt.

Hört doch bitte auf, die Kartons mit „Schinkenpizza“ zu beschriften. Am Ende kauft ein Kunde das Produkt noch im guten Glauben, dort wirklich eine vorzufinden. Oder hat „Das was wir uns unter Schinkenpizza vorstellen“ einfach nicht auf die Verpackung gepasst?

Gibt es vielleicht andere Gründe, die euch zwingen, das Grünzeug mit auf die Pizza zu packen? Vielleicht irgend eine abwegige EU-Ernährungsrichtlinie? Oder fusst das irgendwo in der Farbenlehre? Seit wann hat Johannes Itten was mit der Nahrungsmittelindustrie zu tun? Hat eine Studie eventuell ergeben, das „grün“ eine verkaufsfördernde Wirkung in der Zielgruppe der 14 bis 49jährigen mit „zweiten“ Zähnen hat?
Wenn es nur um die Vitamine geht, würde ich euch bitten, die einfach als Pille mit dazuzupacken. Dann kann ich selbst entscheiden, ob ich die noch einschmeiße.

Im Moment stehe ich nämlich bei einer bewußten Entscheidung gegen das Grünzeug in der Küche vor der gefrorenen Teigscheibe, und versuche mit einem stumpfen Besteckmesser (Blechstreifen wäre besser gesagt) die grünen Gemüsestücken aus dem Belag zu hebeln. Da ich keine neurochirurgische Ausbildung genossen habe (Grobmotoriker) läuft das zwangsläufig auf Kollateralschäden raus. Entweder der übrige Belag verliert ebenfalls die Kohäsion, oder ich darf die Gemüseschusser in der Küche wieder zusammensuchen und hoffen alle erwischt zu haben. Nicht das man da später eine Überraschung erlebt.

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