Upps – da musste ich gähnen

Kürzlich „Upps – Die Superpannenshow gesehen? Ich hatte ja gehofft, das mit dem Ende von Max Schautzers „Pleiten, Pech und Pannen“ das Genre der Homevideo Sendungen endlich zu Grabe getragen ist. Ernsthaft, wenn es ein Grab gegeben hätte, ich hätte wahrscheinlich mit Freude darauf getanzt. 🙂 Ich denke mal ein schöner Steptanz wäre auf alle Fälle angebracht gewesen.

Aber was macht das Fernsehen. Exhumieren die doch tatsächlich das Grab, und plötzlich stolpern die Hochzeitspaare und alten Leute wieder über unseren Bildschirm. Ach und schau, dieses lustige Baby, das beim Essen einschläft. Putzig. Ehrlich, sowas hab ich noch nie gesehen. 😉
Oder war da nicht gestern … ? Ich muss mich täuschen.

Und dann die Dialoge unserer Protagonisten „Andrea Göpel“ und „Oliver Beerhenke“. Wer schreibt sowas? Ich kann nur sagen, das wirkt so spontan wie ein mechanisches Zählwerk. Selbst auf einem Dorfschützenfest zum 125jährigen Bestehen werden bessere Karlauer erzählt, um das Publikum bei der Stange zu halten. Naja, von dieser Seite betrachtet, ganz in der Tradition von Pleiten, Pech und Pannen. Kabel1 hat ja seine ClipCharts auch aufs Wochenende verschoben, statt die Woche damit zuzusenden. Die Monologe von Frau Wimmer sind übrigens nicht besser. Wenn man genau hinhört, könnte man im Hintergrund bestimmt noch die Schreibmaschine des Redakteurs hören, der gerade die nächste Brülleranmoderation ins Gerät hackt.

Hoffentlich ist das mit den Homevideos bald wieder vorbei, und das Grab wird wieder verschlossen. Da machen wir dann aber auf alle Fälle ein Platte drauf. Nichts mehr mit Erde und schönen Blumen. Die klaut sowieso der Nachbar.

Schlußendlich bin ich übrigens zu der Überzeugung gekommen, das diese Art Sendung tatsächlich nützlich sein kann. Sollte man in der nächsten Folge wieder über ein eingeschlafenes Baby, eine stolperndes Hochzeitspaar und einen Jugendlichen lachen, der mit diversen Fortbewegungsmitteln versucht den Gesetzen der Physik zu trotzen, werde ich sofort meinen Hausarzt aufsuchen. Medizinische Indikation: „Schwere Störungen in der Informationsverarbeitung des Kurzzeitgedächtnisses.“ So spar ich mir wenigsten schon mal den teuren Experten, der für seine Diagnose wahrscheinlich großzügig mit der Krankenkasse abgerechnet hätte.

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