Es ist also wieder so weit. Am Kiosk liegt die dritte Ausgabe der deutschen Wired. Ich sage das mal für die geschätzten 20 regelmäßigen Leser meines Blogs, die sich über einen Hinweis gefreut hätten.
Im Vergleich zur letzten Ausgabe ist es diesmal überraschend still in der Blogosphäre. Bis jetzt habe ich zumindest keine Blattkritik eines A-Bloggers gefunden und auch Rivva war diesmal in Sachen deutsche Wired ruhig oder besser gesagt mucksmäuschenstill.
Ob das vielleicht an den teilweise noch andauernden Sommerferien liegt? Wie auch immer. Dann springe eben ich in die Bresche, und schildere meine subjektiven Eindrücke.
Das Cover hat mich diesmal nicht vom Hocker gehauen. Ein schreiender Astronaut auf dessen Helm mehrere Farbstrahlen einschlagen? Welche Story soll dieses Bild unterstützen? Das Star-Wars Fanfilm Projekt, den Artikel über die Werbenetzwerke oder die Geschichte über die Zukunft des deutschen Fernsehens? Da bin ich von den ersten beiden Ausgaben Besseres gewohnt.
Abgesehen davon ist die dritte Ausgabe wieder voll nach meinem Geschmack. Ein bunter Themenmix, bei dem sicherlich jeder den einen oder anderen Denkanstoß finden wird. Vor allem die fünf Stimmen der Wired-Kolumnisten waren diesmal horizonterweiterend.
Auch die Geschichte über Weibo – das chinesischen Twitter-Pendant – war hervorragend. Gleiches gilt für den Ausflug in die menschliche Darmflora. Selbst die Tests der aktuellen Flugdrachen sollte angesichts baldiger Herbstwinde für einige von Nutzen sein.
Die FAQs am Ende suchen seinesgleichen. Wo erfahre ich sonst, wie ich sicher einen Airbus lande, als blässlich, schwächlicher Geek einen Faustschlag wegstecke oder meine Gefühle steuere?
Im Ergebnis wieder eine solide Arbeit, auch wenn ich noch nicht herausfinden konnte, wann denn jetzt eigentlich die nächste Ausgabe ansteht. Wird das mal was mit einer monatlichen Ausgabe?
Nachtrag ( 09.09.2012 – 10:23):
Ich habe nochmal die Wired.de Seite überflogen und anhand der Trackbacks festgestellt, dass es offenbar doch schon ein, zwei Artikel über die dritte Ausgabe ins Netz geschafft haben. Ich verlinke sie für weitere Einsichten mal hier unten.
Nachtrag ( 09.09.2012 – 17:08):
Bei Indiskretion Ehrensache klärt sich die Frage nach der nächsten Ausgabe der Wired. Fest steht, dass noch nichts feststeht. Condé Nast will die Resonanz und Verkaufsergebnisse auf die aktuelle Ausgabe auswerten, und erst dann bis Jahresende entscheiden.
Also resoniert und kauft mal fleißig, damit aus einer monatlichen WIRED noch was wird. Ich habe mit dem Kauf und meinem Artikel das Meine getan.
Ähnliche Artikel:

Wieder gekauft. Danke für den Tipp!
Gerne. Der Satz mit dem Hinweis an meine 20 Mitleser war insgeheim sowieso an dich gerichtet, nachdem ich mich an deinen Kommentar zum Artikel der zweiten Ausgabe erinnert habe.
Ich habe abgenommen, zähle also nur noch für 10 Mitleser
*lach*
Na dann Glückwunsch zur verminderten Leibesfülle.
Noch ein Tipp! Wer die aktuelle Großausgabe der GQ kauft, bekommt für insg. 5 Euro das wired-Heft hintendran geschenkt.
Da muss ich natürlich spontan an das Unboxing Video der ersten WIRED Ausgabe von Mathias Richel denken.
Habe die neue Ausgabe auch eher zufällig im Laden entdeckt, ohne im Netz irgendwelche Ankündigungen mitbekommen zu haben. Die Kritik am Cover muss ich leider teilen. Im Gegensatz zu den grafisch sehr schön aufgemachten Covern der ersten beiden Ausgaben, ist das Cover der aktuellen Ausgabe überhaupt kein Hingucker mehr, im Gegenteil. Ich lege ständig etwas darüber oder lege das Heft mit der Rückseite nach oben ab, um diese affige Bild nicht anschauen zu müssen.
Dann bin ich ja doch nicht der Einzige, der sich an diesem banalen Cover stört. Ich verstehe bis heute nicht, was ein Typ in silberner Uniform und Glaskugelhelm, der von Farbstrahlen beschossen wird, mit dem Aufmacher “Tracking Total” zu tun hat.
Vielleicht könnte einer der WIRED Redakteure ja mal etwas Licht in die Gedankengänge dahinter bringen.
Jungs, ihr habt Recht, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Schaut links und rechts im Zeitschriftenregal und schüttelt euch, so mies sind andere Hefte aufgemacht.
Sicher hast du Recht. Dabei darf man aber nicht vergessen, dass die Kritik gerade deshalb kommt, weil ich von der WIRED Besseres gewohnt bin und ich auch will, dass das so bleibt.
Na dann wollen wir mal hoffen, dass bei Conde Nast in der Redaktion jemand sitzt, der sich wirklich die Reaktionen ansieht und darauf reagiert…