würde sich bitte jemand unter euch Fernsehzuschauern endlich erbarmen, und unserem schraddelnden und schmachtenden Musikantenduo endlich seine vier CDs abkaufen? Ansonsten befürchte ich, müssen wir uns den entsprechenden Verkaufsspot so lange ansehen, bis uns Waterboarding wie eine Wohltat erscheint.
Woher kommt nur der unbändige Wunsch, noch einmal das Elternhaus zu sehen? Das hat ein Mob entnervter Fernsehzuschauer doch hoffentlich nicht niedergebrannt?
Hat der Song „Ich geh für dich durchs Feuer“ am Ende etwas mit dieser Tragödie zu tun?
Was den Spot angeht, könnte ich gut ohne ihn leben. Deswegen kann ich dem Titel „Ohne dich bin ich verloren“ auch überhaupt nichts abgewinnen.
Da klingt „Komm tanz mit mir“ viel reizvoller. Sollte diese Dauerwerbesendung tatsächlich ein Ende finden, wäre ich einem kleinen Tänzchen nicht abgeneigt.
Mittlerweise ist es schon so weit, das ich ersatzweise einer Ausstrahlung von Chefkoch Tonis Wundermessern oder dem GoDuster zustimmen würde.
Wenn ich der Einzige wäre, dem beim Anblick der Werbesendung das wohlig warme Erbrochene die Speiseröhre emporsteigt, könnte ich die ganze Sache ja noch auf meinen offensichtlich weltfremden Geschmack schieben, aber inzwischen findet sich auf YouTube schon das Video eines Leidensgenossen.
Ich flehe euch also an, kauft euch endlich die Scheiben. Alternativ könntet ihr zumindest dort anrufen, und euer absolutes Desinteresse bekunden.
Wie auch immer die Sache ausgeht. In Sachen Verkaufsspot kann ich nur sagen: „Ich werde dich, nicht vergessen“.



13 Kommentare
Montag, 23 Juni 2008 um 23:34
Es kommt sogar noch besser: Sie haben sich sogar Verstärkung geholt.
Nichts wird sie mehr aufhalten..!
Mittwoch, 25 Juni 2008 um 07:57
Oh Gott, das ist ja schrecklich.
Wie schlimm kann es noch werden?
Mittwoch, 25 Juni 2008 um 22:43
Hehe, der eine (der grauhaarige, der debil in der Ecke steht und Playback schnarcht) erinnert mich verdammt an Herrn Loermann – der mit dem Hörschaden, der von Stromberg in der dritten Staffel der gleichnamigen Serie (nebenbei eine meiner Lieblingsserien) so runtergeputzt wird.
Die zweite Dumpfbacke könnte Fergison heißen und mit dem Truck durch Amerika fahren – mit dieser Brille und der Lederweste
Allerdings dürfte Fergison auf seiner Gitarre dann nicht „Mein Elternhaus“ klimpern, sondern müsste „Country Roads“ anstimmen – obwohl, kommt ja vom Inhalt aufs selbe raus, oder?
Was mich jetzt aber wirklich, WIRKLICH erschreckt hat, ist folgender Teil des Wikipedia-Artikels zu den Amigos :
Meine Güte, sind wir Deutschen mittlerweile schon so abgestumpft, solchen singenden Schnarchsäcken goldene Schallplatten hinterherzuschmeißen?
Wie die Ärzte es so treffend sangen:
Vielleicht liegt es ja auch am demographischen Wandel, dass Schlagerfritzen im Moment so einen rasanten Absatz finden – anders kann ich mir das zumindest nicht erklären….
In diesem Sinne eine gute Nacht und herzlichen Glückwunsch euch allen für den Sieg vorhin! Haben wir gaaanz toll gemacht, also klopft euch auf die Schulter
Jetzt ist nämlich endlich auch der liebe Nachbar fertig, vor lauter Stolz seine Böller vor unserem Fenster hochzujagen – der eigentliche Grund für diesen Kommentar zu den Amigos…
Vielleicht befasst sich jemand ja noch mal näher mit dem Namen der ja doch eher germanisch anmutenden Freunde. Derjenige könnte mir dann gleich auch die Frage beantworten, warum man in Rosamunde Pilcher-Filmen u.Ä. konsequent Deutsch spricht, obwohl man sich auf der wirklich letzten erhaltenen Spanischen Insel mit ursprünglicher Kultur und Bevölkerung befindet….
Freitag, 27 Juni 2008 um 05:30
Könnte sein.
Wie verrenten ja zusehends in Deutschland. Das würde heißen, dass man mit zunehmendem Alter automatisch diese Art Musik gut findet. Ein schrecklicher Gedanke.
Samstag, 28 Juni 2008 um 14:08
Ich kann die Amigos auch nicht mehr haben. Und ich rufe da nicht an und bestelle 4 (?) CD’s auf denen sich jeweils zig Mal der gleiche Titel befindet!!!
Wie schaffen die das auf den selben Takt so oft unterschiedliche Texte zu schnarchen, die zwar unterschiedlich sind, aber das Gleiche aussagen?
Die hohe Kunst der intellektuell bescheidenen Redundanz …
Sonntag, 29 Juni 2008 um 02:00
Gott sei es gedankt, dass das noch jemandem aufgefallen ist.
Wenn zwischen den einzelen Tracks keine Pause wäre, würde einem wahrscheinlich gar nicht auffallen, daß es mehrere Lieder sind.
Vielleicht ist das der Grund für die Zusammenarbeit mit den Ladinern.
(siehe OttoKrüjas Kommentar)
Sonntag, 29 Juni 2008 um 08:50
„Wenn zwischen den einzelen Tracks keine Pause wäre, würde einem wahrscheinlich gar nicht auffallen, daß es mehrere Lieder sind.“
Das schreit nach einem halbstündigen Party-Megamix!!!
Montag, 30 Juni 2008 um 09:27
So wie ich das verstehe, möchtest du alleine feiern.
Ich könnte mir den Megamix gut als Ermittlungswerkzeug vorstellen, um renitenten Verbrechern im Verhör eine Aussage zu entlocken.
Spätestens nach 15 Minuten sollte selbst der härteste Kerl weichgekocht sein, und unter Tränen und inständigem Flehen alles gestehen.
Mittwoch, 2 Juli 2008 um 19:11
Ja, der Mix ist was für Guantanamo!
Aber auch zur Beweisführung, das jeder Titel ein Aufguß des voherigen Stückes ist. Da muß man nicht erst Dieter Bohlen als Zeugen vorladen!
Donnerstag, 3 Juli 2008 um 09:49
Völlig frei erfundenen Gerüchten nach, planen die beiden Amigos bereits ein neues Album mit so Schenkelkrachern wie:
Ich warte schon gespannt auf den Werbespot. Meine Finger zittern schon begierig über den Tasten meines Telefons
Donnerstag, 3 Juli 2008 um 19:00
Meine auch! Aber ich ruf die Seelsorge an, wenn es soweit ist …
Freitag, 4 Juli 2008 um 08:05
Da wirst du wahrscheinlich niemanden erreichen.
Zu dem Zeitpunkt sind alle Leitungen belegt, weil die komplette Seelsorgemannschaft gerade in der Bestellhotline für die neue Amigos CD hängt.
Samstag, 5 Juli 2008 um 09:11
Das wäre das Ende aller Hoffnungen auf eine Welt mit noch einem Fünkchen Restintellekt!